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Ja. Nein. Äh, Jein

Elbphilharmonie war gestern, Hamburg hat eine neue Großbaustelle: die van der Vaarts. Erst Liebescomeback, dann der Fallrückzieher. So geht Beziehungs-Tiki-Taka heute.

Von Ingo Scheel

  Trennung, Versöhnung, Verwirrung: Sylvie und Rafael van der Vaart

Trennung, Versöhnung, Verwirrung: Sylvie und Rafael van der Vaart

Kein ganz normaler Mittwoch für Deutschlands Fußballanhänger: Zeitung lesen und online gehen war eins. Kaum auszumalen, wie die Klickraten von Kicker und Kicktipp an diesem Morgen in die Höhe geschnellt sein mögen. Hobby-Manager bauten ihre Teams um. Holten Rafael van der Vaart von der Bank zurück ins Mittelfeld, drehten in ihren Tipp-Communitys das Spiel des Hamburger SV in Nürnberg von Unentschieden auf Sieg. Der Grund: das unglaubliche Liebes-Comeback des kleinen Engels mit seiner Sylvie. So buchstabiert man Motivation, auch Hamburgs Coach Thorsten Fink wird durchgeatmet haben. Kurzer Flashback: Am Silvesterabend hatte der Holländer seine Gattin unglücklich, ungewollt, unwirsch mit der Hand am Kopf erwischt. Die Folge: Trennung, Auszug, neue Bude. Nur wenige Tage später hieß es: Alles auf Anfang. Wieder verliebt, wieder glücklich, wieder zusammen. In den glamour-orientierten Redaktionen knallten landauf, landab die Piccolo-Körkchen.

Rehhagel-Taktik statt Ramba-Zamba

So geht Beziehungs-Tiki-Taka heute. Aber eben auch in die entgegengesetzte Richtung. Nur einen Tag später war kontrollierte Defensive angesagt. Man nähert sich an, spricht miteinander, von Versöhnung aber noch keine Rede. Rehhagel-Taktik statt Ramba-Zamba. Mauern statt Mon Chérie. Verwirrung allerorten, außer in Hamburg natürlich. Der gemeine Hanseate kennt das Vor und Zurück bei derlei Großprojekten. Das Ja, das Nein und vor allem das Jein. Wer am Baumwall Richtung Elbe, Richtung Elbphilharmonie schaut, weiß, dass das letzte Wort in dieser Angelegenheit nicht gesprochen ist.

Fertigstellungstermine lassen wir an dieser Stelle also besser offen. Besonders dann, wenn man einen Blick auf Sylvies Kalender wirft. Mehr Familie, weniger Karriere - hatte das Model noch mit Blick auf die eheliche Zukunft angekündigt. Es passt zur verworrenen Gemengelage, dass RTL just jetzt mit "Shooting Stars" eine neue Show ankündigt. Moderation: Dreimal dürfen Sie raten. Bleibt Männe vorerst also doch in seiner neuen 260qm-Winterhude-Bude?

Glööckler, der Mann, der reiche Scheidungsopfer inspiriert

Einer hat am schnellsten auf den überraschenden Trend reagiert. Genau: Harald Glööckler. Der bringt jetzt eine "Scheidungskollektion" raus, und das schon ab März. Sein Credo: "Frauen sollen sich nach einer Scheidung rundum wohlfühlen. Man lässt sein altes Leben hinter sich und macht einen Neuanfang. Und wie könnte dies besser dokumentiert werden als durch neue Kleidung." Passt doch wie die Faust aufs Auge. Tschuldigung, Sylvie. Und in ein paar Jahren lassen wir uns das alles noch einmal ganz genau am Dschungelcamp-Lagerfeuer erklären. Vom Harald. Von der Sylvie. Oder am besten von beiden.

Apropos Dschungelcamp: War der kongeniale Coup, den schönsten Mann der Welt mit einem 24-Stunden-Vertrag als Quotenköder ins Camp zu schicken, noch vergleichsweise plump, hat man in Sachen Bach-Nachfolge ungleich raffinierter agiert. Nein, nicht von Daniel Hartwich ist die Rede. Von Olivia Jones natürlich. Der dürre Danny macht den Interims-Dickie, und Miss Jones absolviert den Dschungelparcours vor Ort. Zeigt sich geschminkt, ungeschminkt, als Macho, Mutti und Medusa. Eine 14-tägige Pilotfolge quasi - und im nächsten Jahr folgt der Aufstieg ins Baumhaus. Wetten, dass..? (Achtung: Keine Schleichwerbung).

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