30. April 2012, 08:24 Uhr

Was lief zwischen dem King of Pop und Houston?

Der ehemalige Bodyguard von Michael Jackson behauptet, Whitney Houston und der King of Pop seien ein Liebespaar gewesen. Und er will wissen, dass Jackson zeitweise von antisemitischer Propaganda eingenommen war. Von Frank Siering, Los Angeles

Michael Jackson, Whitney Houston, Affäre, Gerüchte, Hollywood, Bodyguard

Michael Jacksons ehemaliger Leibwächter behauptet, der King of Pop und Whitney Houston hätten Anfang der neunziger Jahre eine heiße Affäre gehabt©

Die Nachricht schwappte am Wochenende von London via Facebook und Twitter nach Hollywood. Und sorgte auch in Los Angeles kurzfristig für Aufsehen. Matt Fiddes, der einstige Leibwächter von Michael Jackson behauptet, der King of Pop und Whitney Houston seien ein Liebespaar gewesen. Ein Statement, das unwidersprochen bleiben wird. Denn sowohl Jackson wie auch Houston sind bekanntlich tot und können den Äußerungen von Fiddes nicht richtigstellen.

Der einstige Bodyguard, der sich selbst als "enge Vertrauensperson" von Jackson bis kurz vor dessen Tod 2009 bezeichnet, behauptet in einem Interview mit der Londoner Zeitung "Sun", Jackson und Houton hätten 1991 eine heftige, aber kurze Affäre gehabt. Michael Jackson, so Fiddes, wollte Houston demnach sogar heiraten. Fiddes wörtlich: "Whitney zog praktisch für eine gewisse Zeit ganz auf die Ranch von Michael. Das Paar hatte eine heiße Affäre. Und Michael hat mir später gesagt, dass er davon träumte, Whitney irgendwann einmal zu heiraten."

Aus der Hochzeit wurde bekanntlich nichts. Mehr noch: Nach zwei Wochen war das Tech­tel­mech­tel schon wieder vorbei. Ob es Houstons Drogenmissbrauch oder das hektische Leben der beide Superstars war, die die Liebe zum Erkalten brachte, bleibt bis heute ungeklärt. Aber Fiddes erinnert sich daran, dass Michael Jackson Whitney Houston mehrfach angefleht hatte, endlich mit den Drogen aufzuhören.

Wer ist der Vater von "Blanket"?

Fiddes, der eine Karateschule betreibt, behauptet in dem Interview weiter, er und nicht der King of Pop sei der Vater von "Blanket". Im Jackson-Clan heißt es hingegen, der Karatelehrer sei nur auf Geld aus. Die Mutter von Blanket ist bis heute nicht bekannt. Blanket, der eigentlich "Prince Michael II" heißt, wurde am 21. Februar 2002 im Grossmont Hospital in La Mesa, Kalfiornien, geboren.

Fiddes behauptet außerdem, Jackson habe unter Magersucht gelitten, und sei kurz vor seinem Tod fasziniert gewesen von Nazi-Propaganda. Ein enger Vertrauter von Jackson, so Fiddes, habe "Michael mit antisemitischer Propaganda vollgestopft". Doch dieser "Berater" sei schnell entfernt worden, und "Michael konnte auf den rechten Weg zurückgebracht werden", so Fiddes weiter.

Fragwürdige Glaubwürdigkeit

Klingt ziemlich durchgeknallt und lässt berechtigte Zweifel an der Glaubwürdigkeit des ehemaligen Bodyguards aufkommen. Der Verdacht liegt nahe, dass Fiddes jetzt, da Jackson keine Gegendarstellungen mehr fordern kann, selbst ein bisschen Promi-Luft schnuppernwill.

Immerhin hat er nach dem Interview bereits diverse Einladungen in Talkshows und Radiosender ergattert. Inzwischen träumt Fiddes sogar von einen möglichen Buchdeal in den USA. Und auch einen Film über "den echten Michael Jackson" könnte sich der Kampfsportler vorstellen, der einst den Regenschirm des King of Pop halten durfte.

Bleibt abzuwarten, ob die "15 Minuten im Scheinwerferlicht" tatsächlich für eine solche Medienoffensive reichen. Oder ob die Statements des Leibwächters schnell wieder verblassen.

 
 
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