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2. Juni 2008, 14:19 Uhr

Deutschlands wahres Topmodel

Ganz ohne Casting-Show und Zickenterror hat die 16-jährige Toni Garrn das geschafft, wovon Millionen Mädchen träumen: Sie gilt als neues deutsches Supermodel. Im Interview mit stern.de berichtet die Hamburgerin von ihrer Arbeit für Designer Calvin Klein und wie sie Schule und Laufsteg unter einen Hut bekommt.

Toni Garrn bei einer Calvin Klein Show in New York© WireImage

Frau Garrn, woher kommen Sie gerade?

Aus der Schule.

Wann waren Sie zum letzten Mal mehrere Wochen am Stück in Ihrer Heimatstadt Hamburg?

Täuschen sie sich nicht. Ich mache zwar viele tolle Jobs, aber übers Jahr gesehen verbringe ich deutlich mehr Zeit in Hamburg als auf Produktionen. Die dauern im Schnitt nur zwei bis drei Tage. Für eine Show auf dem Laufsteg war ich auch schon mal eine Woche in New York. Das war aber bisher das Maximum.

Sie gehen noch zur Schule. Wie lassen sich Laufsteg-Jobs und Foto-Shootings mit Ihrem Stundenplan vereinbaren?

Das geht schon. Man muss eben immer gut aufpassen, und meine Freunde halten mich stets auf dem Laufenden, wenn ich mal nicht am Unterricht teilnehmen kann.

Sie wurden im Sommer 2006 während der Fußball-WM beim Public Viewing entdeckt. Wie haben Sie reagiert, als Ihre heutige Modelagentin Sie damals ansprach?

Ich war sehr überrascht. Wenn meine Freundinnen mich nicht bestärkt hätten, wäre ich niemals zu dem Termin in der Modelagentur gegangen.

Was halten Ihre Eltern vom Modelberuf?

Sie finden es gut, dass ich die Chance genutzt habe und unterstützen mich voll und ganz.

Begleiten Ihre Eltern Sie auf Reisen oder bei Shootings?

Meine Mutter war bei den Shows in New York dabei. Allerdings mehr aus Interesse als aus Sorge um mich. Ansonsten bin ich meistens allein unterwegs. Meine Eltern wollen, dass ich früh selbständig werde.

Haben Sie vorher jemals daran gedacht, Model zu werden?

Nö !

Haben Sie sich vor Ihrem Beruf als Model für Mode und Designer interessiert?

Ehrlich gesagt habe ich mich mehr für die Schauspielerei begeistert. Da gibt es ja aber durchaus Parallelen zum Modeln.

Der Designer Calvin Klein hat sie zum Gesicht seiner neuen Frühjahr/Sommer-Kampagne gemacht. Sie treten damit in die Fußstapfen von Models wie Christy Turlington oder Kate Moss. Macht Sie das nervös?

Ja, schon. Allerdings nicht wegen meiner namenhaften Vorgängerinnen, sondern wegen des Jobs für Calvin Klein. Das ist schon ein dickes Ding. Immerhin zählt er zu den wichtigsten Designern unserer Zeit. So lange bin ich ja noch nicht im Modelgeschäft und dann bietet dir Calvin Klein plötzlich einen Exklusiv-Vertrag. Ich dachte, die müssen doch spinnen.

Gibt es Models, die Ihnen als Vorbild dienen?

Nein, nicht wirklich. Aber eine Frau, die ich immer bewundert habe, ist die amerikanische Schauspielerin Grace Kelly.

Welchen Beruf hätten Sie gewählt, wenn nicht das Modeln dazwischen gekommen wäre?

Keine Ahnung. Mit dieser Frage habe ich mich noch gar nicht beschäftigt, weil ich ja doch recht früh mit dem Modeln angefangen habe.

Welche Projekte stehen demnächst an?

Demnächst wird es einen Knaller geben. Darüber darf ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nichts verraten. Aber Sie werden davon hören, versprochen.

Werden Sie in diesem Sommer Zeit haben, die Fußball-EM zu verfolgen?

Na klar! Ich bin bereit für meine Einwechslung (lacht).

Interview: Julia Mäurer

Zur Person Antonia Garrn wurde am 07. Juli 1991 in Hamburg geboren. Im Alter von 15 Jahren wurde sie beim Public Viewing während der Fußball-Weltmeisterschaft entdeckt und von der Hamburger Agentur "Modelwerk" unter Vertrag genommen. Der amerikanische Designer Calvin Klein machte sie zum Gesicht seiner aktuellen Kampagne. Garrn folgt damit auf das russische Supermodel Natalia Vodianova, das drei Jahre exklusiv für Calvin Klein arbeitete. Neben dem Laufsteg absolvierte die Hamburgerin Fotoshootings für die Zeitschriften "Vogue", "Tush" und "Elle".

 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
mats123 (03.06.2008, 18:22 Uhr)
@MRP
Ja klar, modeln ist ein sehr anspruchsvoller intellektueller Beruf, vergleichbar vom Niveau her mit einem Herzchirurgen, Staatsanwalt, Elektrotechniker, Maschinenbauingenieur usw. Es ist unheimlich schwer, sich ein Stunde lang auf blass schminken zu lassen und dann mit einem völlig gefühlskalten Gesicht den catwalk zu machen. Ich bin beeindruckt.
RomanTicker (03.06.2008, 14:14 Uhr)
höchstens superdürr
Models von heute sind zum Großteil nur noch superdürr, ansonsten ist das Attribut super wenig angebracht. Da unzählige Umfragen gezeigt haben, dass diese halb-verhungerten Mädchen weder bei Frauen noch bei Männern den Idealvorstellungen einer schönen Frau entsprechen, stellt sich wirklich die Frage, warum nach wie vor vor allem superdürre Mädchen in der Modebranche gehyped werden. Meiner Meinung nach sind da einfach wie in vielen anderen Bereichen die falschen Leute in entscheidenden Positionen.
Zum Beruf an sich und einigen Kommentaren:
Model sein ist vielleicht nicht leicht, aber anspruchsvoll ist die Tätigkeit dadurch nicht. Man benötigt dafür keine Intelligenz sondern nur ein gewisses Aussehen und die Fähigkeit bestimmte motorische Programme auf Kommando auszuführen.
Monserat (03.06.2008, 13:48 Uhr)
Woher das Wissen ?
@Wurschtie : Ich frage mich gerade , auf was sie ihr Wissen : Endlich mal eine Persönlichkeit.......... beziehen . Ich kann aus dem Artikel nicht herauslesen , ob ich da über eine Persönlichkeit , oder über eine Prostituierte lese .
LG Monserat
MRP66 (03.06.2008, 13:47 Uhr)
mats123
Wenn sie sich mit der Thematik nicht auskennen, dann sollten sie den Mund halten. Wenn Sie meinen, dass nur Menschen Model werden können, die nichts draufhaben, dann dürfen Sie gerne mal in im Studio vor meine Kamera stehen. Sie sollten den echten Modelberuf nicht mit dem vergleichen, was sie in der klumschen Freakshow vorgesetzt bekommen.
mats123 (03.06.2008, 12:41 Uhr)
Wer nichts wird wird Model.
So ist es doch! Man muss schon sehr verkommen sein, in diese oberflächliche WElt einzutauchen.
Wurschtie (03.06.2008, 10:34 Uhr)
Bravo
Endlich mal eine Persönlichkeit, die nicht völlig den Boden unter den Füßen verloren hat.
Wer übrigens glaubt, dass es bei GnTMbHK um das Finden eines Topmodels geht, der sollte sich mal mit Marketing beschäftigen. Schade nur, dass volljährige Menschen den da vorgelebten Träumen nach wie vor verfallen. Naja, Prostitution ist ja immerhin ein anerkannter Beruf.
Kalox (03.06.2008, 09:59 Uhr)
nachwuchs...
...für den dümmsten beruf der welt. ok, bin regisseur, also auch nicht viel wertvoller...
MRP66 (03.06.2008, 09:47 Uhr)
Echtes Topmodell
Hier sieht man ganz klar den Unterschied von einer geschnitzten Castingfigur und einem echten Model.
Die klumschen Gesichter haben in der realen Modelwelt nicht die geringste Chance. Vielleicht klappts noch für McDonalds Werbung oder einen anbieter für Billigklamotten wie Orsay. Aber auf dem echten Modelmarkt haben nur Mädchen wie Toni eine Chance und machen ihren Weg. Alles andere ist Fernsehunterhaltung, sonst nichts.
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