Startseite

Jamie Oliver nennt Landsleute Weicheier

Starkoch Jamie Oliver provoziert seine britischen Jungköche: Ihre eingewanderten Kollegen seien nicht so weinerlich wie sie. Nun hagelt es Kritik - aus dem ganzen Land.

  Jamie Oliver erwartet von seinen britischen Jungköchen mehr Engagement - und keinen Entschuldigungsanruf von Mutti

Jamie Oliver erwartet von seinen britischen Jungköchen mehr Engagement - und keinen Entschuldigungsanruf von Mutti

Das muss Jamie Oliver erstmal einer nachmachen: Binnen eines "Radio Times"-Interviews provoziert der berühmte Fernsehkoch an zwei Fronten und wird damit zum heiß diskutierten Thema in sämtlichen britischen Medien. Zuerst hat der berühmte Engländer die Wut der nicht kochenden Briten auf sich gezogen: Er hatte seine Landsleute kritisiert, in einer modernen Falle der Armut gefangen zu sein. Sie versorgten sich und ihre Familien mit minderwertigem Fertigessen, hängten sich aber riesige Fernseher an die Wand. Ein sizilianischer Straßenkehrer dagegen koche aus 25 Muscheln, zehn Kirschtomaten und einer Packung Nudeln das erstaunlichste Gericht selbst. Es hagelte Proteste.

Direkt im Anschluss ätzt der Fernsehstar gegen die kochenden Briten. In seinen mehr als 30 Restaurants beschäftigt der 38-Jährige rund 350 Köche. Doch nicht mit allen ist er zufrieden. "Ich habe nie jemanden gesehen, der so feucht hinter den Ohren ist wie britische Kids. Mich rufen Mamis für ihre 23-Jährigen an und entschuldigen sie mit den Worten: 'Mein Sohn ist zu müde.' Nach einer 48-Stunden-Woche! Darf ich mal laut lachen?"

"Ohne Immigranten könnte ich dichtmachen"

Der Selfmademan, dessen Imperium 150 Millionen britische Pfund schwer ist, sagt von sich, er habe als junger Mann 80 bis 100 Stunden pro Woche gearbeitet. Das sei normal gewesen. Durch die EU-Regularien betrüge die Arbeitszeit nun nur noch 48 Stunden, die Hälfte seiner eigenen Arbeitszeit damals. "Und sie jammern immer noch!"

Oliver geht sogar noch einen Schritt weiter. "Ich glaube, meine immigrierten europäischen Freunde sind viel belastbarer, viel tougher. Wenn wir sie nicht hätten, könnte ich all meine Restaurants morgen dichtmachen. Es gäbe keine Briten, die sie ersetzen könnten." Von sich selbst erzählt er, dass er bereits mit 13 Jahren 15 Stunden täglich in dem Pub seines Vaters gearbeitet habe.

Auf Olivers Facebook-Seite reagieren die (nun wohl ehemaligen) Fans. "Ich werde deine Restaurants nicht mehr besuchen, Jamie, deine Kommentare zu britischen Arbeitern sind beleidigend und nicht wahr", schreibt User Dave W. an die Pinnwand. Valerie B.B. sieht's politisch: "Er wird viele Fans verlieren mit seinen Tory-Bemerkungen!" Der Arbeitersohn ist mit seinen konservativen Äußerungen in den Fettnapf getreten. Da wird ganz schnell vergessen, dass Oliver mit seiner Aufklärungskampagne über das ungesunde britische Schulessen der Labour-Regierung das Versprechen abgerungen hat, 280 Millionen zusätzliche Pfund dafür bereitzustellen. Von seinem weiteren sozialen Engagement ganz zu schweigen.

bal

Weitere Themen

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools