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27. Juli 2007, 06:30 Uhr

Ein Tag im kaputten Leben der Britney S.

Mit einem fulminanten Interview für das "Ok Magazine" wollte Sängerin Britney Spears ihre Wiederauferstehung feiern. Doch stattdessen trafen die schockierten Redakteure einen Star, der am Boden liegt. Von Tina Olszewski

Sie ist in letzter Zeit öfter aus dem Gleichgewicht geraten - jetzt verlor Britney Spears bei einem Interview erneut die Kontrolle© action press/X 17

Das amerikanische "OK Magazine" lud Britney Spears (25) zum Interview. Dem ersten nach ihrem Zusammenbruch und dem Aufenthalt in einem Rehabilitationszentrum. Eine Million Dollar ließ sich das Celebrity-Blatt das Gespräch kosten. Schließlich sollte Britney aufs Titelblatt. Dafür wurden die besten Stylisten, ein Make-up-Artist und ein Fotograf bestellt. Sie sollten die Sängerin im neuen Glanz erstrahlen lassen. Doch es kam alles anders.

Zunächst erschien der ehemalige Superstar eine Stunde zu spät. Im Schlepptau hatte Britney nicht nur ihren neuen Terrier-Welpen London, sondern auch eine ganze Entourage von Freundinnen, einen Bodyguard und ihre Assistentin Shannon Funk. Und nur Shannon Funk sowie die Freundinnen durften ran an Make-up und Perücke. Denn seit Britney ihren Schopf geschoren hat, trägt sie nur noch künstliche Haarteile. Stylisten und Visagist schmiss die einstige Queen of Pop kurzerhand raus.

"OK"-Redakteur Rob Shuter über den Gemütszustand des Ex-Teenie-Idols: "Britneys Laune wechselte ständig. Sie rannte immerzu ins Badezimmer. Jedes Mal, wenn sie wiederkam, war sie in einer anderen Stimmung." Trauriger Höhepunkt aller Peinlichkeiten: Britney soll ihre Notdurft sogar bei offener Badezimmertür verrichtet haben. Hündchen London hinterließ derweil ein Häufchen auf einem Designer-Kleid (Wert 8000 Dollar).

Auf dem Titel des amerikanischen "OK Magazine" strahlt sie noch, doch schon die Bildunterschrift verkündet Schlimmes© OK Magazine

Während der Vorbereitungen für das Interview sang Britney lauthals zu Songs von Janet Jackson. Wenn ihr etwas nicht passte, schrie sie los. Außerdem beklagte sie, dass die vorhandenen Designer-Roben nicht sexy genug seien. Schließlich setzte sie sich in einem fuchsiaroten Alisha-Levine-Kleid zum Interview, das sie prompt mit frittiertem Hühnchen, das sie geordert hatte, ruinierte, weil sie ihre fettigen Finger daran abwischte. Während des Interviews soll Britney laut Chefredakteurin Sarah Ivens immer wieder zur Decke geschaut haben. Aus Angst, sie würde einstürzen.

Beim anschließenden Fotoshooting wurde es nicht besser. Nach nur einem Bild stürmte Britney in einem Kleid von Vera Wang aus dem Studio und rauschte in ihrem Mercedes Cabrio davon. Accessoires und bereitliegenden Schmuck soll die Sängerin einfach mitgenommen haben. Der Gesamtwert beträgt 21.267 Dollar. Rob Shuter dazu: "Kleider und Schmuck waren natürlich nur von uns geliehen, wie das bei einem solchen Shooting üblich ist. Am Set ist außerdem ein Schaden von 5000 Dollar entstanden."

Nach Bekanntwerden des "OK"-Desasters äußerte Britneys Familie, sie mache sich große Sorgen um die Kinder von Britney. Laut dem Internetdienst "femalefirst.com" will Britneys Cousine Alli Sims, früher Britneys Assistentin, jetzt Ex-Gatte Kevin Federline (29) helfen, das alleinige Sorgerecht für die beiden Kinder zu erlangen. Notfalls würde Alli Sims sogar vor Gericht bezeugen, dass Britney ihre beiden Söhne Sean Preston (22 Monate) und Jayden James (10 Monate) vernachlässigt habe.

Und das Interview? Das erscheint in der neuen Ausgabe des "OK Magazines". Chefredakteurin Sarah Ivens sagt darüber: "Die Leser werden schockiert sein über das, was Britney während des Interviews von sich gegeben hat." Die Frage ist nur: Kann es überhaupt noch schlimmer werden?

Von Tina Olszewski
 
 
KOMMENTARE (10 von 17)
 
sunday (29.07.2007, 19:24 Uhr)
Kein Wunder
Wer einem Menschen (wem auch immer)1 Million Dollar für ein Interview zahlt, trägt massgeblich dazu bei, dass der Mensch so wird, wie in dem Artikel beschrieben. Kein Wunder also.
Kalox (27.07.2007, 22:18 Uhr)
@malt
mag schon sein, dass man ab 18 für alles selbst verantwortlich ist. rein rechtlich vielleicht, aber wir leben mittlerweile in einer gesellschaft, wo es eltern von 12 jährigen kindern scheissegal ist, wofür sie ihr geld ausgeben, ihr geld verdienen (was ohnehin ein unding ist, da sie gar nicht arbeiten dürften) oder ihre freizeit verbringen. erst gestern hab ich ne reportage gesehen, wo solche kids "shoppen" gehen, könnte kotzen, wenn ich das wort höre, aber die älteren dumm-hühner faseln ja auch von nichts anderem als über schwachsinn wie schuhe und bikinis. schuhe. ist das echt ein lebensthema? ist das die krone der schöpfung und der zivilisation, dass erwachsene frauen über schuhe reden? dieser käse, sich endlos um banalitäten zu drehen und überzubetonen, alles auf materialismus runter zu reduzieren und die gier danach anzufachen hat uns doch erst so weit geführt. irgendwann muss doch dieser ganze wahnsinn ein ende finden.
Malt (27.07.2007, 12:43 Uhr)
Es ist doch immer...
...das gleiche... früher hiesen die Hühner Christina Onassis, heute halt Britney Spears und Paris Hilton... die Storys sind schon seit jeher die gleichen und die Schicksale vermutlich auch... sobald die mal über 30 sind, interessiert sich nicht mal mehr die Bild dafür, was die treiben und letztendlich sterben Sie zu jung an einer Überdosis irgendwas... Und Eltern, Medien hin oder her... aber verantwortlich ist in dem Alter, und zwar gerade wenn man so aufgewachsen ist, jeder für sich selbst!
Qvinna (27.07.2007, 12:12 Uhr)
@shine
Es geht in erster Linie ums Prinzip... Dass eine in der Öffentlichkeit stehende Frau wie Britney Spears bzw. prinzipiell irgendjemand die Dreistigkeit und die Schamlosigkeit besitzt, mit einem Kleid (egal wieviel es kostet), das nur geliehen ist und einem selbst nicht gehört, so umgeht.... Und obwohl ich aus dem Alter raus bin, indem man sich für Britney Spears und Co. interessiert, fand ich den Artikel sehr interessant und in erster Linie schockierend und traurig, was aus der, vor einigen Jahren noch so strahlenden und zuvorkommenden jungen Frau geworden ist....
BrunoK (27.07.2007, 11:42 Uhr)
Wen interessiert's
Früher hätte man gesagt:
Der Artikel ist das Papier nicht wert auf dem er steht.
Das interessiert doch nu wirklich kein Mensch.
Eine Reportage über die Zustände in amerikanischen (deutschen) Psychatrien wäre mal interessant.
Mehr fällt einem nicht ein dazu...
Taifun (27.07.2007, 11:09 Uhr)
@Antidemokrat
Möchte den Tag erleben, an dem Sie mal einen positiven Beitrag schreiben.
Aber vorher friert eher die Hölle zu, nicht wahr? ;-)
shine (27.07.2007, 10:55 Uhr)
$8.000 Kleid? Na und?
Ich verstehe die gekünstelte "Aufregung" des Magazins wegen dem beschmierten Kleid nicht!? Das magazin zahlt 1 Million für ein Interview und einpaar Fotos und regt sich wegen 8000 Dollar auf? Wie blöd kann mann sein??
Wenn BS so mal locker ne Mio verdienen kann, ist doch klar, daß sie denkt sie könne alles machen...
Titania (27.07.2007, 10:52 Uhr)
Mein Mitleid hält sich in Grenzen...
Die Spears ist nicht im Moment am Boden, sie ist schon seit Jahren am Boden. Und wer sein Leben ständig selbst in die Öffentlichkeit zerrt, muß sich hinterher nicht beklagen, daß die ganze Welt bescheid weiß. Es gibt durchaus superreiche Promis, die es schaffen, daß nicht ihr komplettes Privatleben durch die Medien geht. Ungewollte Paparazzifotos sind eine Sache, willentlich in Dokusoaps und verhunzten Interviews veröffentlichte Peinlichkeiten eine andere... Und auch Britney Spears sollte mit Mitte 20 und als 2facher Mutter langsam mal klar sein, daß für ihr Verhalten nur sie selbst verantwortlich ist.
Knightsbrigde (27.07.2007, 10:25 Uhr)
@ atride 2
Sorry!!! Habe wohl offensichtlich die Ironie in Deinem Beitrag etwas überlesen ;-) Sehr unangenehm...!
Knightsbrigde (27.07.2007, 10:16 Uhr)
@ atride
Was für ein erbärmlicher Beitrag! Bemitleidenswerte Einstellung, dass das Unglück anderer einem selbst irgendetwas positives bringen soll, und seien die anderen noch solche steinreichen Nervensägen...
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