Karamba, Karacho, kein Sakko

3. Juli 2011, 18:00 Uhr

Tag der offenen Tür in Heinos Wohnung: Diebe haben seine bunten Sakkos geklaut - dabei ist es doch bis Karneval noch lange hin. Auch Heidi Klum feilt schon am passenden Straps-Outfit. Von Stefan Mielchen

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Heino, Heidi Klum, Kate Moss, Diebstahl,

Sein lachsfarbenes Sakko ist ihm immerhin geblieben: Sänger Heino vor seinem Café©

Wer macht denn so was? Ausgerechnet am 15. Geburtstag von Heinos Rathaus-Café im beschaulichen Bad Münstereifel wurde das Rentnerparadies zum Schauplatz eines brutalen Verbrechens: Diebe drangen in die bescheidene Seniorenwohnung (sieben Zimmer, 300 Quadratmeter) von Deutschlands führendem Musikterroristen ein und ließen mitgehen, was nicht niet- und nagelfest war. Und das alles, während Heino gleich um die Ecke vor 3000 schmerzbefreiten Fans seine Welthits schmetterte. "Komm' in meinen Wigwam" nahmen die Diebe dabei offenbar wörtlich. Als Heino heimkehrte, offenbarte der 72-Jährige, dass man auch unter der perfektesten Perücke naturblond sein kann: "Im Schlafzimmer sah es aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen", berichtete Heino dem diensthabenden Polizeibeamten der "Bild-Zeitung". "Erst dachte ich: Was ist Hannelore schludrig geworden." Doch sogleich machte der Barde die Rechnung für den Versicherungsvertreter auf: "Es fehlen viele meiner Sackos von Rudolph Moshammer, eine wertvolle Damenuhr von Versace, weiterer Schmuck von Hannelore, Bargeld und meine Ausweispapiere." Geschmack kann es also nicht gewesen sein, der die Einbrecher trieb. Der Sänger und seine Frau wollen jetzt zusätzliche Überwachungskameras einbauen lassen, um weitere Übeltäter abzuschrecken. Eigentlich unnötig: Dazu müssten sie einfach nur zuhause bleiben.

Dass es dort bekanntlich am schönsten ist, weiß auch ein weiterer Vorzeige-Deutscher: Prinz Frédéric von Anhalt. Der 68-Jährige hat sich offenbar verrechnet: Gattin Zsa Zsa Gabor, 94, ist einfach nicht totzukriegen. Nachdem Frédéric bereits begonnen hatte, Haus und Hof zu verschachern, hat er nun kalte Füße bekommen: "Es tut mir ein bisschen leid, dass ich das Haus angeboten habe", bekannte er gegenüber "Bunte.de". Doch in der für 15 Millionen Dollar zum Verkauf stehenden Villa hat sich schon jemand anders gedanklich eingerichtet: Schauspieler Ben Affleck hat bereits mehrere Besichtigungstermine absolviert. "Hier ist es wie in einem Schloss, wo nur ein Prinz wohnen kann", wird der 38-Jährige zitiert. "Ich wäre auch gerne ein Prinz!" Das sagt man einem Hans-Robert Lichtenberg natürlich nicht zweimal! Schließlich ist auch er erst durch Adoption zu einem von Anhalt geworden. "Die Amerikaner lieben Titel. Vielleicht adoptiere ich Ben", ließ Frédéric sofort verbreiten. Schön, wenn einem die Geschäftsideen einfach nicht ausgehen.

Sarah Dingens, ähm, Ferguson

Noch schöner, wenn man dabei von echtem Blaublut ist! Diesen Vorzug weiß auch die Herzogin von York zu schätzen. Die steht zwar seit ihrer Scheidung wieder unter dem Namen Sarah Ferguson im Telefonbuch. Doch ihren Titel darf sie behalten, solange sie nicht erneut heiratet - und das lässt sich ja vermeiden. Zumal Prinz Andrew ihr immer mal wieder aus der finanziellen Patsche hilft. Kein Wunder also, dass Fergie nicht müde wird zu betonen: "Ich liebe Andrew noch immer von ganzem Herzen!" Mit solchen Lügengeschichten hat die 51-Jährige bereits ihr zweites Buch gefüllt, das sie in dieser Woche vorstellte: "Auf der Suche nach Sarah - die Reise einer Herzogin zu sich selbst" heißt das Machwerk. Darin gewährt die Herzogin tiefe Einblicke in ihre Gedankenwelt und füllt mit allerlei Lebensweisheiten auf der nach oben offenen Plattitüden-Skala ganze 336 Seiten! Das schaffen hierzulande nur ehemalige Bischöfinnen.

Die Heilige Heidi der Laufstege hingegen muss keine Bücher schreiben, um Einblicke in ihr Privatestes zu geben. Aus Frau Klum sprudelt einfach so heraus, was niemanden etwas angeht: "Schöne Strapse sind völlig in Ordnung", verriet die 38-Jährige dem Magazin "Glamour" in dieser Woche, um einmal mehr die Geheimnisse ihres Sexlebens öffentlich zu machen. "Es macht Spaß, ein wenig Pfeffer in die Beziehung zu bringen", erklärte Heidi. Und das geht bei ihr so: "Mein Mann und ich hatten gerade erst eine sexy Woche in London. Ich habe mir einen superkurzen Rock angezogen, mit Strapsen drunter. Wenn ich mich hingesetzt habe, konnte er sie sehen." Wissen wir das also auch. Dass Gatte Seal zum Vollzug der ehelichen Pflichten mächtig was beizusteuern hat, musste La Klum der Welt ja auch schon wortreich mitteilen. Als nächstes lesen wir dann wohl, welche schmutzigen Wörter sie so kennt.

Was haben Kate Moss und Heino gemeinsam?

Davon dürfte auch Heidis Kollegin Koks Moss einige auf Lager und in dieser Woche zum Einsatz gebracht haben. Am Rande des Glastonbury-Rockfestivals in England erlitt sie einen der üblichen Nervenzusammenbrüche. Diesmal war der Grund allerdings mehr als 15.000 Euro teuer: Kate hatte ihren Verlobungsring verloren. Dreiste Diebe? Wir sind doch nicht bei Heino! Die Diva war nur etwas schludrig. Erst schickte sie ein paar Freunde los, die im Schlamm des Festivalgeländes nach dem guten Stück suchen mussten. Dann tauchte das Prachtstück zwei Stunden später überraschend in Kates Handtasche wieder auf - nachdem sich das Model zur Beruhigung auf dem Klo erst mal die Nase gepudert hatte. Der folgende hysterische Lachanfall, den die Presse überlieferte, war selbstverständlich allein Kates Wiedersehensfreude geschuldet. Und ihrer Erleichterung: Schließlich wird in Kürze mit einem dreitägigen Fest die Hochzeit begangen. Iggy Pop und Snoop Dogg wurden als Alleinunterhalter engagiert. Und auch der Brauttanz steht bereits: "Den Schnee-, Schnee-, Schnee-, Schneewalzer tanzen wir ..."

 
 
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