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Lothar, der Lenz ist da!

Das hat Facebook gerade noch gefehlt: ein Weltfußballer ohne Job. Aber dieser Frühling ist eh nicht mehr zu retten. Oder vielleicht doch?

Von Mark Stöhr

  So versüßte Matthäus seinen Fans den Frühling: "Servus, grüsst Euch! Herzlich Willkommen auf meiner offiziellen Facebook-Seite. Ich schicke euch Frühlingsgrüße aus dem schönen Österreich. Euer Lothar"

So versüßte Matthäus seinen Fans den Frühling: "Servus, grüsst Euch! Herzlich Willkommen auf meiner offiziellen Facebook-Seite. Ich schicke euch Frühlingsgrüße aus dem schönen Österreich. Euer Lothar"

  • Mark Stöhr

Leudde, ai täll ju nau samsing: Lothar Matthäus wird nicht Geschäftsführer bei den Bayreuther Festspielen. Die Götterdämmerung des Mannes mit den drei großen W (Weltmeister, Weltfußballer, Weltsportler) und dem kleinen a (arbeitslos) geht also weiter. Immer wird er irgendwas nicht. Vor allem nicht Trainer von Frankfurt-Schalke-Deutschland-Nürnberg-Köln-München-Wolfsburg-Tschechien-Bosnien-Istanbul-Düsseldorf-Bielefeld-Hannover-Berlin-Kamerun-Fürth. Doch jetzt bringt er uns bei Facebook den Frühling. Lenz statt Stenz. Hello, mai Fränt. Geht doch.

Das mit dem Job bei den Wagner-Töchtern war natürlich ein Aprilscherz. So wie die Geschichte, dass David Hasselhoff, der alte Mauerspecht, als Nordkorea-Gesandter Kim Jong Un die Atombombe madig machen soll. Doch Lothars brandneue Facebook-Präsenz ist echt. Als Ü50-Bachelor mit gebleichten Zähnen präsentiert er sich in seinem Begrüßungspost und hält einen Strauß Tulpen in die Kamera. Schöne Kavaliersgeste. Einer seiner mittlerweile schon über 40.000 virtuellen Fans schrieb darunter: "Ach, Loddar, du konntest mal was (früher)."

Ersatzverkehr mit Busen

Mit früher kennt sich der Mann mit den vier E (Ehe mit Sylvia, Lolita, Marijana und Liliana) und den vier S (Scheidung von Sylvia, Lolita, Marijana und Liliana) in der Tat gut aus. Noch besser aber mit Frühlingen. Vor allem mit dem arabischen. In einem berühmten YouTube-Video schreit er wie ein fränkischer Trapattoni in sein Handy ("Ju sink, ju känn pläj wis mi?"), um ihn herum die konsternierten Reporter des Senders Al Jazeera, die Gesichter machen, als würden sie sich in diesem Augenblick ganz stark nach Saddam Hussein zurücksehnen.

Lothars neue Niederlassung in unserem Lieblingsnetzwerk ist das Licht in einer dunklen Zeit. Mit was für Zumutungen quälte uns diese Woche wieder? Kassel hat jetzt einen Flughafen (13 Flüge pro Woche), aber Schwelm, Soltau und Bad Kissingen sind immer noch ohne. Eine Horde komplett verrückt gewordener Nazis juckelte mit einem Andrea-Berg-Bus durch die Gegend. Jetzt hören die Trottel schon Schlager. Lottospieler mit der Zahlenkombination 3-8-11-26-32-40-9, die am Mittwochabend gleich nach der Ziehung bei ihrem Chef anriefen und ihm mal alles sagten ("Sorri, ju giff mi nassing, sorri"), haben seitdem ein dickes Problem.

"Mini-Courchgarnidur" und "Babbrika"

Auf der Tumblr-Seite "Loddar holdings things", die in Windeseile aufgesetzt wurde und mit immer neuen Bildmontagen glänzt, wird durchgespielt, was der gelernte Raumausstatter Lothar Matthäus außer Silikonpolstern und einem Strauß Tulpen noch so alles springen lassen könnte: eine "Mini-Courchgarnidur" zum Beispiel, eine "Babbrika", eine Blaumeise oder ein Englisch-Wörterbuch ("My English is not so good").

Es muss den 52-Jährigen furchtbar gewurmt haben, dass sein Erzrivale Jürgen Klinsmann schon seit Jahren eine Facebook-Dependance unterhält. Selbstverständlich auf Englisch. Klinsmann bekommt immer die Jobs, die Matthäus gerne hätte. Und während er bestenfalls auf Sky seine Plattitüden runterkaspert, fachsimpelt der aktuelle Coach der US-Nationalmannschaft für die BBC.

Wenigstens auf dem virtuellen Spielfeld also sollte die Provinzpomeranze Matthäus den Weltmann Klinsmann endlich mal übertrumpfen können. Die Latte liegt hoch: Im Februar postete Klinsi ein Foto von sich vor einem Hubschrauber. Darunter stand etwas in der Art, Hubschrauberfliegen sei eines seiner neuen Hobbys. Das, Lothar, geht noch höher, weiter, schneller - oder? Denn wie wir alle seit dem berühmten Al-Jazeera-Ausraster von dir wissen: "Aim not ä Tschailt."

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