21. Mai 2010, 10:09 Uhr

Lindsay Lohan zahlt 100.000 Dollar Kaution

Weil sie einen Gerichtstermin in Los Angeles verpasste, erließ eine Richterin einen Haftbefehl gegen Schauspielerin Lindsay Lohan. Die nutzte ihren Promi-Status und kaufte sich für viel Geld frei.

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Nach der Zahlung von 100.000 Dollar wurde der Haftbefehl gegen Lindsay Lohan aufgehoben©

Schauspielerin Lindsay Lohan kommt bei ihrer Rückkehr nach Kalifornien um eine Festnahme herum. Die Alkoholsünderin, die eine Bewährungsstrafe verbüßt, hatte am Donnerstag einen Gerichtstermin in Los Angeles verpasst und sich damit einen Haftbefehl eingehandelt. Noch am gleichen Tag hinterlegten Lohans Mitarbeiter eine Anzahlung auf 100.000 Dollar Kaution, die eine Richterin in Beverly Hills gefordert hatte. "Sie (Lohan) wird nicht in Haft genommen, wenn sie in die USA zurückkehrt", bestätigte Polizeisprecher Steve Whitmore der "Los Angeles Times". Der Haftbefehl sei wieder aufgehoben.

Lohan, die sich in den letzten Tagen bei den Filmfestspielen in Cannes vergnügte, hatte ihr Fehlen bei der gerichtlichen Anhörung in Los Angeles mit dem Verschwinden ihres Reisepasses entschuldigt. "Sie hat den Diebstahl bei der Polizei angezeigt", sagte ihre Anwältin Shawn Chapman Holley dem Sender ABC. "Sie will aber so früh wie möglich heimfliegen."

Richterin Marsha Revel rügte Lohans wiederholtes Fehlen und Zuspätkommen vor Gericht und schrieb einen Haftbefehl aus. Bei der nächsten Anhörung wolle sie prüfen, ob die Schauspielerin gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen hat, berichteten US-Medien. Anwältin Holley räumte laut "Tmz.com" ein, dass Lohan nicht alle erforderlichen Kurse besucht habe. Revel verdonnerte die Schauspielerin dazu, ab sofort keinen Alkohol anzurühren, einen Überwachungsdetektor zu tragen und sich Drogentests zu unterziehen. Lohan verursachte 2007 unter Alkoholeinfluss einen Unfall und beging anschließend Fahrerflucht. Seitdem verbüßt die 23-Jährige eine Bewährungsstrafe.

DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
quakenderfrosch (21.05.2010, 21:41 Uhr)
Schon in Ordnung
Der deutsche Fernsehzuschauer beteiligt sich doch gerne an den Gerichtskosten . Der ein oder andere Auftritt - wetten dass .... so die Kohle schnell wieder reinkommt ?

Warum berichtet der 'Stern' nicht einmal ähnlich umfassend über deutsche Justizopfer - die in den Fängen einer korrupten Justiz schuldlos hinter Gittern schmoren oder um ihre Existenz gebracht werden ? Anlaß sollte es doch genug geben, oder sind andere Zeitungen da weiter ?
tobix (21.05.2010, 12:11 Uhr)
Sonderbehandlung?
Ist das wirklich eine Sonderbehandlung?

"Die nutzte jedoch ihren Promi-Status und kaufte sich für viel Geld frei."
Das provoziert natürlich Kommentare wie die von officevoice1965.

Allerdings ist eine Kaution ein Pfand (freikaufen trifft also nicht zu) und mich würde interessieren, was in den USA das übliche Vorgehen beim Versäumen eines Gerichtstermins ist. Ohne die Info kann man sich hier beliebig im luftleeren Raum aufregen...
Administrator (21.05.2010, 11:26 Uhr)
@officevoice1965
Kein Grund, ausfallend zu werden. Sie müssen das ja nciht gut finden, können das aber sicher auch sachlicher sagen.
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