Paris Hilton und Nicole Richie haben es vorgemacht, jetzt ziehen auch die Viva-Moderatorinnen Gülcan Kamps und Collien Fernandes nach: Für ProSieben zogen sie für drei Wochen auf den Bauernhof. Im Interview mit stern.de verrät Fernandes, wie man Kühe melkt und Gülcan erträgt.

Kühe, zieht die Euter ein - Gülcan und Collien kommen! Für die ProSieben-Doku "Gülcan und Collien ziehen aufs Land" testeten die Viva-Moderatorinnen und Freundinnen drei Wochen lang das Landleben© ProSieben/Oliver S.
Also das ist ganz schön schwer. Wir haben das erst nach zwei Wochen gelernt. Jeder hatte da seine eigene Technik, Oma Anni, Opa Konrad, Konrad Junior und Roswitha. Ich habe sie alle ausprobiert und habe an diesen armen Kühen gezogen wie sonstwas. Nach zwei Wochen kam dann endlich Milch. (An dieser Stelle erklärt Collien stolz ihre Technik, Zeigefinger hier, Euter da und Daumen dort. Wer's ganz genau wissen will muss sich Colliens Euter-Aktion auf ProSieben anschauen)
Viel, sehr sehr viel Geld (lacht). Anders als Gülcan musste man mich erstmal überzeugen.
Es war ihre Idee! Gülcan rief mich irgendwann an und meinte: "Du ich habe eine Wahnsinnsidee, halt dich fest". Da läuteten bei mir schon die Alarmglocken. Als sie dann sagte "Wir ziehen für drei Wochen auf den Bauernhof", dachte ich: niemals! Am Anfang war ich sehr skeptisch. In Gülcans Kopf wächst viel Mist zusammen. Da darf man nicht immer alles so ernst nehmen. Gülcan hat einfach keine Hemmschwelle.
Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Gülcan kommt so manches Mal auf Ideen, bei denen man sich fragt: Wie bitteschön konnte das denn jetzt wieder in ihrem Kopf entstehen? Das gefährliche ist: Wenn Gülcan mal etwas Zeit hat um nachzudenken, kommt nur Blödsinn heraus.
Nachdem auch ProSieben total begeistert von der Idee war und nach diversen Gesprächen dachte ich mir, ich muss diesen Leuten einfach vertrauen. So schlimm wird es schon nicht werden.
In mir? Ich hoffe doch gar nichts! Ich kenne sie ja ein bisschen und ich muss sagen, ich verstehe dieses Phänomen "Paris" überhaupt nicht. Die ist ja noch nicht einmal unterhaltsam. Paris Hilton ist einfach nur wortkarg und blöd...
Es wird lustiger, weil es einfach viel mehr Situationskomik gibt. Bei Paris und Nicole gab es ja eigentlich nur gestellte Situationen.
Wir sind sehr gut befreundet. Ich bin gerne mit Gülcan zusammen. Und das, obwohl wir eigentlich das komplette Gegenteil voneinander sind. Wenn ich etwas schön finde, findet Gülcan es hässlich und umgekehrt. Sie steht zum Beispiel auf geschniegelte Typen, ich mag lieber etwas abgerockte. Gülcan geht in Schnöselclubs, ich in die Panoramabar. Sie hört Scooter, ich höre Rockmusik. Auch die Klamotten: Gülcan rennt mit Glitzerkleidchen und High Heels rum, ich trage lieber Stiefel und bequeme Kleider. Wie könnten unterschiedlicher nicht sein.
Als Gülcan das erste Mal Sebastian mitgebracht hat, dachte ich das kann ja nichts werden, das hält nicht lange. Aber mittlerweile finde ich, dass die beiden ein super Paar sind. Sie ergänzen sich. Da passt einfach alles. Sie sind wie ein altes Ehepaar, als wären sie seit 20 Jahren verheiratet. Sie erinnern mich an meine Eltern.
Ich dachte ja immer, ich könne mit Tieren und Kindern überhaupt nicht. Doch die drei Wochen haben mich was anderes gelehrt. Ich hatte dort einen Riesenspaß mit den Kindern.
Meine Mutter hat mir immer gesagt ich wäre komplett unfähig und würde niemals Kinder kriegen. Und das nur, weil ich bei mir zu Hause keine Pflanze länger als zwei Monate am Leben halten kann. Aber jetzt weiß ich, ich würde sowas ganz gut hinkriegen. Ja, der Aufenthalt hat definitiv meine Muttergefühle geweckt.
Also Gülcan redet wirklich extrem viel und schnell. Auch während der drei Wochen - ohne Pause. Irgendwann habe ich einfach nicht mehr zugehört und meine Ohren zugeklappt. Von Zeit zu Zeit habe ich dann ein "Mmh", "Ja", "Aha" eingeworfen. Und Gülcan merkt das ja auch nicht mal, das ist das Gute. Irgendwann, so zwei bis drei Stunden später, wenn sie's merkt, sagt sie: "Oh Mann, du bist ja genauso wie Sebastian!". Also der scheint es auch nur so auszuhalten...
Interview: Katharina Miklis