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9. Oktober 2011, 10:15 Uhr

Guttenberg als TV-Satire

Der Stoff ist wie gemacht für den Film - und soll nun auch einer werden: Fernsehproduzent Nico Hofmann möchte die Guttenberg-Affäre verfilmen. Als Satire. Für die Hauptrolle hat er bereits einen deutschen Filmstar im Blick.

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Den richtigen Riecher für den großen Auftritt: Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und sein bekannter Auftritt in New York auf dem Times Square© Gero Breloer/DPA

Der Filmproduzent Nico Hofmann will im kommenden Jahr Aufstieg und Fall des früheren Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) verfilmen. "Der Film heißt 'Der große Bruder'", sagte der Produzent, der mit Fernsehfilmen wie "Der Tunnel", "Dresden" und "Hindenburg" Erfolge feierte, der "Bild am Sonntag".

Für die Hauptrolle wünscht sich Hofmann, dem die reale Person Guttenberg nach eigener Aussage "sehr sympathisch" ist, den Schauspieler Jan Josef Liefers, mit dem er gerade den Bestseller "Der Turm" von Uwe Tellkamp verfilmt. "Ich brauche einen herausragenden Schauspieler und Komödianten, der auch diesen tänzelnden Guttenberg-Schritt beherrscht", so Hofmann.

Guttenberg noch nicht informiert

Der Produzent, Regisseur und Drehbuchautor hat Guttenberg nach eigenen Angaben noch nicht persönlich über das Projekt informiert, ist aber überzeugt, dass der Politiker "den Film mögen wird". Hofmann schwebt ein Film im Stile der Medien-Satire "Schtonk" vor: "Wir drehen ein bisschen im Helmut-Dietl-Stil. Ein solcher Film geht ja nur im Bereich der humorvollen, satirischen Überhöhung - liebenswert, mit einem völlig eigenen Figurenensemble."

Wegen der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit war zu Guttenberg Anfang März von seinen politischen Ämtern in Deutschland zurückgetreten und mit seiner Familie in die USA gezogen. Dort arbeitet der 39-Jährige nun in einer US-"Denkfabrik".

Guttenberg galt vor der Affäre in Umfragen als der beliebteste deutsche Politiker. Der CSU-Politiker hatte die Plagiatsvorwürfe zunächst als absurd zurückgewiesen. Später sah die Universität in Bayreuth eine vorsätzliche Täuschung als erwiesen an und erkannte ihm den Doktortitel ab.

lea/ono/AFP/DPA
 
 
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