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Wolfgang Niersbach ist designierter DFB-Präsident. Er will den größten Sportverband der Welt als allürenfreier Mannschaftsspieler führen - und sich vielfach von Theo Zwanziger abgrenzen.
Dumme Sprüche, kuriose Prämien und scheele Blicke: Es war nicht leicht, Frauenfußball in Deutschland zu etablieren. Ein Rückblick.
Als Kind war der DFB für mich ein mysteriöses Gebilde. Was sich dahinter verbarg konnte ich genauso wenig erkennen wie die Augen hinter der getönten Brille von DFB-Präsident Hermann Neuberger. Der DFB war so undurchschaubar wie die DDR – und irgendwie mochte ich beide nicht. In den 80ern wurde aus der vagen Antipathie eine feste Meinung. Der Fußball der deutschen Nationalmannschaft wirkte altbacken und so präsentierte sich auch der DFB. Verkörpert von sehr ernsten Herren, die so gar nicht zu der Dynamik des Fußballs passten. Deutschlands Fußballfunktionäre funktionierten, aber sonst machten sie nicht viel. 1992 wurde Egidius Braun Nachfolger von Hermann Neuberger, und man wurde mit den Verschwörungstheorien von Berti Vogts, Erich Ribbecks Taktik und Uli Stielikes Kleidungsstil konfrontiert. Dann kam Gerhard Mayer-Vorfelder, über ihn und seine Art freute sich zumindest jeder Satiriker. Um so erstaunlicher war dann der Wandel, der mit Theo Zwanziger, Jürgen Klinsmann und Jogi Löw einsetzte. Auf einmal gab sich der DFB modern und innovativ. Die WM 2006 bleibt trotz einiger Mängel in bester Erinnerung und man entwickelte nicht nur für den eingeschlagenen Reformkurs sondern sogar für Oliver Bierhoff Sympathien. Doch nun verwandelt sich der DFB scheinbar wieder zurück. Jogi Löw versucht sich mit öffentlichkeitswirksamer, harter Hand aber wenig Gespür gegen vermeintlich aufmüpfige Nationalspieler. Und während ihm dieses Gehabe so gut wie eine Micky Maus-Krawatte steht, zeigt DFB-Präsident Zwanziger wie man Souveränität vermissen lässt und sich mit diesem Mangel viele Feinde macht. Zwanziger fühlt sich durch den Sportjournalisten Jens Weinreich diffamiert, verklagt ihn, doch zwei Gerichte geben Weinreich Recht, und der DFB kontert mit einer sehr fragwürdigen Pressemitteilung. Den ganzen Sachverhalt kann man hier nachlesen , er wird auch ausgiebig im Internet diskutiert. Mir ist bei dem Vorfall meine Kindheit eingefallen – als ich den DFB mit der DDR in einen Topf geworfen hab. www.footage-magazin.de
Theo Zwanziger galt lange als Gutmensch des deutschen Sports, als Anwalt der Entrechteten und Geknechteten. Auch im Fall Amerell schlug sich der DFB-Präsident auf die Seite der vermeintlichen Opfer. Doch immer dann, wenn er persönlich angegriffen wird, zeigt sich Zwanzigers zweites Gesicht.
Der Torhüter wirbelte vor 20 Jahren mit seinem Skandalbuch "Anpfiff" die Fußballwelt auf. Daraufhin flog er aus der Nationalmannschaft und musste später auch den 1. FC Köln verlassen
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