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Eine bittere Lektion für das Königshaus

Der Tod von Prinzessin Diana hat nicht nur bei ihren Angehörigen und Anhängern Spuren hinterlassen, sondern auch im Verhalten von Queen Elizabeth II. Dies sagte eine Privatsekretärin der Queen dem britischen Fernsehen.

Die überwältigende Trauer in der britischen Bevölkerung nach dem Tod von Prinzessin Diana hat der Königsfamilie seinerzeit "eine herbe Lektion" erteilt. Das sagte die damalige Privatsekretärin von Elizabeth II. dem Sender BBC. Die Königin und ihre Berater hätten 1997 in den Tagen nach Dianas Unfalltod in Paris erfahren, "dass man Trauer zeigen muss", erklärte Mary Francis.

Sie erinnere sich, dass Elizabeth II. und ihr Ehemann Prinz Philip seinerzeit "lange Zeit darüber gesprochen haben, wie die Stimmungslage war und was das Volk dachte", sagte Francis. Sie wurde für eine Dokumentation zum 80. Geburtstag der Königin interviewt. Auszüge der Sendung am Ostersonntagabend veröffentlichte BBC vorab.

Elizabeth II. war im September 1997 in die Kritik geraten, weil sie nach dem Tod von Prinzessin Diana - der "Königin der Herzen" - zunächst nicht aus Schottland nach London zurückkehrte und sich nicht mit einer Ansprache an das Volk wandte. Nur zögerlich willigte die Queen in ein Staatsbegräbnis für die frühere Schwiegertochter ein, die bei dem Unfall zusammen mit ihrem Liebhaber Dodi Fayed umkam.

Als Elizabeth II. schließlich in ihren Amtssitz, den Buckingham- Palast, zurückkehrte, sei die Atmosphäre in der Menge, an der ihr Auto vorbei fuhr, "sehr aggressiv" gewesen, berichtete die Sekretärin. Später sei jedoch die Verbeugung der Königin an Dianas Sarg eine "richtige und wundervolle Geste" gewesen.

DPA/DPA

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