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30. Dezember 2009, 20:30 Uhr

Unverwüstliches Image

Auch das beschädigte seine Karriere nicht. Der einstige "Wall Street"- Star unterschrieb im Jahre 2003 seinen wohl lukrativsten Vertrag. In "Two and a Half Men" spielt er den hedonistischen Playboy Charlie Harper, dessen fiktiver Charakter dem echten Charlie Sheen sehr ähnelt. Erst im Mai wurde die Serie für drei weitere Folgen verlängert. Sheen kassiert pro Episode 825.000 Dollar. 23 Shows werden in einer Folge produziert.

Es ist wohl tatsächlich die Übereinstimmung von dem Image, das er auf der Leinwand transportiert, und seinem wirklichen Leben, was für Sheens unzerstörbaren Erfolg sorgt. "Charlie Sheen hat schon so viele Skandale hinter sich. Ich glaube, dass die Öffentlichkeit, dass seine Fans nichts anderes von ihm erwarten", sagt die PR-Expertin Vanessa Horwell. Auch wenn seine Agenten und Manager der Presse immer wieder vorwerfen, Schmierenkampagnen gegen Sheen zu fahren, tun sie das nur, um das Gesicht zu wahren. Denn im Gegensatz zu Tiger Woods muss der Schauspieler nicht mit wirtschaftlichen Verlusten rechnen. Auch Unternehmen halten weiter an den Verträgen mit Sheen fest, er fungiert beispielsweise als Werbeträger für Unterwäsche.

Wer einmal böse ist, darf es immer sein

Doch was ist der Unterschied zwischen Golfstar Tiger Woods, der nach Sexaffären Sponsoren- und Werbeverträge in Millionenhöhe verloren hat, und Schauspieler Sheen, dem offensichtlich kein Skandal das Geschäft ruinieren kann? Bob Oltmans, Professor für Public Relations an der Carnegie Mellon University glaubt, dass man keinen Vergleich zwischen Woods und Sheen ziehen kann: "Das jüngste Verhalten von Sheen passt in das öffentliche Bad-Boy-Profil des Hollywood-Stars, während das Verhalten von Tiger Woods genau das Gegenteil des über Jahre aufgebauten Images des Golfers entspricht", so Oltmans. Heißt also: Imagewechsel ist in Hollywood kaum möglich, wer einmal böse ist, darf es immer sein, aber einem Saubermann verzeiht man seine Fehltritte kaum.

Sicher, auch ein scheinbar Unantastbarer wie Charlie Sheen muss nach Skandalen öffentlich Reue zeigen. So ließ er, wie so oft in der Vergangenheit, über seine Sprecher mitteilen, er werde sich zusammen mit seiner Frau in eine Eheberatung begeben. Außerdem, so kündigte Sheen an, werde er sich einer Wuttherapie unterziehen.

Schon unken Kritiker, dass Sheen mit dieser Entscheidung nur seinen Auftritt vor dem Richter am 8. Februar vorbereitet. Denn diesmal, so Strafverteidigerin Laurin Maytin aus Colorado, "könnte Mr. Sheen tatsächlich im Gefängnis landen". Sollte seine Frau für Anklage plädieren, noch ist das nicht geschehen, dann "stehen für den Angriff mit einer Waffe eine Gefängnisstrafe von zwei bis acht Jahren im Gesetzbuch", so Maytin. Doch wer Charlie Sheens Lebenslauf kennt, der ahnt schon jetzt, dass der "Bad Boy" auch diesmal wieder mit einem blauen Auge davonkommt.

Von Frank Siering, Los Angeles
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KOMMENTARE (6 von 6)
 
Puddi (31.12.2009, 01:53 Uhr)
Wie bitte?
"Kelly Preston schoss Sheen "aus Versehen" in den Arm"
[...]
"Sheen hatte sie mit einem Revolver bedroht, "aus Versehen" habe sich der Schuss gelöst, "

Ja wat denn nu?
Sardor (30.12.2009, 23:54 Uhr)
23 Shows werden in einer Folge produziert.
Was ist das denn für ein Unsinn? Muß man dem Stern wirklich noch erklären, was eine Serienfolge ist und was eine Staffel, oder Season, wie der Ami sagt!
kuni40 (30.12.2009, 23:24 Uhr)
www.people.com
Dieser Artikel sieht aus wie auf people.com gelesen und in's (Halb-)Deutsche uebersetzt und dann hier als Marke Eigenbau veroeffenlicht.
CemG (30.12.2009, 21:54 Uhr)
wundere mich..
über den seltsam geschriebenen Text... meine Vorredner dürften ja bereits die Korrekturen genannt haben....
Preston (30.12.2009, 21:46 Uhr)
es sind 825.000 Dollar pro Woche/Folge...
- und der Vertrag wurde um weitere 3 STAFFELN (also = Jahre) verlängert. "Two and a half men" ist so erfolgreich wie Friends oder Seinfeld, CBS dürfte damit (mit Syndikation, also dem Verkauf und der Wiederholung durch andere Sender) ca. 1,5 Milliarden Dollar verdienen.
Damit ist Sheen der erfolgreichste TV-Schauspieler der Welt (was nicht heißen soll, daß ich seine Ausraster entschuldigen will. Aber es erklärt ein bißchen, warum er -für Hollywood- nicht the BAD, sondern the GOOD guy ist).
dido09 (30.12.2009, 21:19 Uhr)
500 000 Dollar sollte das heißen?
Ganz schön viel.
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