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Wie der Papst in Nizza

Alle sind happy: Ratzinger, weil er nicht mehr Papst sein muss. Depardieu, weil er nicht mehr Obelix sein muss. Und die Tschetschenen, weil sie so viel tanzen. Ein guter Busenwitz kam aus Amerika.

Von Mark Stöhr

  Endlich Urlaub: Benedikt XVI. hat seinen Job als Papst an den Nagel gehangen.

Endlich Urlaub: Benedikt XVI. hat seinen Job als Papst an den Nagel gehangen.

  • Mark Stöhr

Endlich auspennen. Danach Frühstück im Bett. Georg Gänswein, sein Privatsekretär und lieber Freund, hat ihm die Zeitung neben die Semmeln gelegt. Ab jetzt nur noch der Sportteil und die Lokalnachrichten. Wenn heute ein Reissack in Rom umfällt, können sie ihm seinetwegen die Mailbox vollquatschen. Er hört sie eh nicht ab. Keine durchgedrehten Nonnen mehr auf dem Petersplatz, keine Gebirgsjäger und Seehofers mehr. Joseph Aloisius Ratzinger, bekannt geworden als Papst, ist nun frei. Anders als seiner Vorgänger hat er sich gegen die Wolke im Himmel und stattdessen für Weiterleben und Wellness entschieden. Tagsüber ein bisschen durch den Garten latschen, abends skypen mit dem Bruder in der Heimat. Wir waren Papst. Auch gut.

Doch jetzt das: Liebe Freunde von der "Titanic", man kann euch nur wünschen, dass Gott noch mal ein Auge zudrückt, ansonsten werdet ihr für euer aktuelles Titelcover bis in alle Ewigkeit in der Hölle schmoren. Abgebildet sind Ratzinger und Gänswein, darunter die Zeile: "Endlich Sex!". Ratzingers Bruder wird mit den Worten zitiert: "Sie wollen ein Kind." Ist das witzig? Ja, und wie! Wird der Ex-Papst vor Wut seine berühmten roten Schuhe in die Ecke pfeffern? Nein, auf keinen Fall! Die hat ihm nämlich die Schweizergarde abgenommen. Papst Benedikt a. D. trägt jetzt braune Modelle. Das Geschenk eines mexikanischen Künstlers.

Grosny ist wie Nizza ohne Meer und Sonne

Es war überhaupt die Woche der Geschenke. "Unser" Christoph Waltz - leider kein Kardinal, der Papst werden könnte - wurde mit einem Oscar beschenkt. Einer Hündin namens "Oskar" wurde von Bremer Müllmännern das Leben geschenkt. Sie wurde übrigens inzwischen in "Rübe" umbenannt, dem armen Tier bleibt nichts erspart. Und Gerard Depardieu, Ex-Schauspieler und Ex-Steuerzahler, ist frischgebackener Eigentümer einer Fünf-Zimmer-Wohnung in Grosny. Grosny liegt in Tschetschenien. Man muss sich die Stadt wie Nizza vorstellen. Wie Nizza ohne Meer und Sonne und manchmal auch ohne Strom.

Die Wohnung ist ein Geschenk von Ramsan Kadyrow, dem Chef von Tschetschenien. Er ist ein großer Humorist. So viel Selbstironie wie bei dem Besitzer einer legendären goldenen Pistole hat man selten in einem hohen Staatsamt angetroffen. Menschenrechtsorganisationen bestätigen das. Der Präsident besuchte mit Depardieu die Aufführung einer tschetschenischen Volkstanzgruppe. Da flogen die Beine nur so durch die Luft. Depardieu, nicht nur ein explizit politisch denkender Mensch, sondern auch ein großer Psychologe, sagte danach: "Menschen, die so tanzen, müssen glücklich sein." Kadyrow wollte ihm da nicht widersprechen. Dass alle Frauen Kopftücher trugen, schob Depardieu wahrscheinlich auf das Wetter. Die Kaukasusregion neigt in dieser Jahreszeit zu Nebel und Nieselregen. Gift für die Frisur.

Warten auf den deutschen "Möpse-Song"

Der französische Schauspieler ist wie der Papst nun wieder ein freier Mann. Und wie er hat er eine neue Meldeadresse: in Saransk, der Hauptstadt von Mordwinien, einer Teilrepublik von Russland. Spötter behaupten, sein Name stünde auf dem Klingelschild in einem Plattenbau, dem verbreiteten Häuserstil in der 300.000-Einwohner-Metropole. Depardieu will zudem einen Film drehen, nicht über Saransk, aber über Grosny, das Nizza vom Nordkaukasus. Darin soll es um Folter, Polizeiwillkür, Ehrenmorde an Frauen, die forcierte Islamisierung und anvisierte Legalisierung der Polygamie gehen. Vielleicht auch nicht.

Der ultimative Nachschlag zur abgeschlafften deutschen Sexismus- und Feminismus-Debatte kam diese Woche aber weder aus Grosny noch Rom und auch nicht aus Frankfurt, wo die Redaktion der "Titanic" sitzt. Hollywood höchstselbst schaltete sich ein. Bei der Oscarverleihung stimmte Moderator Seth MacFarlane gleich zu Beginn ein Lied an, es hieß: "We saw your boobs". Während dieses "Möpse-Songs" zeigte er auf eine Reihe von Schauspielerinnen im Publikum, die in ihrem letzten Film obenrum blank gezogen hatten. Ein solches Lied würde man gerne mal bei der Verleihung der Goldenen Kamera hören, dem Konklave der deutschen Medienspießer. Moderator Hape Kerkeling könnte danach endlich auspennen. Aber für länger.

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