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29. November 2007, 10:24 Uhr

Ihr großer Liebespoker

Chelsy Davy und Kate Middleton geben ihren Freunden, Prinz Harry und Prinz William, eine zweite Chance - aber die Bedingungen diktieren die jungen Frauen. Von Stefanie Richter

Triumph für Kate Middleton und Chelsy Davy: Dass sie mehr können als nur feiern und gut aussehen, haben die beiden Damen hinlänglich bewiesen© Ryan Pierse/Getty Images; MJ Kim/Getty Images

Sie hat alle überrascht. Als Chelsy Davy vor drei Jahren auf der Bildfläche erschien, wurde sie kaum ernst genommen. Jung, blond, drall, feierfreudig - so schien die Millionärstochter aus Simbabwe zwar geeignet, dem englischen Prinzen Harry den Kopf zu verdrehen, aber besonders viel Tiefgang traute man weder ihr noch seinen Gefühlen zu. Ganz anders das Bild heute: Vor einer Woche erst gewährte Chelsy der Nummer drei in der britischen Thronfolge gnädig eine zweite Chance für ihre Beziehung. Zuvor hatte Harry, 23, sie wochenlang mit SMS-Nachrichten und Telefonanrufen bombardiert und gebettelt, ihn zurückzunehmen.

Die jähe Erkenntnis, wie viel sie ihm bedeutet, traf nicht nur den Prinzen. Auch nicht wenige Untertanen sehen die 22-Jährige, die Harry im Oktober wegen seiner Ausschweifungen den Laufpass gegeben hatte, plötzlich mit anderen Augen. Jetzt ist sie es, die nach einer Aussprache in der Londoner Wohnung eines Freundes die Regeln für das Liebescomeback diktiert. Damit erinnert Chelsy an Kate Middleton, die Freundin von Harrys Bruder William, beide 25. Auch hockte, ging sie fast jeden Abend in London auf die Piste, sah blendend aus und ließ sich keinen Kummer anmerken.

William muss sich endlich offiziell zu seiner Freundin bekennen

William gewann sie zurück - jedoch nicht ohne Federn zu lassen. "Kate hätte ihn niemals zurückgenommen, wenn er ihr nicht ernsthafte Versprechungen gemacht hätte. Sie möchte nicht eines Tages 30 sein und feststellen, dass sie ihre Zeit verschwendet hat", zitierte der "Evening Standard" einen Palast-Insider. Wichtigster Punkt: William müsse sich endlich offiziell zu seiner Freundin bekennen. "Er ist in den vergangenen Monaten erwachsener geworden. Er weiß, wenn er mit Kate zusammenbleiben will, kann er sich nicht wie ein Junggeselle auf der Pirsch benehmen." Also versprach William, mehr Zeit mit ihr allein zu verbringen. Im Sommer entführte er sie zum Romantikurlaub auf Rodrigues im Indischen Ozean gehen. Auch Chelsy und Harry schlossen eine Art Liebespakt, als sie sich wieder versöhnten.

Die Regeln diktierte die Südafrikanerin: "Er versprach, die Beziehung in Zukunft ernster zu nehmen", verriet ein Vertrauter dem "Daily Mirror". "Und sie stimmte zu, ihm eine zweite Chance zu geben, wenn er sein Wort hält." Das heißt vor allem: keine anderen Frauen, weniger Alkohol und mehr gemeinsame Wochenenden in Leeds. Schließlich hatte Chelsy selbst einiges aufs Spiel gesetzt, als sie im Sommer von Kapstadt nach England zog, um dort zu studieren. Ein echter Liebesbeweis, bedenkt man, wie kalt, nass und unfreundlich die nordenglische Stadt im Vergleich zu ihrer meist sonnigen Heimat ist. Doch statt seiner Freundin beizustehen, vergnügte sich Harry mit Kumpels vom Militär. Sogar an ihrem Geburtstag ließ er sie allein, um zum Rugby-WM-Finale nach Paris zu fliegen. Als Chelsy dann auch noch SMS-Nachrichten fremder Frauen auf seinem Handy fand, platzte ihr der Kragen.

Ein intaktes Familienleben haben die Prinzen nie kennengelernt

Warum tun sich Harry und William von England bloß so schwer damit, sich fest zu binden? Zugegeben, sie sind beide noch recht jung, aber daran allein scheint es nicht zu liegen. Ein intaktes Familienleben mit Eltern, die einander lieben, haben sie schließlich nie wirklich kennengelernt. In den prägenden Pubertätsjahren verloren sie zudem ihre Mutter, Prinzessin Diana. Noch heute fehlt eine Vertrauensperson, mit der sie Liebesprobleme diskutieren können. Ihr Vater Prinz Charles, 59, hat sich hier nicht als der Kompetenteste erwiesen.

Im Gegensatz zu den Prinzen wirken Chelsy und Kate richtig erwachsen und reif. Durch ihr aufrechtes, selbstbewusstes Verhalten der vergangenen Monate gewannen beide junge Frauen Respekt und Sympathie der Briten und qualifizierten sich auch in den Augen des Hofes als künftige Prinzessinnen. Das Wichtigste: Beide blieben stets diskret. Weder Chelsy noch Kate plauderten gegenüber der Presse Peinlichkeiten aus. Da wundert es auch nicht, dass die meisten Briten eher auf ihrer Seite stehen als auf der der Prinzen.

Am wenigsten trauen sie Harry zu. Zu oft schlug der Rotschopf über die Stränge. Er gilt als unberechenbar; wenn es um Alkohol und schöne Mädchen geht, kann er nur schwer Nein sagen. Ob er die Versprechen, die er seiner Freundin jetzt gab, wirklich einhalten kann, wird sich zeigen. Etwas leichter dürfte Prinz William, der Ältere und Vernünftigere, die Kurve kriegen. "Eigentlich kann er es sich nicht leisten, sich ein weiteres Mal zu trennen, weil ihm dann für den Rest seines Lebens anhaften würde, dass er unzuverlässig ist", meint Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert zu GALA. Dürfen sich die Briten also auf eine baldige Hochzeit im Königshaus freuen? Dass Kate Middleton kürzlich ihren Job als Accessoire-Einkäuferin beim Londoner Modelabel Jigsaw aufgab, werten viele als Zeichen einer bevorstehenden Verlobung. Dem Ansehen der Monarchie würde eine prachtvolle Hochzeit bestimmt guttun. Und dem Image des Prinzen sowieso.

Gefunden in...

Gefunden in... ...der Zeitschrift Gala. Titelthema in der aktuellen Ausgabe (Heft 49): Völlig enthemmt? Stars ohne Tabus.

Von Stefanie Richter
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Albert_Wittine (29.11.2007, 15:45 Uhr)
Wann wird endlich zum Halali geblasen...?
Die "schoene" (naja) Kate Middleton schiesst neuerdings auf wehrlose Hirsche. Und die "schoene" (naja) Chelsy Davy ist "a fag smoking boozer", eine kipperauchende Saeuferin (Zitat aus der englischen Presse), deren Eltern einen Safari-Club fuer Grosswildjaeger leiten. Hoffentlich geraten die Daemchen nicht demnaechst ins Visier militanter Tierschuetzer. Schrecklich dieses "riffraff" (englisch fuer "Gelichter")!
Ich wuerde mich jedenfalls tierisch freuen, wenn wir so etwas wie "Adelsexperten" (was ist das eigentlich fuer eine Art Experte?) in Zukunft nicht mehr benoetigen wuerden.
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