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Karl Lagerfeld soll Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben

Modemacher Karl Lagerfeld soll 20 Millionen Euro am französischen Fiskus vorbeigeschleust haben. Das berichtet das französische Nachrichtenmagazin "L'Express". Die Ermittlungen gegen den 82-Jährigen laufen.

Karl Lagerfeld

Das Vermögen von Modemacher Karl Lagerfeld wird auf 350 Millionen Euro geschätzt

Der Kreativdirektor des französischen Modehauses Chanel, Karl Lagerfeld, soll einem Medienbericht zufolge mehr als 20 Millionen Euro am französischen Fiskus vorbeigeschleust haben. Diese Summe sei in den vergangenen sechs Jahren zusammengekommen, berichtete das französische Nachrichtenmagazin "L'Express". Gegen den 82-Jährigen laufen demnach Ermittlungen. Das Finanzministerium in Paris wollte die Angaben unter Berufung auf das Steuergeheimnis nicht bestätigen. Auch ein Sprecher Lagerfelds kommentierte den Bericht auf Anfrage nicht.

Die Ermittlungen laufen laut "L'Express" seit 2013. Damals sei Lagerfelds Buchhandlung "7L" überprüft worden, für die wegen eines Defizits von 6,6 Millionen Euro keine Steuern gezahlt worden seien. Zu der Buchhandlung gehöre auch ein Fotostudio mit Sitz in London, von da aus gebe es wiederum Verbindungen unter anderem nach Irland, das in der EU wegen Steuerdumpings in der Kritik steht, und zu den als Steueroase geltenden Virgin Islands in der Karibik.

Lagerfeld arbeitet seit 1983 für das französische Luxushaus Chanel und verantwortet zudem die Entwürfe für sein eigenes Label sowie die der italienischen Marke Fendi. Sein Gesamtvermögen wird auf 350 Millionen Euro geschätzt.

jum/AFP
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