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30.000 Euro verzweifelt gesucht

Sieben Monate nach dem Überfall auf Musikproduzent Dieter Bohlen gibt es jetzt widersprüchliche Angaben über die Höhe der Beute. Die beiden Täter sagten aus, sie hätten 30.000 Euro gestohlen - Dieter Bohlen hingegen vermisst 60.000 Euro.

Einen Monat vor dem Prozess um den Raubüberfall auf den Musikproduzenten Dieter Bohlen bleibt die Frage nach der Höhe der Beute ein Rätsel. Bohlen gibt weiter die Höhe mit 60.000 Euro an. Die angeklagten jungen Männer beharren auf der Hälfte der Summe.

Die "Bild"-Zeitung zitierte in ihrer Dienstagausgabe Bohlen mit den Worten: "Es waren 60.000 Euro. Bei der Versicherung waren sowieso nur 10.000 Euro versichert. Warum sollte ich mehr angeben? Was diese Kriminellen sagen, interessiert mich nicht."

Der elfseitigen Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Bochum ist zu entnehmen, dass Bohlen den Räubern ein Bündel mit 500-Euro-Scheinen im Gesamtwert von 20.000 Euro und ein weiteres mit 100-Euro-Scheinen im Wert von 10.000 Euro übergeben haben soll.

Der Prozess startet am 30. August. "Als Zeugen sind auch Bohlens Freundin Carina (23), die Haushälterin und der Gärtner geladen", sagte am Dienstag der stellvertretende Sprecher am Landgericht Bochum, Thorsten Wienecke. Insgesamt sollen 16 Zeugen aussagen. Der 53-Jährige wird am zweiten Prozesstag am 3. September vor der auswärtigen Kammer des Bochumer Landgerichts in Recklinghausen dazu Stellung nehmen können. Ob die Kammer aber die Klärung dieser Frage in den Vordergrund stellt, ist ungewiss.

Bei dem Überfall auf Bohlens Villa in Tötensen südlich von Hamburg im vergangenen Dezember hatte sich das damals 17 und 18 Jahre alte Duo aus Recklinghausen mit Waffengewalt Zutritt verschafft. Laut Anklageschrift hatten sie 30.000 Euro Bargeld aus dem Tresor mitgenommen und die Handtasche mit 300 Euro von Bohlens Freundin. Die Pistole war eine Schreckschusswaffe. Das Geld wollen die finanzschwachen jungen Männer ausgegeben haben. Die Angeklagten warten zurzeit in der Jugendstrafanstalt Iserlohn auf den Prozess. Dem Duo droht nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine mehrjährige Haftstrafe.

DPA/DPA

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