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22. Mai 2009, 12:27 Uhr

Wozu Männer alles gut sind

Das musikalische Gestöhne von Carla Bruni will keiner hören. Ihre CD liegt wie Blei in den Regalen. Retter in der Not: Nicolas Sarkozy. Der verschenkt das Album seiner Frau an Staatsgäste. Bevor Sabrina Setlur ihre Platten los wird, braucht sie erstmal einen Mann. Den sucht sie jetzt im Fernsehen. Von Stefan Mielchen

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Nicolas Sarkozy kauft Carlas Platten, sie dankt es ihm mit Streicheleinheiten© action press-Pool/Getty Images

Armes Deutschland! Horst Köhler oder Gesine Schwan - wie langweilig klingt das denn? Während die Republik die Wahl zwischen Sparkassendirektor und Germanys Next Flop-Model hat, zeigen uns die Franzosen einmal mehr, wie Glamour buchstabiert wird: Sar-ko-zy! Die Pariser S-Klasse beherrscht in dieser Woche den Boulevard, als habe es die Kennedys nie gegeben. Neuester Coup: Nicolas ließ 14.000 CDs seiner Gattin auf Staatskosten kaufen. Gemeinsam mit anderem Käse, Wein und Korkenziehern soll Carlas Hauchen und Stöhnen nun an Staatsgäste verschenkt werden. Im Gegenzug verlangt die Première Dame jetzt mehr Untergebene. Begründung: In anderen Ländern hätten Königinnen schließlich auch Personal. Für derlei Unfug wurde man in Frankreich früher geköpft.

Doch als ob dies nicht reichte, ließ der Elysées-Palast noch flugs ein Video verbreiten, in dem die Schöne und das Biest Zärtlichkeiten austauschen: Küssen, Streicheln, Liebessäuseln - und das im Dienst! Vielleicht, um von den intimen Bruni-Fotos abzulenken, die zu allem Überfluss jetzt auch noch gestohlen wurden? Kein Wunder, dass Carla da die Umzugskisten packt: Sie hat sich angeblich bescheidene 700 Quadratmeter ausgesucht, die zuvor Yves Saint Laurent sein Eigen nannte. Im gleichen Haus residiert praktischerweise auch ihr Ex-Lover Mick Jagger. Reiner Zufall oder Französisch für Fortgeschrittene?

"Frauen-Albtraum - drei D-Promis suchen einen Bekloppten"

Hessisch für Anfänger war schon immer die Sprache, die Miss Proll Sabrina Setlur am besten beherrscht. Die Bembel-Rapperin aus Frankfurt ist offenbar so unten, dass sie jetzt endlich auch für Sat1 taugt. Gemeinsam mit Desirée Nick und Maja von Hohenzollern wurde sie für "Die Promi-Singles - Traumfrau sucht Mann" engagiert. Da muss der Sender aber noch einmal am Titel feilen. Wie wär's mit: "Frauen-Albtraum - drei D-Promis suchen einen Bekloppten"? Im Fall von Schwester S. sollte er zumindest vermögend sein. Sie zieht bekanntlich außer Pech (CD-Flops) und Pannen (Boris Becker) vor allem das Thema Pleite an. "Wenn es einen Mann gibt, mit dem ich spazieren gehen kann und mich auch verlaufen kann, aber dennoch wieder nach Hause finde - dann wäre ich froh, seine Bekanntschaft zu machen", sagte Setlur. Warum schenkt ihr nicht einfach jemand ein Navi? Der Traummann müsse übrigens auch ihre Ecken und Kanten respektieren, betont die Rapperin. So blöd wird ja wohl hoffentlich niemand sein.

Da lobt man sich Popstars, die ihren Namen zu recht tragen: Lady Gaga etwa, die Dame mit den Wimpern, aus denen andernorts Badezimmerteppiche geklöppelt werden. Die 23-Jährige plauderte jetzt aus ihrem Intimleben und gab zu Protokoll, dass sie für ihre Gespielen stets ein Andenken bereit halte: "Immer wenn ich einen Liebhaber habe, hinterlasse ich meine Wimpern auf dem Kissen." Da dürften mittlerweile so einige Hinterlassenschaften zusammengekommen sein. Ihre unsteten Zeiten hat Gaga-Kollegin Pink hingegen vorerst hinter sich gelassen. Nachdem sie sich im Februar von Motocross-Fahrer Carey Hart getrennt hatte, schworen sich beide in einer Zeremonie in Kalifornien nun erneut ihre Liebe. "Er konnte ohne mich nicht leben", glaubt sie. "Sie hat mich so verrückt gemacht, dass ich sie vermisst habe", behauptet er. Klingt irgendwie nach Effenbergs. Am liebsten singt Pink nach eigener Aussage übrigens Songs über ihren Lover, weil die Texte so schön gemein seien. Da dürfte die nächste Trennung nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Die Klo-Gewohnheiten von Cameron-Diaz

Cameron Diaz kannte man bislang als Engel für Charlie. Nun macht die Schauspielerin Karriere als Umweltengel - und gibt dabei Einblicke in Dinge, die man nicht wirklich wissen möchte. Im US-Fernsehen verriet sie ihre Klo-Gewohnheiten: "If it's yellow leave it mellow, if it's brown flush it down" lautet ihr Credo, um Wasser zu sparen. Also: Nur abziehen, wenn's ein großes Geschäft war. Das Haushalten mit Rohstoffen sei eine Frage des Lebensstils, so Diaz. So genau wollten wir das allerdings auch nicht wissen. Man stelle sich nur die deutsche Version vor: Veronica Ferres plaudert bei Kerner über ihre Spülgewohnheiten - na danke!

Wenden wir uns lieber Supermodel Koks Moss zu. Die hat jetzt angeblich eine neue Religion für sich entdeckt: Buddhismus. Also das, was man als Star so nimmt, wenn einem daheim die Decke auf den Kopf fällt. Ein Bekannter wird mit den Worten zitiert: "Kate genießt es, sich eine Auszeit zum Meditieren zu nehmen. Sie findet es sehr beruhigend." Offenbar schlägt das andere Zeug nicht mehr an.

War sonst noch was? Na klar: Ion Tiriac gab mal wieder ein Lebenszeichen von sich, auf das man in diesen schlimmen Krisenzeiten dringend gewartet hatte. Im Magazin "Focus" beklagte sich der schnauzbärtige Ex-Manager von Boris Becker, der als Milliardär gilt, doch eher arm als reich zu sein: "Wahrer Reichtum ist zu tun, was du willst. Ich hasse es, jeden Morgen im Büro sein zu müssen." Nee, is' klar! Millionen Arbeitsloser werden es ähnlich sehen. Wie heißt es doch so schön: Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebt sich's ohne ihr...

Von Stefan Mielchen
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Shishanski (22.05.2009, 16:25 Uhr)
:)
Besser kann man es glaube ich nicht sagen. Amüsante Zusammenfassung.
lg
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