Jennifer Lopez ist laut Forbes der "Top-Celebrity" und hat damit Lady Gaga den Titel abgenommen. Bei der Bewertung analysierte das Magazin erstmals auch die sozialen Netzwerke. Von Frank Siering, Los Angeles
Einmal im Jahr stellt das Forbes-Magazin seine "Celebrity 100 List" vor. Der Top-Promi in diesem Jahr heißt Jennifer Lopez. Die alleinerziehende Mama hat damit Lady Gaga vom Podium gestürzt. Die Konkurrentin stand im vergangenen Jahr noch ganz oben auf dem Promi-Treppchen. Die Kriterien, die Forbes für die Zusammenstellung der Celebrity-Rangliste heranzieht, sind zum einen das vorsteuerliche Einkommen und die wesentlich subjektivere Einschätzung von Ruhm, Medienpräsenz und Beliebtheit über einen Zeitraum von einem Jahr.
Dahinter versteckt sich unter anderem, wie oft der Promi im TV und in den Online-Medien auftrat, in welchen Filmen er zu sehen war und - das ist neu - wie groß seine Social Media Gefolgschaft ist.
All diese Attribute in Erwägung gezogen, scheint die 42-jährige Lopez tatsächlich ein gutes Jahr gehabt zu haben. Nach Schätzungen von Forbes setzte das Lopez-Imperium rund 52 Millionen Dollar um in den vergangenen zwölf Monaten. Und schon längst ist sie nicht mehr nur eine Sängerin, sondern ein "Marketing-Brand", der sich aus diversen Einzelteilen zusammensetzt.
Als Jurorin von "American Idol" hat sich J.Lo zu einer beliebten TV-Persönlichkeit im US-Fernsehen entwickelt, auch wenn sie jetzt gerade angekündigt hat, in der nächsten Saison eventuell nicht in die Sendung zurückkehren zu wollen. Branchenkenner deuten das allerdings nur als geschickte Verhandlungstaktik von Lopez.
Damit aber nicht genug. Auch hat es die Mama von Zwillingen geschafft, fast ununterbrochen in den Entertainment-Nachrichten aufzutauchen. Da spricht sie über ihren neuen Film "What to expect when expecting", stellt ein neues Musikvideo oder eine italienische Automarke vor, spricht über ihren Ex-Mann Marc Anthony oder über ihren derzeitigen Boyfriend Casper Smart. "Jennifer Lopez ist eine brilliante Entertainerin und Selbstdarstellerin", meint auch Idol-Kollege Ryan Seacrest.
Auf Platz zwei der Forbes-Liste landete in diesem Jahr Oprah Winfrey. Sie verdiente zwar weitaus mehr als Lopez (geschätzte 165 Millionen Dollar), aber ihre Beliebtheit und Präsenz in den Medien litt genauso wie ihr eigenes Network OWN.
Justin Bieber kam laut Forbes auf Platz drei. Der "Mogul-Trainee" ist zwar erst 18 Jahre alt, aber spülte laut Forbes in den letzten zwölf Monaten satte 55 Millionen Dollar in die eigenen Kassen. Wahrlich kein schlechtes Taschengeld für einen Teenager.
Rihanna und Lady Gaga landeten auf den Plätzen vier und fünf. Und auch die Reality-Stars Kim und Chloe Kardashian (Kim mit 18 Millionen Dollar Umsatz auf Platz sieben, Chloe mit immerhin elf Millionen Dollar auf Platz 73) schafften es ebenfalls in die Rangliste.
Das Scheidungen nicht immer nur negative Auswirkungen haben, zeigte auch das erstmalige Auftauchen von Ashton Kutcher auf der Forbes-Liste. Der Ex-Mann von Demi Moore schummelte sich mit umgesetzten 24 Millionen Dollar auf Platz 51. Und dürfte nach der Verlängerung seines Vertrages für die Show "Two and a half Men" dort sicherlich auch im nächsten Jahr wieder zu finden sein.