. .
Leute - Stars und Promis
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
8. Februar 2010, 20:52 Uhr

Jackson-Leibarzt wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Er war nach dem Tod schnell ins Visier der Ermittler geraten, nun hat die Staatsanwaltschaft in Los Angeles Anklage gegen ihn erhoben: Conrad Murray, der frühere Leibarzt von Michael Jackson, muss sich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten.

Jackson, Michael, Conrad, Murray, Leibarzt, angeklagt, fahrlässige, Tötung

Murray (r.) habe Jacksons Tod durch "ungesetzliches" Verhalten verursacht, so die Anklage© DPA

Im Zusammenhang mit dem Tod von Popstar Michael Jackson hat die Staatsanwaltschaft in Los Angeles Anklage gegen dessen früheren Leibarzt Conrad Murray erhoben. Die Klage laute auf fahrlässige Tötung, teilte das Büro des Distriktstaatsanwalts von Los Angeles am Montag mit. Murray soll dem Popstar am 25. Juni das Narkosemittel Propofol als Schlafhilfe injiziert und damit den Herzstillstand des Stars verursacht haben.

Der Arzt habe sich dabei "ungesetzlich" verhalten, hieß es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft. Da Murray ohne "bösartigen Vorsatz" gehandelt habe, sei von fahrlässiger Tötung auszugehen. Darauf stehen nach kalifornischem Recht bis zu vier Jahre Haft.

"Die Welt fordert Gerechtigkeit für Michael!"

Murray wollte nach Angaben seines Anwalts noch am Montag zu einer Anhörung vor Gericht in Los Angeles erscheinen. Jacksons Eltern Katherine und Joe sowie seine Geschwister Tito und LaToya trafen dort bereits ein. Demonstranten schwenkten vor dem Gebäude Spruchbänder mit Parolen wie "Die Welt fordert Gerechtigkeit für Michael!"

Der Klageerhebung waren siebenmonatige Ermittlungen der Polizei und der Gerichtsmedizin vorangegangen. Murrays Praxen in Las Vegas und Houston wurden in Polizeirazzien durchsucht. Bei der Autopsie von Jacksons sterblichen Überresten war nach Justizangaben eine "tödliche Dosis" von Propofol festgestellt worden. Das Mittel wird in der Medizin zur Narkose vor Operationen eingesetzt und soll nur im Krankenhaus verabreicht werden.

Propofol als Schlafmittel nicht geeignet

Als Schlafmittel ist Propofol laut Experten nicht geeignet. Murray gab in den Verhören nach Justizangaben zu, dem Star auf dessen wiederholte und ausdrückliche Aufforderung Propofol gespritzt zu haben. Jackson litt unter schwerer Schlaflosigkeit, er nahm das gefährliche Mittel als Einschlafhilfe.

Jacksons Familie hatte bereits vor Tagen kritisiert, dass die Klage gegen den Arzt nur auf den relativ schwachen Straftatbestand fahrlässige Tötung lauten solle. Eine Anklage etwa wegen Totschlags würde eine schwerere Strafe nach sich ziehen. Familienanwalt Brian Oxman bezeichnete die Anklage als "Schlag ins Gesicht". Der Arzt hätte dem Star niemals das Narkosemittel geben dürfen, weil "bekannt war, dass Jackson Gefahr lief, durch solche Medikamente zu Tode gebracht zu werden".

AFP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
American Music Awards Der tote King of Pop räumt ab

Es lebe der König! Fast ein halbes Jahr nach seinem Tod hat Michael Jackson bei den American Music Awards vier Preise gewonnen. In den Kategorien Rock/Pop sowie Soul/R&B siegte er sowohl als Sänger als auch für sein Album "Number Ones". "Künstler des Jahres" wurde hingegen eine 19-jährige Schönheit. mehr...

Michael Jacksons Leibarzt Der mysteriöse Dr. Murray

Er bestreitet jede Mitschuld an Michael Jacksons Tod: Dr. Conrad Murray war der Leibarzt und ein enger Vertrauter des "King of Pop". Die Polizei hält ihn bisher für unschuldig - noch. Denn eine weiße Weste hat der Kardiologe aus Tennessee nicht. mehr...

Tod des "King of Pop" Staatsanwalt will Jackson-Leibarzt anklagen

Der Kardiologe Conrad Murray war dabei, als der "King of Pop" starb. Er gab sogar zu, dem alternden Superstar ein starkes Narkosemittel verabreicht zu haben. Jetzt wird gegen ihn Anklage erhoben. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe. mehr...

 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (7/2012)
Unser täglich Fleisch