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Das Jahr auf Facebook mit Til Schweiger

Dieser Mann hat dem Jahr ein dickes Ausrufezeichen verpasst. Ob es um den erfolgreichsten Film geht, um sein Flüchtlingsengagement oder seinen Beef mit Kollegen - immer ist Til Schweiger auf Facebook lautstark dabei.

Claude Oliver Rudolph

22. April

Nachdem Til Schweiger die ersten Monate des Jahres ständig neue Besuchermillionen für seinen Film "Honig im Kopf" vermelden konnte, suchte er im April erstmals die Konfrontation. Schauspieler Claude Oliver Rudolph hatte es gewagt, Schweiger des Plagiats zu bezichtigen: "Til hatte bei seinem Dreh nicht Honig im Kopf, sondern meinen Film. Es gibt drei dramaturgische Parallelen zu meinen Werk, die nicht zu leugnen sind." Anstatt die Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen, äußerte sich Schweiger in aller Öffentlichkeit zu den Vorwürfen - natürlich auf Facebook. Und ließ wie so oft an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: "Claude, du bis und bleibst ein Schwachmat!", schrieb er, an dieser Stelle nur mit einem Ausrufungszeichen.

Wirklich übel nahm Schweiger die Anschuldigungen jedoch nicht: "Ich jedenfalls habe über seine Aussage herzhaft gelacht", sagte er später.

Ausrufezeichen: 7

Emoticons: 4

7. Januar

Das neue Jahr begann für Til Schweiger mit einer langen Reihe von Triumphen. Nachdem sein Film am 31. Dezember 2014 bereits eine Millionen Zuschauer verzeichnen konnte, vermeldete der stolze Regisseur nur eine Woche später die nächste Million. Und es sollten noch viele weitere Millionen hinzukommen.

22. April

Im April bekam Schauspieler Claude Oliver Rudolph sein Fett weg. Der hatte es gewagt, Schweiger des Plagiats zu bezichtigen: "Til hatte bei seinem Dreh nicht Honig im Kopf, sondern meinen Film. Es gibt drei dramaturgische Parallelen zu meinen Werk, die nicht zu leugnen sind." Anstatt die Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen, äußerte sich Schweiger in aller Öffentlichkeit zu den Vorwürfen - natürlich auf Facebook. Und ließ wie so oft an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: "Claude, du bis und bleibst ein Schwachmat!", schrieb er, an dieser Stelle nur mit einem Ausrufungszeichen.

Wirklich übel nahm Schweiger die Anschuldigungen jedoch nicht: "Ich jedenfalls habe über seine Aussage herzhaft gelacht", sagte er später.

18. Juli

Til Schweiger setzt sich für Flüchtlinge ein - und wird dafür übelst angefeindet. Anstatt die Demütigungen hinzunehmen, setzt sich der Schauspieler zur Wehr. Auf Facebook sagt er den Pöblern in drastischen Worten, was er von ihnen hält: "Ihr seid zum Kotzen!"

29. Juli

Til Schweiger will ein Flüchtlingsheim bauen - und bekommt nun prominente Unterstützung. Kein Geringerer als Vizekanzler Sigmar Gabriel hat sich bei ihm gemeldet und sich eine halbe Stunde lang Schweigers Kummer angehört. Dafür bedankte sich der Schauspieler auf Facebook.

3. August
Bei all dem Ärger um sein humanitäres Engagement für Flüchtlinge: Zwischendrin gibt es im Hause Schweiger immer noch Positives zu vermelden: Sieben Millionen Besucher für "Honig im Kopf".

16. August

Auch das ZDF machte auf Facebook Bekanntschaft mit Til Schweigers herzhafter Art. Der Sender hatte ein Zitat von Angela Merkel anmoderiert mit den Worten, die Bundeskanzlerin finde "klare Worte". Schweigers Reaktion: "Schuss nicht gehört?!"

7. September

Die Ein-Mann-Armee hat eine neue Front aufgemacht: Weil es Mario Adorf gewagt hat, sanfte Kritik an seinem dünnhäutigen, motzigen Auftreten zu üben, feuerte Schweiger mit einem langen Posting zurück. "Lieber Mario, was hab' ich Dir denn getan, dass du mir so einen mitgibst?", beginnt er etwas weinerlich. Doch dann macht er klar, wer hier der Chef ist: "Ich hab' Dir doch sogar ne Rolle angeboten in 'Knockin' on heavens door' - du hast sie zwar abgelehnt, aber egal, Rutger Hauer hat sie ja dann gespielt und zwar ziemlich geil."

Immerhin: Schweiger schreibt sehr respektvoll und geradezu höflich. Man kann es unter friendly fire verbuchen.

Immerhin: Zum damaligen Zeitpunkt wurde Merkel tatsächlich dafür kritisiert, eine zu zögerliche Haltung in der Flüchtlingsfrage zu verkörpern.

9. September

Til Schweiger wird von einem "Anwalt" wegen Volksverhetzung angezeigt. Recherchen des stern ergaben: Der Mann hat nicht mal einen Studienabschluss in Jura. Schweiger nimmt den Artikel amüsiert zur Kenntnis.

20. November

Die Nominierung und anschließende Absetzung von Xavier Naidoo als deutschen ESC-Kandidaten polarisiert. Und natürlich hat auch Til Schweiger eine Meinung dazu, die er öffentlich kundtun muss. Und wie gewohnt ist Understatement nicht sein Ding. Er spricht von einer "Form von Terrorismus!"  

24. November

Ein Nachtrag zu Xavier Naidoo. Und Schweiger beweist, dass er bei all seinem zuweilen verbissenen Engagement den Humor nicht verloren hat.
Die Antwort auf die Frage: Es sind fünf Ausrufezeichen!


Fazit: Danke, Til, für das aufregende Jahr mit Dir. Solange Du Dein Herz weiterhin am rechten Fleck trägst und dich so vorbildlich für Flüchtlinge engagierst, ist es uns Wurscht, wie viel Ausrufezeichen du in deinen Facebook-Postings verwendest. Mach so weiter!

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