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"Ich bin schwul und cool"

Neil Patrick Harris gilt als echte Mehrzweck-Waffe in Hollywood. Im Interview mit stern.de spricht er über Sexualität, seinen neuen Western im Kino - und das Ende von "How I Met Your Mother".

Von Frank Siering, Los Angeles

  Schauspieler Neil Patrick Harris (links) zusammen mit seinem Lebensgefährten David Burtka auf einer Feier in West Hollywood

Schauspieler Neil Patrick Harris (links) zusammen mit seinem Lebensgefährten David Burtka auf einer Feier in West Hollywood

Von Pausen halten Sie offensichtlich nicht viel, oder? Nach dem Ende von "How I Meet Your Mother" ging es gleich weiter auf dem Broadway mit "Hedwig" und jetzt auch noch ein neuer Kinofilm ("A Million Ways to Die in the West"). Mr. Harris, sind Sie ein Workaholic?

Ich hatte in letzter Zeit wirklich viel zu tun. Aber ich verdiene auch gerne Geld. Und mein Arbeitseifer hat es mir und meiner Familie ermöglicht, dass wir nach New York ziehen konnten und hier ein gutes Leben führen.

Da Sie es gerade ansprechen. Sie sind seit 2004 mit ihrem Partner David Burtka zusammen und haben in der Vergangenheit angedeutet, heiraten zu wollen. Wann ist es denn nun endlich soweit?

Darüber denken wir im Moment wirklich nicht nach. Wir sind ja ohnehin in dieser wirklich festen Beziehung. Ein Trauschein würde daran nicht viel ändern. Ich arbeite sehr viel im Moment. Die Zeit hätten wir gar nicht.

Sie waren ein Kinderstar in Hollywood. Als "Doogie Howser" waren Sie der Liebling aller Amerikaner. Wie haben Sie es geschafft, nach ihrem Outing kaum negative Reaktionen zu bekommen?

Ich bin schwul - und ich bin cool (lacht). Natürlich gab es negative Stimmen. Aber ich habe mich lieber auf die positiven Meinungen konzentriert.

Viele Fans haben im Internet die kürzlich in den USA zu Ende gegangene Kult-Serie "How I Met Your Mother" kritisiert. Hat Sie das enttäuscht?

Nein, ich wusste, dass einige Fans das Ende so nicht mögen würden. Es war vielleicht nicht das Happy Ending, das alle erwartet haben, aber mir persönlich hat es so gut gefallen.

Was war das für ein Gefühl, als Sie die letzten Worte von Barney sprechen mussten?

Es war schon komisch. Es ist immer merkwürdig, wenn du dich von etwas verabschieden musst, das du wirklich geliebt hast. Ich finde es großartig, wie die Fans mit dieser Serie verbunden waren. Mir ging es ähnlich, ich war ein Fan der Show.

Sie sind im Moment auf dem Broadway zu sehen in "Hedwig and the Angry Inch". Und jetzt auch in dem Western "A Million Ways to die in the West". So etwas wie eine Verschnaufpause kennen Sie nicht, oder?

Ich gebe es gerne zu, ich arbeite sehr viel. Aber es macht ja auch Spaß. Außerdem gibt es eine Faustregel in Hollywood: Schmiede das Eisen, solange es heiß ist. Daran halte ich mich.

Was ist das Geheimnis einer langjährigen Karriere in Hollywood?

Du darfst keine Langeweile aufkommen lassen, musst dich immer wieder neu erfinden, verschiedene Jobs annehmen. Dann hast du mehrere Standbeine und bist leichter zu vermitteln. Das zumindest ist meine Devise.

Gehört dazu auch ein Fast-Nackt-Auftritt auf dem Cover von Rolling Stone Magazine?

Ich fand das Titelfoto echt gelungen. Und ich hab in den letzten Monaten tatsächlich tierisch an Gewicht verloren und sehr viel trainiert. Warum also nicht auch mal das Ergebnis zeigen?

Sie gelten auch als einer der besten Gastgeber für Live-Veranstaltungen. Die Tony- und auch die Emmy-Awards durften Sie schon moderieren. Was steht als nächstes an - Gastgeber bei den Oscars?

Man soll ruhig große Träume haben. Bislang wurde ich nicht gefragt. Aber warum eigentlich nicht? Nur muss ich wohl erst noch ein paar Kinofilme machen, um auch von den cineastischen Kollegen in den inneren Kreis aufgenommen zu werden (lacht).

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