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Prinz Williams ungewollter Geheimnisverrat

Statt für die gewünschte Werbung sorgten sie für eine Sicherheitspanne: Offizielle Fotos von Prinz William bei der Royal Air Force enthielten vertrauliches Material des Verteidigungsministeriums.

Von Julia Kepenek

  Prinz William am Copmuter. Auf diesem Foto musste nachträglich der Bildschirm bearbeitet werden, um geheime Daten unkenntlich zu machen.

Prinz William am Copmuter. Auf diesem Foto musste nachträglich der Bildschirm bearbeitet werden, um geheime Daten unkenntlich zu machen.

Die Bilder waren perfekt. Prinz William, Nummer zwei in der britischen Thronfolge, kocht seinen Kameraden Tee, macht sein Bett selbst und isst in der Kantine. Nahbar, menschlich, sympatisch - so sollte der 30-Jährige auf den Aufnahmen erscheinen, die ein Fotograf des britischen Verteidigungsministeriums schoss. Nun wurden die zehn Fotos für die Londoner Regierung zum Desaster.

Denn auf den Bildern, die auf einer neu lancierten Internsetseite veröffentlicht wurden, ist nicht nur der Prinz in seiner Funktion als Hubschrauberpilot bei der Royal Air Force (RAF) zu sehen. Nein, die Bilddateien enthielten auch vertrauliches Material des britischen Verteidigungsministeriums. Benutzernamen, Passwörter, Strategiepläne - alles sichtbar auf den Fotos oder in den Bildinformationen. Ein simpler Mausklick genügte, um die Daten öffentlich zu machen.

Fotos mussten nachträglich bearbeitet werden

Als der peinliche Patzer im Verteidigungsministerium entdeckt wurde, war es schon zu spät: Die Fotos wurden auf Williams Internetseite veröffentlicht und von diversen britischen Medien verbreitet. Vom Klatschblatt "The Sun" bis hin zum seriösen "Guardian" zeigten alle die Fotos, die eigentlich als PR-Aktion des St James's Palastes gedacht waren, um die neue Internetseite des Prinzen zu bewerben.

Jetzt bemühen sich das Verteidgungsministerium und Williams Büro um Schadensbegrenzung. Eine Sprecherin des Prinzen bestätigte, dass vier der zehn Fotografien ausgetauscht wurden. Darunter ein Motiv, das William am Computer zeigt. Auf dem Bildschirm waren deutlich Strategiepläne zu sehen. Das neue Bild wurde per Photoshop bearbeitet - nun ist der Bildschirm verschwommen.

Jegliche Sicherheitsbedenken wies der St. James's Palast, offizieller Amtssitz des Prinzen, zurück. "Das ist Sache des Verteidigungsministeriums", sagte eine Sprecherin dem "Guardian". In der Tat dürfte der Schaden für die Behörde größer sein als für den Königsspross. In einem offiziellen Statement hieß es: "Aus Sicherheitsgründen wurden die Benutzernamen und Passwörter, die durch die Fotos an die Öffentlichkeit gelangt waren, zurückgesetzt. Wir sind froh, dass die Bilder nun nicht mehr gegen unsere Sicherheitsbestimmungen verstoßen."

William absolvierte als Pilot riskante Einsätze

Prinz William ist seit Januar 2009 im walisischen Angsley stationiert. Damals begann er eine Ausbildung zum Hubschrauberpilot bei der Royal Air Force, die er im September 2010 erfolgreich abschloss. Seitdem absolviert er neben seinen öffentlichen Auftritten mit Ehefrau Catherine immer wieder Einsätze und 24-Stunden-Schichten. Wie jeder andere RAF-Pilot muss William im Notfall seinen Hubschrauber innerhalb von 60 Sekunden erreichen. 2010 brachte er mit seinen Kollegen einen Bergsteiger in Sicherheit, 2011 half er bei der Bergung eines 81 Meter langen Frachters und in diesem Sommer rettete er ein 13-jähriges Mädchen vor dem Ertrinken.

All diese Taten werden vom St. James's Palast meist nur widerwillig kommentiert. Immerhin geht es bei den oft riskanten Einsätzen um das Leben des zukünftigen Königs von England. Dabei machen seine Einsätze William viel nahbarer, menschlicher und sympatischer als jedes Foto. Die peinliche Sicherheitspanne hätte sich das Verteidigungsministerium also glatt sparen können.

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