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22. April 2007, 11:20 Uhr

Prinz Harry soll im Irak entführt werden

Wochen vor seinem Militäreinsatz im Irak, planen islamistische Aufständische Prinz Harry zu entführen. Dazu seien bereits Bilder von Harry an Milizen verteilt worden, berichtet "The Observer". Ein Kommandeur der berüchtigten Mahdi-Armee sagte: "Mit Harry werden wir generös umgehen".

Sechs Monate lang soll Prinz Harry im Irak stationiert werden - auf seinen eigenen Wunsch hin© Chris Radburn/DPA

Prinz Harry mit Stahlhelm und Tarnfarbe im Gesicht. Prinz Harry betrunken. Prinz Harry in Ausgehuniform. "Sein Gesicht", sagt Abu Samir, Anführer der radikal-islamischen Gruppierung Thar- Allah (Rache Gottes), "kennen unsere Leute schon besser als das von Fußballern wie Zidane oder Ronaldinho." Etliche Bilder des Prinzen hätten Aufständische im Irak aus dem Internet heruntergeladen und massenweise verteilt, berichtete die Londoner Sonntagszeitung "The Observer". Sobald der 22-jährige Leutnant Ende Mai im Irak ankomme, werde Jagd auf ihn gemacht.

Armee: Irak-Einsatz Harrys "sehr gefährlich"

"Wo immer sie ihn hinstecken, wird er Feuer auf sich ziehen und auf alle, die mit ihm zusammen sind", zitierte die Zeitung einen hohen Armeeoffizier, der bereits drei Einsätze in der südirakischen Hafenstadt Basra hinter sich hat. Jedem in den Streitkräften sei klar, dass der Enkelsohn der britischen Königin Elizabeth II. zur "bevorzugten Schießscheibe" werde.

Auch offiziell räumt die Armee ein, dass der Irak-Einsatz des Mitglieds der königlichen Familie "sehr gefährlich ist". Doch erst jetzt scheint das ganze Ausmaß des Risikos deutlich zu werden - nicht nur für den jungen Blaublütigen, sondern auch für die britische Politik. Die Geiselnahme von 15 britischen Marinesoldaten, die vor Ostern unblutig, aber mit einem peinlichen Propagandasieg für Teheran zu Ende ging, hat Aufständische und Terroristen aller Coleur im Irak zusätzlich motiviert.

Harry drohte mit Ausstieg aus der Armee

"Mit Harry werden wir generös umgehen", prahlte Abu Zaid, ein Kommandeur der berüchtigten Mahdi-Armee, vor Reportern. "Wir werden ihn seiner Großmutter zurückgeben, aber ohne Ohren." Laut Zaid erwarten sämtliche Kämpfer seiner schiitischen Parteimiliz im Süden des Irak die Nummer drei der britischen Thronfolge mit angehaltenem Atem. "Sie wissen, dass der Prinz ihr Hauptziel ist, und sie werden ihn ins Visier nehmen und angreifen."

"Wir gehen davon aus, dass sie seinen Skalp als eine medienwirksame Trophäe haben möchten", sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Doch ein Zurück scheint es für die Militärführung und die Regierung vorerst nicht zu geben. "Ich werde nicht im Trockenen auf meinem Hintern sitzen, während meine Kameraden draußen für ihr Land kämpfen", hatte der Prinz vor einigen Monaten verkündet und sogar gedroht, den Dienst in den Streitkräften zu quittieren, sollte ihm der Irak-Einsatz versagt bleiben.

Mahdi-Armee: Prinz Harry soll lieber dem Beispiel seiner Mutter folgen

Harrys Bruder William (24) sieht seinen derzeitigen Dienst in der Armee nur als Durchgangsstation. Für ihn als künftigen König war ein Kampfeinsatz nie im Gespräch. Doch Harry könnte sich als Berufsoffizier nur um den Preis eines erheblichen Ansehensverlustes für die britische Monarchie drücken. Schließlich hatte sein Großvater, Queen-Gatte Prinz Philip, im Zweiten Weltkrieg gedient. Und Onkel Prinz Andrew hielt im Falklandkrieg den Union Jack hoch.

So hat der Prinz, der ab Ende Mai in der südirakischen Provinz Maisan eine mit leichten Panzern vom Typ "Scimitar" ausgestatteten Truppe von Aufklärern kommandieren soll, für alle Seiten im Irak- Konflikt enorme propagandistische Bedeutung. Die Extremisten der Gruppe "Rache Gottes" vergleichen ihn bereits mit dem britischen Oberstleutnant Gerard Leachman. Dieser reiste einst als Spion durch Arabien und wurde 1920 in der irakischen Stadt Falludscha getötet. Prinz Harry "sollte lieber dem Beispiel seiner Mutter Diana folgen und gegen seine imperialistische Familie rebellieren statt als Kreuzritter hierher zu kommen", tönte Abu Ahmed, ein anderer Kommandeur der Mahdi-Armee. "Sonst wird sein Blut in unserer Wüste versickern."

Thomas Burmeister/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
Pamela_1971 (23.04.2007, 12:48 Uhr)
Shadrakh
Na wenn Sie schon DEMOKRATISCH so groß schreiben, dann wissen Sie sicherlich auch, dass eine DEMOKRATISCHE Mehrheit der Iraker (51%, und sogar 94% der Sunniten) den militanten Kampf gegen die britischen Besatzungstruppen ausdrücklich befürwortet. Eine satte DEMOKRATISCHE Mehrheit von 82% der Iraker hat keinerlei Vertrauen zu den fremden Truppen. Übrigens: eine DEMOKRATISCHE Mehrheit von 51% (!) der Iraker hat noch nicht einmal Vertrauen zur eigenen Regierung.
Das heißt: Auch und gerade unter "demokratischen" Gesichtspunkten hat Prinz Harry dort unten nicht das allergeringste verloren. Denn die große demokratische Mehrheit der Iraker will ihn nicht da unten. Und sein geradezu fanatisches Drängeln darum, sich endlich an diesem Krieg beteiligen und im Irak Menschen töten zu dürfen, dürfte deshalb im Irak als weitere Provokation empfunden werden, und in der ohnehin schon aufgeheizten Stimmung im Land noch zusätzliches Öl ins Feuer gießen. So ein Verhalten ist einfach völlig verantwortungslos...
042020 (23.04.2007, 11:02 Uhr)
GMATHOL
Feiwillig gemeldet, nun bin ich aber noch mehr stolz auf den Prinz.
psychopatischer morder, bist du aber schon eine kranke person ?
"you would not make a pimple on a real Mans ass"
gmathol (23.04.2007, 06:03 Uhr)
Kleiner Nachtrag...
Harry wurde nicht in den Iraq versetzt wie hier einige behaupten, sondern er hat sich freiwillig gemeldet!
Lesen bringt Information.
gmathol (23.04.2007, 06:01 Uhr)
Der kleine Prinz - oder einfach nur ...
...ein psychopathischer Moerder, der es sich nicht entgehen lassen will mit seiner Kriegsverbrecher-Truppe auf echte Menschen zu schiessen.
Solche Taten werden in Grossbritannien mit Gefaengnis bestraft - es sei denn man begeht sie im Iraq oder Afghanistan.
042020 (23.04.2007, 00:27 Uhr)
Shadrakh/Pamela
Shadrakh, man hast du schon immer recht.bin froh das es im lieben "D"
auch noch leute gibt die das richting sehen.Danke.
Pamela, niemand bleidigt dich,du siehst die welt durch eine rosa brille.
oder "keep your head in the sand"
"Anonymitat" B/S. kannst jederzeit meine addresse haben oder mich auch besuchen.Kannst eben ein bischen warheit nicht vertragen.
Lebe nicht sehr weit weg von G.W.
Shadrakh (22.04.2007, 22:55 Uhr)
@Pamela
Im englischen sagen wir you are talking out of your "rear end" und das ist die hoefliche Form. England ist zur Zeit auf Wunsch der DEMOKRATISCH gewaehlten Regierung des Irak und eines UN Mandats im Irak. Und wenn man den Verlautbarungen dieser demokratisch gewaehlten Regierung mehr glaubt wie den islamistischen Faschisten die Irak ins Mittelalter bombardieren moechten dann tuen die amerikanischen und englischen Truppen einen guten Job. Und eines koennen sie mir glauben wir lassen uns weder von Terroristen noch von andernen Nato (partner????) Laendern bestimmen lassen wie wir demokratischen Bestrebungen im Irak unterstuetzen. Gott Sei Dank gibt es Politiker wie George Bush und Tony Blair die erkennen das Osama und islamistischer Extremismus Vorort und nicht in den Vororten der zivilisierten Welt bekaempft werden muss.
Pamela_1971 (22.04.2007, 19:06 Uhr)
Sinnlose Beleidigungen
Was soll das denn? Hier glaubt wohl jemand, hinter seiner Anonymität andere Menschen hemmungslos beleidigen zu können? -- Davon abgesehen: warum sollte ich in den Irak? Ich vertrete doch (ganz im Gegenteil) gerade die Meinung, dass wir (Europäer) im Irak gar nichts verloren haben. Weder ich, noch Prinz Harry, noch sonstwer.
042020 (22.04.2007, 15:19 Uhr)
und
Pamela, bist eine Frau, los in den Irag, dan kannst dich hinter einem
dreckigen tuch vestecken.
bist ein Mann, kannst dich in die luft jagen dan bekommst 72 unschuldige Madchen im Himmel.
what a deal ?
042020 (22.04.2007, 15:14 Uhr)
pamela
glaube es ware da beste du wurdest nach Iraq etc ziehen. glaube du passt nicht in den westen mit unserem leben.
wie du schreibst ist mal wieder
beweis das du einem land der
Hosenscheisser zugehorst.
1918/1945 ?
Pamela_1971 (22.04.2007, 14:59 Uhr)
Unsinn...
... das ist kein Befehl, dem der arme Prinz halt wohl oder übel gehorchen muss. Ganz im Gegenteil: wenn er nicht unbedingt wollte, müsste er gar nicht in den Irak. Aber er selbst hat sich darum regelrecht gedrängt, an diesem rechtswidrigen Überfall teilzunehmen, wie auch folgender Stern-Bericht zeigt: "Der Prinz hatte schon mehrfach betont, er wolle an vorderster Front kämpfen und seine Einheit bei einer Verlegung in den Irak anführen. Der 22-Jährige soll sogar mit einem Austritt aus der Armee gedroht haben, sollte ihm dieser Wunsch verwehrt werden". (Quelle: http://www.stern.de/lifestyle/leute/583199.html ). Also, nix da Befehlsnotstand und armer Prinz... ER ist derjenige, der die Armee dazu gebracht hat, ihn da hin zu schicken. Und wer freiwillig in den Krieg zieht, ein fremdes Land überfällt und besetzt, und dann dort von der gegnerischen Kriegspartei festgenommen wird, ist ganz bestimmt kein unschuldiges Opfer einer "Entführung", sondern in allererster Linie einmal TÄTER.
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