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17. November 2003, 11:25 Uhr

Wenig Überraschungen bei den American Music Awards

Schaulaufen der amerikanischen Plattenindustrie: Neben zwei Preisen für den kranken Luther Vandross sahnten noch Justin Timberlake und Fleetfood Mac ab. Weitere Preise gingen unter anderem an Missy Elliott, Faith Hill und Linkin Park.

Ashanti performt gewohnt leichtbekleidet© AFP

Neun Monate nach seinem schweren Schlaganfall hat der Soul-Sänger Luther Vandross zwei American Music Awards gewonnen. Die Preise für den 52-Jährigen, der immer noch im Krankenhaus liegt, nahm seine Mutter in der Nacht zum Montag im Shrine Auditorium von Los Angeles entgegen. Zwei Preise bekam auch der Rapper 50 Cents. "Es ist so traurig, dass Luther nicht selbst hier sein kann", sagte Mary Vandross. Ihr Sohn wurde für sein Album "Dance With My Father" sowie als bester Soul- und R&B-Musiker des Jahres ausgezeichnet. Vandross hat in einer Rehabilitationsklinik erst in den letzten Wochen wieder begonnen, zu sprechen und zu gehen.

Zwei Live-Schaltungen nach Deutschland

Zu den Gewinnern von American Music Awards (AMA) gehörten auch Justin Timberlake und die Band Fleetwood Mac, die gegenwärtig in Deutschland auf Tournee sind. Sie erlebten die Entscheidung von Köln sowie Hamburg aus per Video-Schaltung live mit. Timberlake gewann mit seiner CD "Justified" den Preis für das beste Pop-Rock-Album. Im Kaminzimmer eines Kölner Hotels sagte er: "Danke an euch alle in Amerika. Ich habe heimweh, aber dieser Preis entschädigt mich, während ich hier drüben bin."

Altrocker Fleetwood Mac gewannen mit neuer CD

Fleetwood Mac, die seit 37 Jahren im Musikgeschäft sind und deren Alben insgesamt mehr als 100 Millionen Mal verkauft wurden, gewannen mit ihrer neuen CD "Say You Will" den AMA als beste Pop-Rock-Band des Jahres 2003. Die Altrocker setzten sich gegen die jungen Bands Matchbox Twenty und 3 Doors Down durch.

50 Cents vor Eminem

Der schwarze Rap-Musiker 50 Cents siegte vor Eminem, Nelly und Sean Paul. Er wurde bester Rap/HipHop-Musiker des Jahres. Zudem gewann er einen AMA für sein Album "Get Rich or Die Tryin". Auch die HipHop-Musikerin Missy Elliott, die Country-Diva Faith Hill und die Rockband Linkin Park konnten sich über American Music Awards freuen.

Kid Rock wurde Musiker des Jahres

Kid Rock wurde mit dem AMA für den besten Pop-Rock-Musiker des Jahres bedacht. Bei den Damen ging dieser Preis an Jennifer Lopez. Die Isley Brothers wurden beste Soul- und R&B-Band. Preise gab es auch für Celine Dion, Ricky Martin und die Country-Musiker Tim McGraw, Alabama und Toby Keith. Madonna wurde der nach Michael Jackson benannte Titel International Artist of the Year verliehen.

20.000 Fans stimmten ab

Die American Music Awards sind nach den Grammys die begehrtesten US-Musikpreise. Sie werden von der amerikanischen Schallplattenindustrie vergeben. Die Nominierungen beruhen allein auf dem Verkaufserfolg. Allerdings entscheiden über die Sieger rund 20.000 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Fans.

 
 
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