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1. Dezember 2009, 12:53 Uhr

Kaution fehlt - Polanski bleibt im Gefängnis

Obwohl er schon seit Tagen in sein Luxus-Chalet zurückkehren dürfte, schmort Roman Polanski weiter im Bezirksgefängnis im schweizerischen Winterthur. Der Grund hierfür ist überraschend: Der Starregisseur hat es noch nicht geschafft, die geforderte Kaution aufzubringen.

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In den USA droht dem polnischen Filmregisseur Roman Polanski eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren© Michael Urban/DDP

Weil er die Kaution von umgerechnet drei Millionen Euro noch nicht gezahlt hat, sitzt Starregisseur Roman Polanski weiter im Bezirksgefängnis im schweizerischen Winterthur. Erst wenn das Geld hinterlegt sei, könne der 76-Jährige in den Hausarrest in sein Chalet im Prominentenort Gstaad entlassen werden, bestätigte das Bundesamt für Justiz am Dienstag.

Polanski war am 26. September bei der Anreise zum Filmfestival in Zürich verhaftet und auf Ersuchen der USA in Auslieferungshaft genommen worden. Ihm wird vorgeworfen, 1977 in den USA eine 13- Jährige vergewaltigt zu haben. Einer Strafe hatte sich der Regisseur, der auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, durch Flucht entzogen.

Polanski erhält elektronische Fußfessel

Das Geld für die Kaution soll nach Medienberichten über die Verpfändung von Polanskis Wohnung in Paris aufgebracht werden. Es werde wohl Ende der Woche werden, bis Polanski in sein elektronisch gesichertes Haus gebracht werden könne, hieß es in Bern. Dort soll er dann auf den Ausgang des Auslieferungsverfahrens warten. Eine elektronische Fußfessel werde Polanski erst bei dessen Ankunft in seinem Chalet angelegt, sagte ein Justizsprecher.

Das Schweizer Bundesstrafgericht hatte vergangene Woche nach einer Haftbeschwerde entschieden, Polanski gegen Kaution und Hinterlegung seiner Papiere in die elektronisch überwachte Freiheit zu entlassen. Dagegen hatte das Justizministerium keinen Einspruch mehr eingelegt, obwohl angeblich weiter Fluchtgefahr besteht. Dem Cineasten droht in den USA eine Höchststrafe von zwei Jahren.

Seit Tagen harren vor dem Chalet etwa zwei Dutzend Medienvertreter aus aller Welt aus. Sie wollen die Ankunft des Starregisseurs nicht verpassen.

DPA
 
 
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