Alle reden über Hartz IV. Dabei haben doch auch unsere armen Promis Geldsorgen. Warum B-Prominente wie Tatjana Gsell jetzt sparen müssen. Von Stefan Mielchen

Arm dran: Tatjana Gsell braucht Geld für Kippen© Andreas Rentz/Getty Images
Ganz Deutschland diskutiert aufgeregt über Hartz IV - nur eine macht's richtig: Cindy aus Marzahn! Die an Alzheimer-Bulimie leidende prekäre Prolltonne aus dem Berliner Nobelvorort schaffte es vergangene Woche auch ohne eine Einladung von Richard "Mörtel" Lugner auf den Wiener Opernball. Cindy wurde unter anderem dabei beobachtet, wie sie unter den indignierten Blicken abgemagerter Gesellschaftsdamen ihre gefühlten 500 Kilo Lebendgewicht am Roulettetisch platzierte, um dort ihre Stütze aufzubessern. Clash of Cultures - auch wenn Cindy leider nur eine Rolle spielt - schöner kann man Westerwelles aufgeregtes Aschermittwochsgeschrei derzeit nicht kommentieren!
Während die politische Klasse hierzulande streitet, ob sich Arbeit lohnen müsse, zeigte US-Schauspielerin Lindsay Lohan, dass die Antwort eindeutig "nein" lautet. Lohan ließ sich von Lebemann Lugner vorab angeblich satte 200.000 Euro für den Opernballbesuch überweisen, arbeitete das Sümmchen diese Woche aber lieber beim Shopping in London ab als in der Loge des Lustgreises. So buchstabiert man Sozialbetrug!
"Mörtel" wird sich künftig also besser überlegen müssen, welche schöne Frau er an seiner Seite sitzen lassen will. Wie wäre es mit Tatjana Gsell? Die hat es so nötig, dass sie wahrscheinlich selbst zu Fuß nach Wien käme, nur um dabei zu sein. Ihren Führerschein ist die Busenwitwe für die nächsten 18 Monate ohnehin los. Was man beim anschließenden Idiotentest allerdings noch herausfinden will, bleibt ein Rätsel. Die 38-Jährige vegetiert übrigens auch unter extremen Armutsbedingungen dahin: Keine 200 Euro bleiben ihr noch zum Leben - täglich. Da wird's eng, wenn man Korn, Koks und Kippen kaufen möchte. Kein Wunder, dass Gsell jetzt gegen die 46.000 Euro Strafe klagte, die sie für zwei Crashfahrten hinblättern muss. Wie soll sie auch 230 Tagessätze aufbringen, wo sie kaum bis drei zählen kann? Vor Gericht konnte Gesell übrigens wegen einer "ausgeprägten Angststörung" nicht erscheinen. Kleiner Therapievorschlag: einfach mal daheim die Spiegel verhängen.
Armutsrisiko Reichtum: Auch André Rieu steht kurz vor Hartz IV! Der penetranteste Walzerkönig seit Johann Strauß hat nach einem Bericht des "Wirtschaftsmagazins" "Bunte" einen zweistelligen Millionenbetrag vergeigt. Eine Australien-Tournee lief demnach finanziell total aus dem Ruder, weil Rieu hierfür Schloss Schönbrunn nachbauen und in 220 Container verschiffen ließ. Sogar seine teure Stradivari musste der größenwahnsinnige Holländer zwischenzeitlich verpfänden. Doch der Gouda-Geiger gibt Gas: In diesem Jahr will er alles, was sich nicht wehren kann, in Mexiko und Südafrika musikalisch penetrieren. Sogar ein Konzert am Nordpol will er noch geben. Na, da hört’s wenigstens niemand.