Armin Rohde synchronisierte Pornofilme

Die einen kellnern, die anderen sitzen an der Supermarktkasse. Schauspieler Armin Rohde hat sich lieber einen ungewöhnlicheren Studentenjob gesucht.

18. April 2015
Armin Rohde und sein ungewöhnlicher Studentenjob
Schauspieler Armin Rohde finanzierte sein Schauspielstudium unter anderem mit dem Synchronisieren von Pornofilmen. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" verrät der 60-Jährige: "Für so einen 70-Minuten-Porno gab es damals 400 Mark, das war viel Geld." Das sei genauso viel gewesen wie sein monatliches Bafög. "Dafür habe ich dann elf Stunden am Mikrofon gestanden, geächzt, gestöhnt und Sauereien erzählt."

In seinen Filmen spiele er heute lieber den Schurken als den Guten. "Es sind einfach die dankbareren Rollen", sagt er. "Diese Typen, die sich eben nicht an Regeln und Gesetze halten, sind spannender zu spielen." Zudem könne er gar keine braven Charaktere geben, berichtete Rohde: "Den netten Nachbarsjungen habe ich nie draufgehabt, da weiß ich bis heute nicht, wie das geht."
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