16. November 2011, 16:03 Uhr

Essen wichtiger als Woody Allen

Ausgeglichen und selbstsicher, so kennt man Hollywoodstar Diane Keaton. Ihre dunkle Seite: Zu Beginn ihrer Karriere litt die Schauspielerin an Bulemie. Im stern-Interview gesteht Keaton: Essen war ihr sogar wichtiger als Woody Allen.

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Litt an "krankhafter Esssucht": Diane Keaton

Woody Allen war bekanntlich die erste große Liebe von Hollywood-Star Diane Keaton – aber mehr noch, verrät die 64-Jährige im stern-Interview, liebte sie zu jener Zeit Kentucky Fried Chicken, Käsetorten und Pfannkuchen: alles eimerweise verschlungen und kurz darauf wieder ausgekotzt. "Meine krankhafte Esssucht übertraf meine Leidenschaft für Woody bei weitem", sagt die Oscar-Preisträgerin, die fünf Jahre lang ihre Bulimie geheim hielt – und schließlich von einer Therapeutin geheilt wurde, zu der sie, wer sonst, "Der Stadtneurotiker" geschickt hatte. "Ich liebe Woody immer noch, obwohl er zusammenzucken würde, wenn er das hörte."

Keatons Memoiren erscheinen kommende Woche

In ihren Memoiren "Damals Heute", die kommende Woche auf Deutsch erscheinen, schreibt die sonst eher zurückhaltende Single-Mutter über den einzigen Mann, den sie je heiraten wollte ("Al Pacino wirkte auf mich, als wäre er von Wölfen aufgezogen worden"), ihren Drang ins Rampenlicht ("Ich wollte immer Applaus, ist das nicht erbärmlich?") und ihr ungewöhnliches Familienleben ("Ich renne meistens wie ein kopfloses Huhn durch die Gegend, aber das gefällt mir").

Ihre Erinnerungen widmet Diane Keaton ihrer Mutter, die im Jahr 2008 an Alzheimer gestorben ist und die ihrer ältesten Tochter nicht nur Kreativität, sondern auch den Mut zur Exzentrik mitgegeben hat: "Wenn ich mir als Kind die Haare zwanzig Zentimeter toupieren und weißen Lippenstift und dazu Nahtstrümpfe tragen wollte, sagte meine Mutter: Nur zu, Diane."

ck
 
 
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