14. Juni 2012, 09:00 Uhr

Scheidung in trauter Zweisamkeit

Kein Rosenkrieg, keine Vorwürfe, kein Drama: Die US-Schauspieler David Arquette und Courteney Cox lösen ihre zwölfjährige Ehe einvernehmlich auf. Und verzichten sogar auf Anwälte. Von Frank Siering, Los Angeles

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Courteney Cox und David Arquette haben wohl eine der harmonischsten Scheidungen Hollywoods vor sich©

Es muss nicht immer gleich unter die Gürtellinie gehen. Auch in Hollywood können sich Stars dieser Tage noch einvernehmlich trennen. Jüngstes Beispiel: David Arquette und Courteney Cox. Zwölfeinhalb Jahre waren sie einigermaßen glücklich verheiratet, haben eine gemeinsame Tochter. Coco ist heute acht Jahre alt.

Am Dienstag nun reichte Arquette offiziell in Los Angeles die Scheidung ein. Aber nicht, ohne vorher mit seiner Frau darüber gesprochen zu haben. Die willigte ein, sprach sich mit David ab und reichte ihrerseits nur einen Tag später die notwendigen Scheidungsdokumente ein. Bemerkenswert: Weder Arquette noch Cox haben einen Scheidungsanwalt angeheuert. Freunde berichten, dass sie sich beim Ausfüllen der eingereichten Dokumente sogar gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.

Keine Frage, Arquette und Cox sind in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Paar. So trennten sie sich nicht etwa, weil die Liebe erloschen ist. Noch vor Kurzem beteuerte der als extrovertiert geltende Arquette, dass er "Courteney bis ans Ende seiner Tage lieben werde". Und auch der einstige "Friends"-Star Cox gab bis zum Schluss zu, David "noch immer zu lieben". Sie habe nur keine Lust mehr, "ihn ständig bemuttern zu müssen". Arquette hatte immer wieder Probleme mit Alkohol- und Drogenexzessen.

Pure Harmonie in Hollywood

Wie groß das Vertrauen der beiden ineinander tatsächlich noch immer ist, beweist die Tatsache, dass es wohl keinen Ehevertrag gibt - unter Hollywoodpaaren dieser Tage eigentlich eine Pflichtübung. Und so dürfte vor allem David Arquette nach der Scheidung noch reicher sein als zuvor. Das liegt, so rechnet das Klatschportal "TMZ.com" vor, vor allem an den immensen Einnahmen, die Cox mit der Hitserie "Friends" hatte. Nach kalifornischem Recht müssen die dort verdienten Millionen geteilt werden.

Cox soll demnach rund 75 Millionen Dollar schwer sein. Arquette immerhin noch 18 Millionen Dollar. Kein Wunder also, dass der 40-Jährige in den Scheidungsdokumenten keinen Anspruch auf Unterhalt erhebt. Sowohl Courteney als auch David wollen sich auch in Zukunft gemeinsam um Tochter Coco kümmern. Und so bleibt bei der wohl "harmonischsten Scheidung Hollywoods" nur ein kleiner Wermutstropfen: Courteney Cox-Arquette möchte in Zukunft nur noch Courteney Cox heißen. Aber auch diese Forderung hatte sie im Vorfeld mit Noch-Ehemann David abgesprochen.

Das Paar hatte sich übrigens 1995 auf dem Set von "Scream" kennen- und lieben gelernt. Nur gut, dass die Beziehung nicht wie ein Horrorfilm zu enden scheint.

 
 
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