HOME

Gwyneth Paltrows dreiste Wellness-Konferenz

Überteuerte Kosmetik, fragwürdige Experten und zwischendurch kurz an den Tropf: Gwyneth Paltrow hat zu einem Gesundheits-Gipfel im Namen ihrer Lifestyle-Marke "Goop" geladen. Vermutlich merkten weder sie noch die Fans, wie dreist das Ganze war.

Gwyneth Paltrow

Gwyneth Paltrow will sich verstärkt auf "Goop" konzentrieren

weiß, wie sie zu Geld kommt: Die selbsternannte Gesundheits- und Wellness-Expertin hat zu einer Konferenz ihrer Lifestyle-Marke "Goop" geladen - und dafür 500 bis 1500 Dollar Eintritt kassiert. Die Gäste bekamen auf dem Event in Los Angeles genau das absurde Programm geliefert, das zu erwarten war.

Zahlreiche amerikanische Medien berichten von langen Schlangen vor Angeboten wie "Aura-Fotografie" oder "Edelstein-Zuordnung", wer wollte konnte sich unter eine Sauerstoffmaske setzen oder  - ja, wirklich! - kurz Flüssigkeitszufuhr an einem Tropf bekommen. Und natürlich gab es überall Produkte aus Paltrows berühmt-berüchtigtem "Goop"-Universum zu kaufen.

Paltrow blamiert sich seit Jahren mit "Goop"

Dass sich "Goop" bereits seit fast zehn Jahren hält, ist eigentlich erstaunlich. Denn von Anfang an wurde Paltrow für die realitätsfernen Beiträge und Kaufempfehlungen auf der Website kritisiert und belächelt. Kaum ein Jahr verging, ohne dass es die Schauspielerin mit einem Mini-Skandal in die Schlagzeilen schaffte. Etwa, weil sie über die Vorzüge eines Vaginal-Damfbads schwärmte ("Unglaublich sauber!") und damit Gynäkologen entsetzte. Oder wenn sie eine 120-Dollar-Zahnpasta als Weihnachtsgeschenk empfahl. Unvergessen ist natürlich auch ihr Artikel zur Trennung von ihrem Ehemann Chris Martin. Der Coldplay-Sänger und sie ließen sich nämlich nicht schnöde scheiden, sondern sie haben sich "bewusst entpaart". Dazu ließ sie einen Experten zu Wort kommen, der die Wellness-Trennung pseudo-wissenschaftlich erklärte.


Von denen mangelte es auch auf der Konferenz nicht. Ein besonders fragwürdiger Spezialist verkündete in einem Vortrag beispielsweise, dass Tiere keinen Krebs bekommen und dass Menschen keine Tomaten, Kartoffeln und Paprika essen sollten. Paltrow selbst lud sich zu einer Talkrunde Promi-Freundinnen wie Miranda Kerr und Cameron Diaz ein. Fragen waren in der Runde nicht erlaubt. Die Promi-Damen tauschten sich unter anderem über Gesichtsbehandlungen mit Blutegeln aus. Dazwischen gab es Grünkohl-Eis und vegane Donuts.

Alles in allem ein ziemlich dünnes Programm für den teuren Preis - doch die zirka 500 Tickets waren im Nu ausverkauft, eine weitere Konferenz ist in New York geplant. Kein Wunder, dass Paltrow kürzlich ankündigte, in der Schauspielerei kürzer treten zu wollen, um sich ganz auf "Goop" zu konzentrieren.

sst

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools