Als Unterwäsche-Model wurde Mark Wahlberg bekannt und als Hollywood-Schauspieler wurde er für den Oscar nominiert. Im Interview mit stern.de erzählt der bald dreifache Familienvater von Babyfotos, wilden Ehen, eigenen Fehlern, seiner harten Jugend und wie es ist, Nachbar von David Beckham zu sein.

Mark Wahlberg mit seiner Frau Rhea Durham, mit der er seit 2001 liiert ist© Kevin Winter/Getty Images
Ja, und dann erwartet meine Frau Rhea auch noch unser drittes Kind, das im Herbst auf die Welt kommen wird. Sie haben Recht, es ist momentan viel los in meinem Leben.
Ich weiß, meine Zeit gut einzuteilen und verbringen nicht den ganzen Tag auf dem Set. Das muss als Antwort genügen.
Nein, von unserem Baby wird es keine Fotos geben. Das ist nichts für uns.
Wissen Sie, dass überlasse ich jedem selbst. In den meisten Fällen wird das eingenommene Geld ja einem guten Zweck gespendet. Und das ist auch gut so. Denn die meisten meiner Kollegen, die Geld für Babyfotos bekommen, brauchen die Kohle ohnehin nicht mehr.
Nein, das war der Grund, warum ich den Film fast nicht gemacht hätte. Ich wollte keinen Streifen drehen, der auf einem Videospiel basiert. Aber ich habe ein bisschen recherchiert, und als ich das Spiel gesehen habe, da habe ich gemerkt, dass der Charakter sehr komplex ist. Das hat mir gefallen.
Ich bin ein Mensch, der glaubt, dass manchmal zwei Seelen in meiner Brust schlagen.
Nun, ich stamme aus einer recht rauhen Gegend in Boston. Da wird nicht lange gefackelt und du kriegst einen auf die Schnauze, wenn du das falsche Wort sagst. So bin ich groß geworden. Ich habe noch heute eine recht enge Beziehung zu meiner alten Heimatstadt.
Das ist wohl die des gläubigen Familienvaters. Ich habe viel aus meinen Fehlern in der Vergangenheit gelernt, Gott und Familie leiten mich heute durchs Leben. Sie sind die Stützen, die ich gebraucht habe.
Ich war ein recht wilder Typ, deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass meine Leben einen sehr negativen Einschlag hätte haben können.
Ich war total aufgeregt, als ich wieder durch die Straßen meiner alten Nachbarschaft laufen durfte. Das hat mir gegenüber meinen düsteren Freunden aus der Vergangenheit wieder ein bisschen Respekt verschafft.
So ungefähr. Hollywood kommt im Ghetto ohnehin nicht so wirklich gut an. Aber seien wir doch einmal ehrlich, die Filmwelt ist keine Welt, die mit der Wirklichkeit viel gemeinsam hat.
Na ja, das will ich mal dahingestellt lassen, ob ich einer der bestbezahlten Schauspieler bin, aber ich bin sicherlich besser bezahlt als viele meiner alten Freunde. Genau das meine ich ja auch mit Hollywood als surreale Welt.
Nein, weil ich niemals mit der Nominierung gerechnet hatte. Ich bin ein arbeitender Schauspieler. Und als solchen sehe ich mich auch noch heute.
Es beeinflusst alle Aspekte meines Lebens. Ich arbeite im Moment an einigen TV-Projekten. Da mache ich die Anrufe morgens, weil der Nachmittag für die Kinder reserviert ist.
Ja, das ist absolut richtig. Ich fühle mich sehr wohl in meiner Haut. Wir danken dem lieben Gott jeden Tag.