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Streit mit blutigem Ausgang

US-Sänger Chris Brown muss sich nach seiner Prügel-Attacke vor Gericht verantworten. Unterdessen berichten US-Medien einstimmig, dass es sich bei der misshandelten Frau um Browns Freundin Rihanna handelt, die infolge des Streits schwere Verletzungen davon getragen haben soll.

Der Freund von Popstar Rihanna, US-Sänger Chris Brown, 19, muss sich wegen krimineller Drohungen gegen eine Frau vor einem Gericht in Los Angeles verantworten. Der R&B- Sänger soll am 5. März vor einem Richter erscheinen, teilte das Musikmagazin "Rolling Stone" mit. Den Angaben zufolge hatte sich Brown am Sonntag nach einem handgreiflichen Streit mit einer Frau der Polizei gestellt. Er wurde gegen eine Kaution von 50.000 Dollar (38.000 Euro) wieder auf freien Fuß gesetzt.

Zuvor war Brown gemeinsam mit Rihanna auf einer Party gesehen worden. Am Sonntagabend sagten beide kurzfristig ihre Teilnahme an der Grammy-Verleihung ab, obwohl sie für die begehrten Musikpreise nominiert waren und sie laut "Rolling Stone" beide dort auftreten sollten.

Zunächst war unklar, um wen es sich bei der verprügelten Frau handele. Inzwischen berichten mehrere US-Medien jedoch einstimmig, dass Browns Freundin, die Sängerin Rihanna, das Opfer sei. Brown habe sie verprügelt, zitierte die US-Zeitschrift "People" eine Quelle aus dem Bekanntenkreis des Paares. "Blaues Auge, Blut, Kratzer", hieß es. Aus Polizeikreisen verlautete, dass sie zwei große Prellungen auf ihrer Stirn, eine aufgeplatzte Lippe, eine blutende Nase und mehrere Bisswunden an Armen und Fingern hatte.

Rihanna hatte sich zur Behandlung in das Cedars-Sinai Hospital in Los Angeles begeben, soll dieses aber bereits wieder verlassen haben. "Sie halte sich jetzt an einem "sicheren Ort" auf, zitiert "People" die Bekannten. Rihanna habe "laufenden" Kontakt mit den ermittelnden Beamten, berichtete die "Los Angeles Times" unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Polizeiquelle. Laut Internetdienst "E!Online" soll Chris Brown seine Freundin am Hals gepackt und gewürgt haben, bis sie ohnmächtig wurde.

Einem Bericht der "New York Daily News" zufolge kam es zu dem Streit, weil Chris Brown eine SMS von einer anderen Frau bekommen hatte. Andere Quellen berichteten, Brown sei eifersüchtig auf Rihanna gewesen, weil sie in der Nacht vor der Grammy-Verleihung mit Erfolgsproduzent Timbaland auf einer Party gesehen worden sei.

Die für Ende der Woche geplanten Konzerte in Jakarta und in Malaysia hat Rihanna kurzfristig abgesagt. Der Konzertveranstalter in Kuala Lumpur, die Pineapple Concerts, teilte mit, der Auftritt im Rahmen der Tournee "Good Girl Gone Bad" müsse "im Lichte der jüngsten Ereignisse um Rihanna" verschoben werden.

Die Polizei ermittelt nun gegen Brown wegen Verdachts auf Körperverletzung und will den Fall in dieser Woche der Staatsanwaltschaft übergeben. Brown hat den Star-Anwalt Mark Geragos zu seiner Verteidigung angeheuert, berichtete das "Us Magazine". Geragos vertrat auch Michael Jackson in seinem Prozess um Kindesmissbrauch.

Einen geplanten Auftritt bei einer Sportveranstaltung in Phoenix am kommenden Sonntag sagte Chris Brown ab. Ein führender Kaugummi-Hersteller zog einen Werbespot mit Brown aus dem Verkehr. Die "schweren Vorwürfe" gegen Brown seien bedenklich, hieß es in einer Mitteilung der Firma Wrigleys. Auch eine seit Herbst laufende Milch-Reklame soll nun nicht mehr verlängert werden.

Brown hat als Kind häusliche Gewalt erlebt

Brown hatte dem Magazin "Giant" 2007 in einem Interview erzählt, dass er mehrfach zu Hause miterlebt hatte, wie die eigene Mutter von seinem Stiefvater verprügelt wurde. "Er schlug meine Mutter oft, und ich hatte dann immer solche Angst, dass ich in die Hose machen musste." Um sich selbst verteidigen zu können, habe er Martial Arts erlernt, sagte Brown in dem Interview und fügte hinzu, dass er den Stiefvater noch heute hasse.

Der Chefredakteur von "Giant", Emil Wilbekin, sagte MTV, dass häusliche Gewalt von Opfern und Augenzeugen manchmal unfreiwillig als Verhaltensmuster übernommen wird. Die Nachricht über Chris Brown sei vor allem deshalb betrüblich, weil der Sänger "ein Vorbild für viele junge Männer ist und außerdem so viele weibliche Fans hat."

DPA/DPA

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