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Scarlett Johansson feiert Geburtstag

Sie spielte schon als Teenager an der Seite von Robert Redford und wurde zu Woody Allens Muse: Heute wird die US-Schauspielerin Scarlett Johansson 28 Jahre alt.

  Schauspielerin und Wahlkämpferin: Scarlett Johansson zeigt Einsatz für Obama

Schauspielerin und Wahlkämpferin: Scarlett Johansson zeigt Einsatz für Obama

In den vergangenen Wochen war Scarlett Johansson vor allem als Wahlkämpferin unterwegs. Die Schauspielerin und Sängerin machte sich wie George Clooney, Brad Pitt oder Mariah Carey für die Wiederwahl von US-Präsident Obama stark. Das hat geklappt.

Wegen ihrer eigenen Vergangenheit hatte sie sich für eine zweite Amtszeit ausgesprochen. "Er hat einfach größeres Verständnis und mehr Empathie für Menschen, die wie ich aus bescheidenen oder gar ärmlichen Verhältnissen stammen", schrieb sie in der "Zeit". Als Kind habe ihre Familie von staatlicher Unterstützung gelebt.

Die Zeiten sind längst vorbei: Inzwischen gehört Scarlett Johansson, die heute ihren 28. Geburtstag feiert, zu den großen Stars in Hollywood. Angeblich sollen ihr für eine Fortsetzung des Films "The Avengers" laut "New York Post" 20 Millionen Dollar geboten worden sein.

Woody Allens Muse

Wesentlich bescheidener war ihr Lohn bei den zahlreichen Filmen von Woody Allen, für den sie eine Art Muse werden sollte, auch wenn die Schauspielerin selbst mit dem Begriff nichts anzufangen weiß. Der New Yorker Regisseur zahlt seinen Schauspielern gewöhnlich nur den tariflich festgeschriebenen Mindestlohn. "Das sind vielleicht 30 000 Dollar in sechs Wochen", sagte Allen der "Hannoverschen Allgemeinen". Dafür hat er aber im Gegenzug auch eine Menge Reputation zu bieten.

Über seine zeitweilige Lieblingsschauspielerin sagte Allen: "Eine wie sie findet man nicht alle Tage", verriet er im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", "eine, die so jung, so hübsch, so klug und dabei auch noch eine gute Schauspielerin ist."

In dem spannendem Society-Drama "Match Point" (2005) ist die blonde Amerikanerin selbst mit Streber-Brille, Zahnspange und unförmigen Turnschuhen konkurrenzlos sexy und als Schauspielerin im komischen Fach glänzend. "So ziemlich jeder im Team war verknallt in sie", berichtete ihr Filmpartner Hugh Jackman. Prompt wurde Scarlett 2006 vom US-Männermagazin "FHM" zur "Sexiest Women In The World" gewählt. Nach "Match Point" sollten noch "Scoop - Der Knüller" und "Vicky Cristina Barcelona" unter der Regie von Woody Allen folgen.

Die richtigen Rollen zur richtigen Zeit

Schon als Kleinkind wollte Scarlett Johansson Schauspielerin werden, mit acht Jahren stand sie an der Seite von Ethan Hawke in dem Stück "Sophistry" auf der Bühne. Damals besuchte sie bereits Lee Strasbergs "Theatre Institute for Young People".

Ein typisch amerikanischer Teenie-Star wurde sie aber nicht. Bis heute hat Scarlett Johansson ein gutes Händchen für die richtigen Rollen zur richtigen Zeit bewiesen. Die Frau mit dem sinnlichen Schmollmund galt bereits früh als Charakterdarstellerin, die in Arthouse-Filmen ebenso zu glänzen weiß wie in Action-Krachern ("Iron Man 2"). Mit 13 Jahren spielte sie an der Seite von Robert Redford im "Pferdeflüsterer". Der gestandene Schauspieler sagte über sie, Johansson wirkte von ihrer Reife her wie eine 30-Jährige. 2001 war sie in zwei Independent-Produktionen zu sehen. Für die Coen-Brüder spielte sie in dem Neo-Noir-Drama "The Man Who Wasn't There" mit, und in Terry Zwigoffs hochgelobtem Außenseiterdrama "Ghost World" hinterließ sie nachhaltigen Eindruck.

Musik als zweite Leidenschaft

Zwei Jahre später gelang Scarlett Johansson der definitive Durchbruch in die erste Liga der Hollywoodstars - wiederum mit einem höchst anspruchsvollen Film. In Sofia Coppolas traurig-schöner Großstadt-Odyssee "Lost in Translation" spielte sie eine Mittzwanzigerin, die in einem Tokioter Hotel einen alternden Filmstar (Bill Murray) trifft.

Scarlett Johanssons zweite Leidenschaft ist die Musik. Nach einem Tom-Waits-Coveralbum hat sie zusammen mit dem Singer-Songwriter Pete Yorn ein Album à la Brigitte Bardot und Serge Gainsbourg aufgenommen. Nichts für die Charts, mehr für Liebhaber.

nw/DPA/DPA

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