Die acht Jahre alte Tochter des tödlich verunglückten australischen Fernseh-Tierfilmers Steve Irwin soll nun selbst zum Star werden. Ihre eigene TV-Serie ruft Kinderschützer auf den Plan, die offenbar mehr Angst um Bindi haben als ihre Mutter.

Hat offenbar keine Angst um ihre Tochter Bindi (l.): Terri Irwin© Kristian Dowling/Getty Images
Bindi Irwin, Tochter des Krokodiljägers Steve Irwin, ist vom Frühjahr an in der 26-teiligen Serie "Bindi, das Dschungelmädchen" zu sehen, teilte der "Discovery Channel" mit. Das hat am Mittwoch den Chef der australischen Regierungspartei, Bill Heffernan, auf den Plan gerufen, der Kommerz und Ausnutzung wittert. Die Entscheidung lag nach Angaben des Senders bei Irwins Witwe und dem Mädchen selbst.
Steve Irwin war Anfang September bei Unterwasserdreharbeiten vor der australischen Nordostküste von einem Stachelrochen angegriffen worden. Der tödliche Stachel traf ihn mitten ins Herz. Er starb sofort. Irwin war mit seiner Serie "Krokodiljäger" weltweit bekannt geworden. Die Dokumentarserie war auch in Deutschland zu sehen. Sie hatte nach Angaben des Senders weltweit 500 Millionen Zuschauer. "Jedes Kind hat eine Kindheit verdient", sagte Heffernan in einem Interview mit der Zeitung "The Australian". "Hier besteht die Gefahr, dass das Kind ausgebeutet wird."