. .
Leute - Stars und Promis
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
21. April 2008, 10:14 Uhr

"Dieser Film macht Angst"

Comeback für Agent Mulder: David Duchovny kehrt als Alien-Jäger zurück auf die Leinwand. Im stern.de-Interview spricht der "Akte X"-Star über Außerirdische in Malibu und den Versuch, die einstige Kult-Serie zum Leinwand-Franchise auszubauen.

Stehen für den neuen Akte-X-Film wieder gemeinsam als Mulder und Scully vor der Kamera: David Duchovny und Gillian Anderson© Diyah Pera/AP/Fox

Eine ganze Generation war geschockt, als die "X-Files", in Deutschland besser bekannt als "Akte X", nach 200 Sendungen 2002 eingestellt wurde. Kein Agent Mulder mehr, kein Agent Scully. Keine Jagd nach Außerirdischen. E.T. konnte plötzlich wieder unbeobachtet durch die Gesetzesmaschen schlüpfen. Nun feiern die "X-Files" ihr Comeback, und zwar nicht im TV, sondern im Kino. Es ist bereits der zweite Versuch: Floppte die erste Kinoversion noch an der Kinokasse, so hofft Regisseur Chris Carter, dass die neue Filmversion ein echter Hit wird. Mit dabei: David Duchovny als Mulder.

Herr Duchovny, warum gerade jetzt ein Comeback als Agent Mulder?

Ich brauchte das Geld (lacht). Nein, es war immer mein Begehren, noch einmal in diese Rolle zu schlüpfen. Es war für mich eine natürliche Entwicklung, den Typen auf der Kinoleinwand weiterzuentwickeln. Wäre es nach mir gegangen, dann hätten wir schon viel früher mit diesem Film anfangen können.

Was können Sie uns denn über den neuen "X-Files"-Film verraten? Nicht viel, das ist ja gerade die Tragik. Ich gebe Interviews zu einem Projekt, über das ich nicht wirklich sprechen darf. Gehört diese Taktik zum Marketing dazu, um das Mysterium um diesen Streifen ein bisschen aufzupeppen? Das müssen Sie mit Regisseur Chris Carter besprechen. Ich kann im Moment nur verraten, dass der Film zu den Ursprüngen der Serie zurückkehrt. Der Film macht Angst und ist sehr furchterregend.

Wie war es für Sie, noch einmal in die Haut von Fox Mulder zu schlüpfen? Es war schon ein bisschen anders. Ich hatte Angst, dass ich viel älter aussehe als früher. Und deshalb wollte ich auch, dass Mulder ein bisschen erwachsener, ein bisschen reifer wirkt. Dieser Typ hat jede Schlacht, die er jemals gekämpft hat, verloren. Das hinterlässt Spuren. Und diese Spuren wollte ich sichtbar machen. Was mögen Sie an Mulder besonders gern? Er ist ein Typ, der nicht aufgibt. Seine Heldentat für mich ist, dass er fest daran glaubt, irgendwann einmal die wirkliche Wahrheit zu entdecken. Nun einmal raus mit der Sprache, glauben Sie eigentlich an Außerirdische? Ich wohne in Malibu, das ist voll von Außerirdischen (lacht). Nun, im Ernst: Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir die einzigen Lebewesen in diesem Universum sind. Das ist schon ein bisschen anmaßend, finden Sie nicht?

Warum glauben Sie, sind die "X-Files" so beliebt gewesen? Ich glaube, das hängt mit der Suche nach dem heiligen Gral zusammen. Mit der Jagd nach der ewigen Frage, ob wir nun wirklich allein sind, oder ob da draußen noch irgendwer ist. Wir beschäftigen uns mit der Frage nach dem ewigen Leben. Das findet jeder spannend. Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod? Ich denke nicht viel über mein Leben nach dem Tod nach. Ich habe so meine Vorstellungen, wie es aussehen könnte. Aber das behalte ich lieber für mich. Wie war es denn, nach so vielen Jahren wieder mit Gillian Anderson vor der Kamera zu stehen? Ich habe kein Wort verstanden von dem, was sie gesagt hat. Sie lebt ja jetzt in England und hat auch einen britischen Akzent. Nein, ich mache nur Witze. Gillian ist prima. Es war einer der Glanzpunkte für mich, mal wieder mit ihr zusammenzuarbeiten. Wir haben das, was man "instant chemistry" nennt. Wir ticken einfach ganz ähnlich.

Wir haben schon einige Bilder vom Set gesehen. Sie haben in Kanada im Schnee gedreht. Wie war das? Kalt (lacht). Es war ein sehr anstrengender Dreh. Vieles wurde in der Nacht aufgenommen, vieles draußen im Schnee. Ich habe schon einfachere Jobs gehabt. Dieser zählt nicht dazu. Hoffen Sie, dass der Film zum Serienschlager wird? Absolut. Ich habe nichts dagegen, noch ein paar Mal Agent Mulder zu spielen. Aber das hängt davon ab, wie der Streifen von den Fans angenommen wird.

Wir sehen Sie selten im Kino dieser Tage. Sind Sie wählerischer geworden in der Auswahl Ihrer Projekte? Ja, da ist sicher was dran. Ich bin sehr wählerisch. Und ich führe ja auch ein sehr erfülltes Leben außerhalb der Filmwelt. Spüren Sie heute noch denselben Drive, den Sie am Anfang Ihrer Karriere verspürt haben? Sicher, absolut - als Autor, Regisseur und als Schauspieler. Meine Motivation rührt aus dem Beckett-Zitat, das da geht: "Scheitere noch einmal, aber scheitere besser." Da ist was dran. Wir alle scheitern in der Schauspielerei, die Performance ist niemals ganz perfekt, aber wir stehen wieder auf und versuchen beim nächsten Mal weniger mies zu scheitern. Das ist bei mir nicht anders. Was hält Sie als Schauspieler heute noch bei der Stange? Eine gesunde Mischung aus Ego, Unsicherheit und Desillusion. Auf der anderen Seite ist es der Wunsch, dem Publikum nah zu sein und mich selbst auszudrücken. Ich bin ein Mensch, der wahrscheinlich nichts anderes wirklich gut kann. Deshalb zieht es mich ständig zur Schauspielerei zurück.

Interview: Frank Siering

Voraussichtlicher Kinostart in Deutschland für den zweiten Akte-X-Film ist der 24. Juli 2008.

 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
tagora-sagittara (30.09.2008, 00:20 Uhr)
Von "Akte X"....
gabs oder gibts einen Kinofilm??... is ja en Ding,...war mir jetzt so nicht bewust.
XShipper (24.04.2008, 01:04 Uhr)
"Akte X - Der Film" war doch kein Flop!!!
DANKE für den Artikel!!!
Aber ... wenn ein Film gleich in der ersten Woche Platz 1 der deutschen Kinocharts einnimmt und dann mehrere Wochen in den Top 10 bleibt, verstehe ich nicht, wie man so einen Streifen als FLOP bezeichnen kann.
Klar, "THE X FILE - FIGHT THE FUTURE" ist keine Spiderman-Verfilmung, aber allein am ersten Wochenende ($30,1) hat er in den USA soviel eingespielt wie "DER SOLDAT JAMES RYAN" ($30,6) oder "UNBREAKABLE" ($30,3).
Wenn Sie also der Meinung sind, "Akte X - Der Film" (weltweit $189.2) war ein Flop, dürfte für Sie auch "Stadt der Engel" (weltweit $198.7) einer sein.
Den Fans hat der er sehr gefallen, so freuen wir uns allesamt auch auf "THE X FILES - I WANT TO BELIEVE", wenn das nächste Abenteuer von Mulder und Scully am 24.07. diesen Sommer weltweit in die Kinos kommt ...
... und hoffentlich mit der Synchronstimme von Benjamin Völz als Fox Mulder, oh oh!
www.voelzpetition.de.vu
JulianeK (23.04.2008, 17:06 Uhr)
"Akte X-der Film" - kein Flop!
Erstmal vielen Dank an Herrn Siering für das Interview mit Herrn Duchovny.
Ich hätte jedoch etwas zu bemängeln: Im Artikel steht, dass der erste Film gefloppt sein. Das ist so nicht richtig. Der Film hat ca. 65 Mio. $ gekostet. Eingespielt hat er knapp 190 Mio $. Selbst wenn FOX für das Marketing noch einmal 65 Mio $ ausgegeben haben sollte, bleibt unter dem Strich immer noch ein satter Gewinn von 60 Mio $. Merchandise-Einnahmen rund um den Film sind da noch nicht mal mit drin.
Und auch künstlerisch kann man nicht von einem Flop reden. Viele namenhaften Filmkritiker haben den Film als gut oder sehr gut bewertet und die Serie lief nach dem Film noch ganze vier Jahre weiter. Aus vielen Gelegenheitszuschauern wurde durch "Akte X - Der Film" Fans der Serie.
Ich freue mich auf jeden Fall, "Mulder" und "Scully" nach 10 Jahren endlich wieder im Kino bewundern zu dürfen.
MEHR ZUM ARTIKEL
"Akte X" Letzte Worte in Roswell

Achteinhalb Jahre lang ermittelten die FBI-Agenten Mulder und Scully in Sachen "Akte X". Nun läuft die allerletzte Folge und die Wahrheit wird enthüllt. Oder zumindest so viel davon, dass es noch für einen Kinofilm reicht. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft