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13. Mai 2008, 11:07 Uhr

Hochzeit in der Reha-Klinik

Er ist 78 und hat Deutschland 16 Jahre lang regiert. Nun hat Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl seine Lebensgefährtin Maike Richter geheiratet. "Wir sind sehr glücklich", ließen die beiden verlauten.

Helmut Kohl gemeinsam mit Maike Richter auf dem Weltjugendtag in Köln (Archiv)© Frank Augstein/AP

Altbundeskanzler Helmut Kohl hat seine Lebensgefährtin Maike Richter geheiratet. Das teilte Kohls Büro in Berlin am Dienstag mit. Den Angaben zufolge fand die Hochzeit am vergangenen Donnerstag, den 8. Mai, im engsten Freundeskreis in Heidelberg statt. In der offiziellen Mitteilung hieß es: "Sie erklären dazu: 'Wir sind sehr glücklich.'"

Kohls erste Frau Hannelore hatte sich im Juli 2001 aus Verzweiflung über ihre Lichtallergie das Leben genommen. Der CDU-Politiker Kohl war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler. Der 78 Jahre alte Exkanzler und seine 44-jährige Lebensgefährtin, die jetzt Maike Kohl-Richter heißt, wurden standesamtlich und nach katholischem Ritus in der Heidelberger Rehabilitationsklinik getraut, in der sich Kohl zurzeit aufhält, wie sein Büro auf Anfrage ergänzte. Kohl kuriert eine Operation nach einem Schädel-Hirn-Trauma aus, das er sich bei einem Sturz zugezogen hatte. Zuvor war er an beiden Knien operiert worden. Sein Büroleiter Ulrich Pohlmann sagte, es gehe Kohl immer besser. Er werde aber, um kein Risiko einzugehen, noch eine Weile in der Klinik bleiben. Wann er wieder in sein Berliner Büro zurückkehre, sei noch offen.

Gut gelaunt in der Klinik

Die Hochzeit war vor knapp vier Wochen erstmals angekündigt worden. Kohl war zum letzten Mal im November öffentlich aufgetreten, als er den dritten Teil seiner Memoiren vorstellte. Obwohl er bereits da schlecht zu Fuß war - "ich kann mich kaum bewegen und warte auf eine Operation in acht Tagen" - war er gut gelaunt. Der vierte Band wird mit Spannung erwartet. Dieser wird wahrscheinlich die Spendenaffäre behandeln, die 1999 Stück für Stück ans Licht kam und in deren Folge Kohls Ruf als "Kanzler der Einheit" schwer beschädigt wurde - so schwer, dass er im Januar 2000 den CDU-Ehrenvorsitz abgeben musste.

Richter war offiziell erstmals bei der Feier zu Kohls 75. Geburtstag im Deutschen Historischen Museum Mitte April 2005 an der Seite des Politikers aufgetreten. Kennengelernt haben sich beide offenbar im Bonner Kanzleramt, wo Richter von 1994 bis 1998 als Beamtin in der Wirtschaftsabteilung arbeitete. Als 1998 Gerhard Schröder die Bundestagswahl gewann und Kohl ablöste, wechselte die Siegerländerin zum damaligen Finanzexperten der Unionsfraktion, Friedrich Merz. Doch als der sich gegen Kohl stellte, sei sie gegangen, berichtete die "Bild am Sonntag".

Treffen bei einer Flasche Mosel-Riesling

Wie sich Richter und Kohl in Berlin wieder begegneten, schilderte der Kolumnist Martin S. Lambeck in der "Bild am Sonntag". Irgendwann habe die junge Frau dem Altkanzler Bücher zum Signieren vorbei gebracht. "Da traf ich sie zufällig bei Helmut Kohl bei einer Flasche Mosel-Riesling in dessen Büro Unter den Linden wieder(...). Wahrscheinlich ohne zu ahnen, was sich später einmal daraus ergeben würde, lebte der alte Kanzler in der Gegenwart der jungen Frau sichtbar auf." Nachdem die Beziehung offiziell war, begleitete Richter ihren Lebensgefährten bei vielen Terminen. Sie kam mit Kohl zum Frankfurter Opernball 2006 und vertrat den damals gerade frisch am Knie operierten Altkanzler sogar offiziell bei einer Gala der Konrad-Adenauer-Stiftung zum 50. Jahrestag der Europäischen Union.

AP

 
 
KOMMENTARE (10 von 26)
 
sportartmakler (14.05.2008, 08:19 Uhr)
@manesse
sag mal, hast du für mich auch noch so ne schicke rosa brille? vulgäre neidhammel? kein urteil anmaßen? bitte, ich brauche so ne brille.
manesse (13.05.2008, 21:27 Uhr)
Wenn man
die Kommentare hier so liest, muss man zu der Überzeugung gelangen, dass das deutsche Volk vornehmlich aus vulgären Neidhammeln besteht. Ich habe Kohl nie gewählt und ich kann ihn auch nicht leiden. Dennoch maße ich mir kein Urteil über seine neue Ehe an. Ich jedenfalls wünsche ihm und seiner neuen Frau Glück - und vor allem Gesundheit, damit die beiden noch lange Freude aneinander haben können.
heiner5362 (13.05.2008, 18:28 Uhr)
witwenrente geht nicht, ABER
das BBG sieht vor dass eine ehe mindestens ein jahr bestehen muss und eben ohne heimtücke ob versorgung geschlossen wird.
dat klappt schon mal nicht, aber die parteischranzen werden auch das noch hinbiegen.
die frau, die mit gerade 44 lenzen einem greis zudiensten ist wie auch immer rechnet und weiss in diesem falle, dass da etliche schweizer und liechtensteiner konten darauf warten geplündert zu werden.
der bimbes des kohl dürfte sich exorbitant verzinst haben.
geschützt durch alte seilschaften wird da auch nicht wegen schmiergeldern ermittelt :)
und madam schluckt die kröte, im wahrsten sinne des wortes, um sich selbst ein auskömmliches leben nach dem ableben des gespons zu gönnen.
die witwenrentensperre gilt nicht fürs erbrecht !!!
mal sehen, wann er mal wieder "die treppe runter fällt".
der kann weder noch kontrolliert bewegungen ausführen bzw. klar denken, der verfall hat ja schon in seiner aktiven zeit rapide zugenommen.
aber eines ging immer :
fett kohle schwarz einfahren, schwarz wie die partei.
sei es ihm gegönnt dem gockel mit 78 jahren, dass er jetzt ausgenommen wird.
seine frau dreht sich im grab. garantiert.
aber wer ein ganzes volk beschissen hat gehört selbst beschissen.
mal sehen ob die kinder klagen werden.
weil : der gehörte schon zu amtszeiten entmündigt.
Malimernst (13.05.2008, 17:32 Uhr)
Unglaublich!
Dieser Mensch ist
1. Pfälzer (sagt alles! Fragen sie die Badener, Hessen , Saarländer und Nordrheinwestfalen)
2. Günstling (oder besser Kopf?) des Verrats (Genscher schenkt für seinen eigenen Machterhalt Kohl das Kanzleramt)
3. Versager (In seiner Amtszeit Abwärtwsentwicklung der BRD (hätte die Wahl verloren! Schon vergessen?) und gröbste Fehler in der Zusammenführung der beiden Staaten (Politisch, finanzpolitisch, soziologisch, psychologisch)
4. Despot (Parteibeherrschung ohne Widerspruchsduldung)
5. Unverdienter Felix ( Die Wende. Herbeigeführt ohne sein Wissen, sein Zutun)
6. Schwachkopf (Versprach "Blühende Landschaften" in fünf Jahren)
7. Gesetzloser (Verstieß gegen das Grundgesetz. Und das als Kanzler!!!)
8. Ethisch-Moralischer Zwerg (Behandlung seiner Frau)
Herzlichen Glückwunsch!
Tacker (13.05.2008, 16:47 Uhr)
nun gut.....
....manche frauen schrecken einfach vor nichts zurück.....
Mule (13.05.2008, 16:38 Uhr)
Stern?????
STERN, was ist mit Ihnen, daß Sie eine so "wichtige" Angelegenheit nicht mehr vorne auf die Erste Seite in fetten Lettern abdrucken?? Ist Ihnen diese Sache inzwischen auch schon unangenehm - daß sich junge Menschen durch Heirat fette Witwenrenten ergattern???????
guinness.1 (13.05.2008, 15:59 Uhr)
Ich wünsche der neuen Frau Kohl.....
...daß ihr Mann 100 Jahre alt wird, sodaß das Hauptziel dieser Ehe (siehe Vorkommentare) möglichst spät erreicht wird und der Weg bis dahin steinig und mühsam ist.
sportartmakler (13.05.2008, 15:24 Uhr)
@sirdimius - wenn dem so ist
wären wir wohl zu vorschnell gewesen, eine witwenrente hätte sich erledigt oder glaubt jemand dass viagra alles stemmt??
sportartmakler (13.05.2008, 15:21 Uhr)
@prinzessinalbert
dass wir vorm krieg ein land waren ist ihrem kleingeist wohl entgangen? einfach nur nervig
SirDidimus (13.05.2008, 15:18 Uhr)
Versorgungsehe
habe soeben folgende erklärung zu diesem thema gefunden. klingt logisch - ob es richtig ist, könnte mal der stern klären. das wäre nämlich nicht nur efekthascherei, sondern auch mal objektiv...
Bestand die Ehe zum Zeitpunkt des Ablebens des Versorgungsempfängers weniger als ein Jahr oder wurde erst nach dem 65. Geburtstag des
Versorgungsempfängers geschlossen und ist kinderlos geblieben, so wird regelmäßig von einer Versorgungsehe ausgegangen, was zur Verwei-
gerung einer Leistung an die Witwe führt.
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