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Happy Birthday, Caroline! Monacos heimliche First Lady wird 60

Caroline von Monaco feiert. Die Prinzessin und Ehefrau von Ernst-August von Hannover wird 60. Ihre vielen Schicksalsschläge machten sie stark. Heute ist sie die heimliche First Lady des Fürstentums und stiehlt Charlène gerne die Schau.

Carolien von Hannover mit ihre Familie

Strahlender Mittelpunkt: Caroline sieht man ihre 60 Jahre nicht an, wenn sie in Monaco an offiziellen Veranstaltungen teilnimmt, stellt sie Landesmutter Fürstin Charlène mit ihrer Eleganz und ihrem Charisma mühelos in den Schatten, wie hier auf dem "Bal de la Rose du Rocher" 2013 (von links nach rechts: zwei von Carolines Kindern, Charlotte und Pierre Casiraghi, die Jubilarin, Schwägerin Fürstin Charlène und Bruder Fürst Albert).

Caroline Louise Marguerite Grimaldi war die Krönung der Liebe eines Traumpaares, als sie im Januar 1957 das Licht der Welt erblickte: Ihr Vater, Fürst Rainier III. von , hatte die berühmte amerikanische Filmschauspielerin Grace Kelly 1955 kennengelernt, als sie sich während der Dreharbeiten zu dem Hitchcock-Krimi "Über den Dächer von Nizza" an der Côte-d’Azur aufhielt. Das französische Hochglanz-Magazin "Paris Match" hatte die Idee gehabt, den Filmstar bei einem Besuch des monegassischen Fürsten in dessen Palast zu begleiten - als gute PR für beide Seiten. Diese Aktion war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Die Bilder des Treffens gingen um die Welt und kaum ein Jahr später gab es eine Traumhochzeit in der Kathedrale von Monaco.

Das erste Kind des jungen Fürstenpaares war zunächst die Erbprinzessin des kleinen Staates am Mittelmeer, bis im März 1958 der jüngere Bruder Albert geboren wurde. 1965 folgte noch die jüngste Schwester Stéphanie. Alle drei erhielten gute Ausbildungen. Caroline studierte an der Pariser Sorbonne-Universität und machte ihren Abschluss in Philosophie. Bis heute spricht sie fließend Französisch, Englisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch.

Caroline flirtete mit Prinz Charles

In ihrer Jugend tauchte sie gern und häufig ins Pariser Nachtleben ein, flirtete auch mal mit anderen Titelträgern, darunter Prinz Charles, entschied sich aber, kaum 20 geworden, für einen 17 Jahre älteren bürgerlichen Mann, den Banker und Playboy Philippe Junot, und bestand zum Entsetzen ihrer fürstlichen Eltern darauf, ihn zu heiraten. Erwartungsgemäß hielt die nicht sehr lange, zwei Jahre später war Caroline wieder frei, und traf es, nach einigen Kurzbeziehungen wie mit Ingrid Bergmanns Sohn Robertino Rosselini, dann mit ihrem zweiten Ehemann Stefano Casiraghi erheblich besser.

1983 heiratete sie den fast gleichaltrigen Erben einer italienischen Industriellenfamilie und schenkte ihm die drei Kinder Andrea, Charlotte und Pierre. Ein tödlicher Unfall mit Stefanos Speedboot machte dem Glück allerdings nach nur sieben Jahren Eheglück ein viel zu schnelles Ende. Die junge Witwe überstand die schwere Zeit danach wohl vor allem, indem sie sich um ihre kleinen Kinder kümmerte und an der Seite ihres Vaters die Repräsentionspflichten ihrer 1982 ebenfalls bei einem Unfall ums Leben gekommenen Mutter Fürstin Gracia Patricia übernahm.

Karl Lagerfeld ist einer von Carolines engsten Freunden

Auch Lebensfreunde wie Modepapst Karl Lagerfeld standen und stehen ihr bis heute in guten wie in schlechten Tagen bei. "Er zählt so sehr für mich, er ist so präsent. Er ist wie ein Familienmitglied. Er hat mich beeinflusst, bereichert. Die Liste dessen, was er mir vermittelt hat, ist lang", sagt sie kürzlich in einem Interview über ihn. Und Karl der Große konterte prompt: "Sie ist perfekt, einfach perfekt".

Erst fast ein Jahrzehnt nach Casiraghis Tod ging sie wieder eine Ehe ein, ironischerweise mit einem Sprössling des deutschen Hochadels, mit dem ihre Mutter sie schon früher einmal hatte zusammenbringen wollen: Prinz Ernst August, Chef des Hauses . Da der Welfe Abkömmling eines ehemals regierenden deutschen Königshauses und mit der britischen königlichen Familie eng verwandt ist, durfte sie sich fortan nicht nur Durchlaucht, sondern Königliche Hoheit nennen - was ihr bis heute ein fast diebisches Vergnügen bereiten soll, da sie im Rang damit über ihrer nicht allzu sehr geliebten Schwägerin Fürstin Charlène steht.

Sie ist perfekt, einfach perfekt

Offiziell ist Charlène die Fürstin des Kleinstaats, doch die heimliche First Lady heißt Caroline. Nach allgemeiner Ansicht erfüllt die eingeheiratete südafrikanische Leistungsschwimmerin die Pflichten der Landesmutter wenig elegant-charmant, sondern eher gequält-lustlos.

Carolines viertes Kind mit ihrem dritten Mann, Prinzessin Alexandra von , war bereits 1999 zur Welt gekommen; leider waren die Jahre, in denen Ernst August und Caroline als adeliges Powerpaar alle großen Blaublüter-Events in Europa beehrten und die Klatschspalten mit glamourösen Nachrichten füllten, gezählt. Nachdem sich ihr Mann durch diverse, teilweise strafrechtlich verfolgte Ausfälle einen fragwürdigen Ruf erworben hatte, lebte man sich auseinander. Bis heute sind das Oberhaupt des Hauses Hannover und seine Frau aber nicht geschieden und verhalten sich in der Öffentlichkeit weitgehend loyal zueinander.

Caroline ist die strahlende Schönheit Monacos

Im Juli wird man weitersehen, wenn Ernst Augusts älterer Sohn, Ernst August junor, seine Verlobte Ekatarina Malysheva auf dem Familienstammsitz, der Marienburg bei Hannover, heiratet. Caroline wird auf jeden Fall dabei sein, da sie sich mit ihren beiden Stiefsöhnen sehr gut versteht und ihre noch nicht volljährige Tochter Alexandra begleiten möchte. Fraglich ist eher, ob der Vater des Bräutigams die Reise von seinem österreichischen Wohnsitz nach Norddeutschland antreten wird, da er seit Jahren gesundheitlich schwer angeschlagen ist.

Auch ohne Ernst August steht Caroline ihren Mann. Die bald vierfache Großmutter, die sozial sehr engagiert ist, wird am Montag Glückwünsche im Palast entgegen nehmen. Strahlend, schön, natürlich in Chanel gekleidet. Damit beweist Caroline: Sie ist und bleibt die eigentliche und beste Repräsentantin ihrer Heimat Monaco.

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