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24. März 2010, 08:14 Uhr

Bleibt Kachelmann in U-Haft?

Heute redet Jörg Kachelmann: Der inhaftierte TV-Wetterexperte hat angekündigt, vor der Staatsanwaltschaft umfassend zu den Vergewaltigungsvorwürfen auszusagen. Zudem prüft ein Richter, ob er in U-Haft bleiben muss.

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Die JVA Mannheim: Hier sitzt Jörg Kachelmann seit Samstag in Untersuchungshaft© Markus Prosswitz

Ein Haftrichter am Amtsgericht Mannheim entscheidet heute, ob der TV-Wetterexperte Jörg Kachelmann vorerst im Gefängnis bleiben muss oder auf freien Fuß kommt. Der 51-jährige Moderator sitzt seit Samstag in Untersuchungshaft. Er soll laut Staatsanwaltschaft seine frühere Lebensgefährtin vergewaltigt haben. Kachelmann bestreitet die Vorwürfe.

Über seine Anwälte ließ er die Anschuldigungen als frei erfunden zurückweisen. "Jörg Kachelmann ist unschuldig. Er hat die ihm vorgeworfene Tat nicht begangen", erklärten sie am Dienstag. Kachelmann setze nun auf die Objektivität der Staatsanwaltschaft und des Gerichts. Er werde sich am Mittwoch bei der Staatsanwaltschaft umfassend zu den Vorwürfen äußern. Eine mediale Schlammschlacht wolle er nicht beginnen, denn hierunter würden alle Beteiligten nur noch zusätzlich zu leiden haben.

Staatsanwaltschaft sieht Fluchtgefahr

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft besteht dringender Tatverdacht. Es lägen genügend Indizien vor, um die Untersuchungshaft rechtfertigen zu können. Die Behörde geht davon aus, dass es bei einer Verurteilung zu einer mehrjährigen Haftstrafe käme. Schon deshalb bestehe Fluchtgefahr. Dass der Schweizer keinen Wohnsitz in Deutschland habe, spiele eher eine untergeordnete Rolle, sagte ein Behördensprecher.

Nach seinen Angaben sollen die Ermittlungen zügig abgeschlossen und die Anklage so schnell wie möglich erhoben werden. Dies sei aber letztlich davon abhängig, wie sich der Moderator verhalte. Könne Kachelmann viele Dinge anführen, die ihn entlasten könnten, würde diesen natürlich zunächst nachgegangen. "Wir warten jetzt ab, was von seiner Seite vorgetragen wird", erklärte der Sprecher.

Nicht genug Platz für eine Einzelzelle

Der Haftprüfungstermin ist nicht öffentlich. Der Richter muss prüfen, ob es ausreichende Gründe dafür gibt, Kachelmann im Gefängnis zu behalten - oder ob er beispielsweise gegen Kaution oder Auflagen rauskommt. Bleibt der Moderator hinter Gittern, kann er beim Landgericht Mannheim Haftbeschwerde einreichen.

Kachelmann sitzt seit Samstag in der JVA Mannheim in Untersuchungshaft. Der Mannheimer Gefängnisleiter Romeo Schüssler sagte, Kachelmann bleibe bis auf weiteres in einer Doppelzelle. "Wir haben derzeit nicht genug Platz, um ihm eine Einzelzelle zu geben."

Nach Olympia klickten die Handschellen

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat Kachelmanns langjährige Freundin ihn wegen Vergewaltigung angezeigt. Anfang Februar soll es zu dem Übergriff gekommen sein. Kachelmanns Unternehmen, der private Wetterdienst meteomedia, hatte am Montag angekündigt, der Firmengründer werde sich juristisch zur Wehr setzten.

Der 51-Jährige war am vergangenen Wochenende am Frankfurter Flughafen festgenommen worden - nach Angaben der Staatsanwaltschaft war es die erste Gelegenheit dafür. Zwar ermittelte die Behörde bereits seit Februar gegen den Moderator. Kachelmann gehörte aber zum ARD-Team bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver. Nach Ende der Winterspiele sei er nicht sofort nach Deutschland zurückgereist, so der Sprecher. Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Kanada klickten die Handschellen.

APN/DPA
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
Administrator (24.03.2010, 08:30 Uhr)
Liebe User,
wir haben an dieser Stelle einige Beiträge gelöscht und schließen die Diskussion nun.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre stern.de-Admins
laketahoe (24.03.2010, 08:29 Uhr)
Bedenklicher Umgang mit Menschen.....
Mir ist der Mann nicht sympathisch. Dies nur vorweg. Aber diesen Umgang mit seiner Person hat er sehr wahrscheinlich nicht verdient. Wie lächerlich, den Wetterfrosch, der während seines Dienstes jeden Tag auf dem Bildschirm zu sehen ist, der langjährige Verträge mit dem Sender hat, wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft zu nehmen. Selbstverstänslich versucht sich hier eine Staatsanwaltschaft und ein Richter zu profilieren. Wie viele Frauen sind in Deutschland schon getötet worden, weil ihr Vergewaltiger weder in Untersuchungshaft kam noch verurteilt wurde.

Zur Kachelmannsache denke ich, dass da gar nichts dran ist. Der Mann ruiniert sich doch nicht mit 51 wie aus heiterem Himmel alles, was er sich bis dahin aufgebaut hat. Und die Frau, wäre sie wirklich seine Freundin der letzten 11 Jahre gewesen, hätte ihn nicht angezeigt. Schon eher versucht, Geld zu bekommen.

Davon abgesehen, ist es unlogisch, dass ein bekannter Mann mit Geld eine Frau zum Sex zwingt, der davor nie gewalttätig war. Männer mit Geld können doch hierzulande gar nicht schnell genug auf den Bäumen sein, so sehr sind Goldfasanenjägerinnen ganz ohne Zwang jederzeit dazu bereit, Sex gegen Ware zu tauschen. Tut mir leid. Ich habe diese Studien nicht zu verantworten, aus denen hervorgeht, dass es selbst in vielen Beziehungen so läuft.

Das Ganze ist wahrscheinlich ein Racheakt einer Abgewiesenen oder Verflossenen Frau.......

An den Fall Andreas Türck erinnern sich bestimmt noch alle. Dem traute man das schon eher zu als dem Herrn Kachelmann. Und am Ende stellte sich heraus, das es gelogen war.

Das Schlimmste daran ist, dass solche Frauen, so diese Frau gelogen hat, den Frauen schaden, die wirklich vergewaltigt wurden.

Und daran, dass eine Vergewaltigung zwischen einem Paar, das eine Beziehung hat / hatte bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung zweifelsfrei festgestellt werden kann, glaube ich nicht.

Kein Gerichtsmediziner kann heutzutage verifizieren, wie der Sex zwischen diesen Menschen im Normalfall läuft....

..... demzufolge hätte es auch sein können, dass Kachelmann oder ein Geschlechtsgenosse nach dem Sex Anzeige wegen Gewaltanwendung erstatten und diese Gewalt mit Kratzern, Abschürfungen und Druckstellen / Hämatomen an den Handgelenken belegen könnten. Dabein wäre es nach Menung vieler Paare nur "ganz normaler Sex" gewesen...

Man sollte bei dieser Sache also auch bedenken, in welchen verrückten Zeiten wir leben .....
Josh67 (23.03.2010, 23:12 Uhr)
Das schlimme ist
das egal ob ers war oder nicht immer etwas hängen bleiben wird.
giangastone (23.03.2010, 18:54 Uhr)
Diskretion unbekannt
Kann die Presse in solchen Fällen nicht einfach das Urteil abwarten bevor ein bisher Unbescholtener öffentlich an den Pranger gestellt wird? Wie soll ein so beschuldigter Mann, selbst wenn seine Unschuld erwiesen wird, jemals wieder öffentlich arbeiten? Vielleicht "hat" er, vielleicht aber wird unsere Justiz nur für persönliche Rache instrumentalisiert... Es gilt doch in Deutschland bis zur Verurteilung die Unschuldsvermutung, oder?
Zorro01 (23.03.2010, 18:53 Uhr)
Tragisch!
Seine Zukunft hat er hinter sich.

Egal, ob an der Sache was dran ist.
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