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"Passiert nicht nur in Hollywood": Heidi Klum äußert sich zum Weinstein-Skandal

Jahrelang hat Heidi Klum mit Harvey Weinstein zusammengearbeitet, seine Firma produziert ihre US-Show "Project Runway". Jetzt äußerte sie sich geschockt zu den Vorwürfen - und deutet an, dass es in der Model-Branche ähnlich zugeht.

Es ist einer ihren größten Erfolge: Für die amerikanische TV-Show "Project Runway" hat Heidi Klum schon einem Emmy gewonnen, die Mode-Sendung bekam sogar den renommierten Peabody Award verliehen.  Produziert wird "Project Runway" seit 2012 von der Firma von Harvey Weinstein - klar, dass auch Klum eng mit dem  Hollywood-Mogul zusammenarbeitete. Jetzt äußerte sich die 44-Jährige erstmals zu den schweren Vorwürfen, die gegen Weinstein erhoben wurden.

"Ich bewundere diese mutigen Frauen, die ihre Geschichten öffentlich machen, denn Veränderung gibt es nur, wenn ein Dialog entsteht und die Leute zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Klum dem Magazin "People". Die "New York Times" hatte in der vergangenen Woche zuerst berichtet, dass mehrere Frauen Weinstein sexuelle Belästigung vorwerfen. Er soll außerdem in mehreren Fälle eine Art Schweigegeld an Frauen gezahlt haben, darunter der Schauspielerin Rose McGowan. Sie wirft dem Filmproduzenten mittlerweile öffentlich vor, sie vergewaltigt zu haben. Der "New Yorker" berichtete später von mehreren Vergewaltigungs-Vorwürfen.

Auch Heidi Klum fühlte sich schon von Männern bedroht

"Ich wünschte, ich könnte sagen, dass diese schrecklichen Geschichten, die ich über Harvey Weinstein gelesen habe, in unserer Gesellschaft eine rare Ausnahme sind, aber das ist einfach nicht wahr. Es wäre naiv, zu glauben, dass so ein Verhalten nur in Hollywood stattfindet", sagte Klum außerdem. Und sie deutete an, dass auch sie aus ihrer Karriere zweifelhaftes Verhalten von Männern kennt. 

"Das ist nur ein Beispiel dafür, wie schlecht Frauen überall auf der Welt behandelt werden. Ich glaube, es ist schwierig, eine Frau zu finden - mich eingeschlossen - ,die noch nie erlebt hat, dass ein Mann sie aufgrund seiner Macht, seiner Position oder seiner körperlichen Überlegenheit bedroht oder einschüchtert."

Die Polizei in New York hat mittlerweile angekündigt, dass sie Ermittlungen gegen Harvey Weinstein einleiten wird.


sst

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