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26. September 2009, 09:51 Uhr

Von Lustgreisen und Teppichräubern

Schaulaufen der Promis auf dem Münchner Oktoberfest, die Kripo besucht Schlagersänger Costa Cordalis, und der französische Staatspräsident d’Estaing schreibt ein Vermächtnis der anderen Art. Von Stefan Mielchen

Lothar Matthäus, Loddar, Caroline Reiber, Costa Cordalis, Schlagersänger,Hagen von Tronje, Bambi,  Valéry Giscard d’,Estaing, Staatspräsident, Frankreich

Ein Liebesengel auf dem Münchner Oktoberfest. Ob er auch Costa Cordalis bei seinem Comeback helfen kann?© Peter Kneffel/DPA

Busen, Bier und betrunkene Bazis: Auf der Münchner Wiesn sind wieder die Großkampftage der peinlichsten Promis angelaufen. Besonders beliebt: Lustgreise, die die Dekolletées ihrer Gespielinnen spazieren führen. Und Gespielinnen, deren Körbchengröße mit ihrem IQ konkurriert. Nicht zu vergessen die unvermeidlichen Effenbergs, die gleich mehrfach das Oktoberfest heimsuchten, damit sie wenigstens dort noch fotografiert werden. Oder Lothar Matthäus, bei dem man nicht mal mehr zählen kann, wie viele junge Dinger er in den letzten Jahren beim allgemeinen Glockenläuten in den Bierzelten verschlissen hat.

Diesmal kam Loddar anstandshalber mit Rehäuglein Liliana. Schließlich ist man noch verheiratet. Auch die Crème der deutschen Volksmusik gab sich ein Stelldichein: Florian Silbereisen beweist seine Männlichkeit neuerdings mit einem Bart, der zuletzt bei schwulen Männern in den 90ern modern war. Dafür posierte er im kleinen Karo derart selbstverständlich neben dem großen Ausschnitt seiner Begleitung Helene Fischer, dass einem direkt warm ums Herz wurde. Der bedauernswerte Heino hingegen musste zwischen einer sauertöpfischen Hannelore und der schon in Tracht zur Welt gekommenen Caroline Reiber Platz nehmen, schaffte dabei aber immerhin das Kunststück, von den dreien noch am besten auszusehen. Das möchte man Marianne nicht unterstellen, die an der Seite von Michael mit dem Problem kämpfte, dass ihr Gesicht fatale Ähnlichkeit mit dem Faltenwurf ihres Dirndls aufwies. Wie befreit wirkte dagegen der Auftritt von Uschi Glas! Sie schlenderte in der Gewissheit über die Wiesn, dass die Bierzeltschlägereien diesmal nicht von ihrem Sohn Benjamin angezettelt werden können – der sitzt sicher.

Brauner Wandteppich aus der Ostzone

Ein Schicksal, das Schlagersänger Costa Cordalis hoffentlich erspart bleibt. Nur gut, dass er mittlerweile so aufgedunsen wirkt, dass sein Gesicht keinerlei Platz mehr für Sorgenfalten bietet. Schließlich bekam der Sänger in dieser Woche Besuch von der Kripo, wie "Bild" vermeldet: Cordalis besaß demnach einen Wandteppich, den Joseph Goebbels noch in Auftrag gegeben hatte. Das wirft einerseits die Frage auf, wie alt Cordalis wirklich ist. Andererseits sagt der Fall viel aus über die Lebenswirklichkeit abgehalfterter Schlagerzirkuspferde: Costa hatte den Teppich vor Jahren in der Ostzone erworben, als die DDR noch so hieß und erfolglose Westkünstler für Gnadenbrotauftritte hinter den Eisernen Vorhang lockte. Der Versuch, den neun Quadratmeter großen Gobelin später gewinnbringend an Ewiggestrige zu verschachern, scheiterte.

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KOMMENTARE (1 von 1)
 
flyingfree (26.09.2009, 17:19 Uhr)
ach was...
es wundert mich schon, dass Cordalis den Goebbelin nicht loswird. Aus dieser Ecke laufen doch genug Deppen frei rum.
Naja, aber so ganz ohne deutlichste Symbole vertehehen die´s halt auch nicht.
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