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Hoeneß grämt und wälzt sich

Bedankt, Beatrix! Und dreimal "Horae" für den niederländischen König! Alle in orange, alle total happy. Sogar die royale Klingonin. Nur einer wälzt sich: der Bademantelträger vom Tegernsee.

Von Mark Stöhr

  Zur Nachtzeit, da wälzt er sich, der Hoeneß Uli.

Zur Nachtzeit, da wälzt er sich, der Hoeneß Uli.

  • Mark Stöhr

Uli Hoeneß nimmt also Tabletten. Gegen Bluthochdruck und seinen Cholesterinspiegel. Das ist eine Frage der Ehre als Wurstfabrikant. Und er trägt morgens einen Bademantel. Welche Farbe und ob aus Frottee oder Satin, hat er nicht verraten in seinem "Zeit"-Interview diese Woche. Eigentlich hätte man gedacht, dass einer wie Hoeneß mit einer Strickjacke am Frühstückstisch sitzt. Mit so einer groben, selbstgestrickten. Dass er seinen Kaffee trinkt, Zeitung liest und auf den Tegernsee guckt. Das Schrotgewehr ist im Wandschrank neben der Haustür deponiert. Nur für alle Fälle. Man weiß ja nie, wer klingelt.

Und nun das: Hoeneß war ein Zocker jahrelang. Vor dem Bohnenkaffee morgens kam erst der Blick auf den Börsenpager, die Augen noch ganz verquollen wegen der nächtlichen Anrufe beim "Nightdesk" in Frankfurt. Das ist offenbar so eine Art Krisenhotline für Kursjunkies. Vielleicht wollte er damit die Wirklichkeit vergessen, legte sich Hoeneß bei der "Zeit" schon mal vorsorglich auf die Couch. Weil die Bayern in den Jahren 2002, 2004 und 2007 nicht deutscher Meister wurden? Weil ihm das Brillengestell von Felix Magath so auf den Keks ging? Oder das Psychogeschwätz von Oliver Kahn?

Jetzt hat er den Salat. Vom Steuerfahndertaxi abgeholt wie ein dahergelaufener Postchef. Im Integritäts-Doppel mit Boris Becker. Völlig christophdaumisiert. Hoeneß war immer wieder im Gespräch als möglicher Bundestrainer für alle Deutschen. Als zukünftiger Klartext-Präsident. Das kann er sich abschminken. Wir sind verschnupft. Wir sind enttäuscht. Wir gucken in die Röhre. Wir gucken über die Grenze. Und sehen: Alle in orange, alle happy. Haben's die gut, die Niederländer. Die haben einen König. Der zahlt keine Steuern, weil er keine Steuern zahlen muss.

Als Königin-jetzt-wieder-Prinzessin Beatrix vergangenen Dienstag die Krone an den Nagel hängte, waren aber erst einmal alle fassungslos. Da fehlte doch was. Auf dem Kopf. Dort, wo normalerweise alle möglichen Hutmodelle Platz finden – Ufos, ein Laib Gouda, übereinandergestapelte Obstschalen, ein ausgestopfter Bobtail –, erhob sich eine Helmkonstruktion aus zementiertem Eigenhaar. Beatrix hatte sich zur Feier ihrer Abdankung als Klingonin verkleidet, während ihr Sohn Willem-Alexander mit einem pelzbesetzten roten Samtmantel als Transvestit zu seiner Krönung erschien. Das trauen sich nur die Holländer. Ein verrücktes Völkchen.

Erinnerung an die Ribbeck-Ramelow-Rumpelfüßler

In einem Abschnitt der Zeremonie versammelte sich die royale Bagage auf dem Balkon des Königspalastes. Es wurde die niederländische Nationalhymne angestimmt. Schrecksekunde auf deutschen Sofas. Ein Oh-nein-wir-spielen-gegen-Holland-Moment. In einer Blitzrückblende sah man plötzlich wieder die Bleichgesichter aus der Ribbeck-Ramelow-Rumpelfüßler-Ära zum Geschepper irgendeiner Blaskapelle vor sich aufgereiht, das Herz ganz tief in der Hose angesichts der orangen Übermacht. Doch die Gegenwart sieht anders aus. Seit dieser Woche sowieso. Dortmund und Bayern stehen im Finale um die Vereins-Europameisterschaft. In der "taz" gab es zu dem Thema eine böse Karikatur: Sie zeigt Hoeneß in einer Gefängniszelle beim Fernsehgucken, darüber die Überschrift: "Finale dahoam".

So ändern sich die Zeiten. Die "Revolutionäre 1. Mai"-Demo schaffte es erstmals in ihrer Geschichte bis zum Brandenburger Tor. Und Uli Hoeneß, der rote Löwe mit den Steherqualitäten, kommt morgens kaum aus dem Bett, weil er sich die ganze Nacht grämt ("Ich wälze mich und wälze mich. Und dann wälze ich mich noch mal. Und denke nach, denke nach und verzweifele"). Willem-Alexander bekommt im Jahr übrigens 825.000 Euro. Dafür würde Hoeneß nach dem Frühstück nicht mal seinen Bademantel ablegen.

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