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9. August 2005, 10:46 Uhr

"Wir halten ihn für schuldig"

Zwei Geschworene des Jackson-Prozesses melden sich acht Wochen nach dem Urteil mit schweren Vorwürfen zu Wort: Sie hätten Jackson nur freigesprochen, weil Druck auf sie ausgeübt wurde.

Die Jackson-Geschworenen Eleanor Cook, Mitte, und Ray Hultman im Interview mit Moderatorin Rita Cosby© AP

Knapp zwei Monate nach dem Freispruch für Popstar Michael Jackson haben zwei Mitglieder der Jury die Entscheidung öffentlich bedauert. In einer Talkshow des US-Fernsehsenders MSNBC erklärten die Geschworenen Eleanor Cook und Ray Hultman, sie hielten Jackson des Kindesmissbrauchs für schuldig. Dem Freispruch hätten sie nur zugestimmt, weil der Obmann der Geschworenen gedroht habe, sie andernfalls aus der Jury auszuschließen, und weil ihre Gegenstimmen sowieso nichts am Ergebnis geändert hätten.

Jacksons Verteidiger Tom Mesereau bezeichnete das Verhalten der beiden Geschworenen als "peinlich und empörend". Die Jury habe lange über das Urteil beraten, "und aus diesem Prozess soll Gerechtigkeit entstehen. Jetzt, zwei Monate später, ändern diese beiden Geschworenen ihre Meinung. Sie sind offenkundig gerne im Fernsehen."

Cook und Hultman haben beide ein Buch über den Jackson-Prozess in Arbeit. Die Jury hatte sich am 13. Juni einstimmig für den Freispruch ausgesprochen.

AP / DPA
 
 
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