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6. Januar 2009, 09:48 Uhr

Böse Vorwürfe wegen Tod seines Sohnes

Der Tod des Sohnes von John Travolta bleibt rätselhaft. Laut US-Medien ergab die Obduktion, dass der 16 Jahre alte Jett an einem "Anfall" gestorben ist. Das habe auf dem Totenschein gestanden. Andere Blätter gehen noch weiter: Sie geben dem US-Schauspieler sogar eine Mitschuld an Jetts Tod.

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John Travolta mit seinem Sohn Jett. Der 16-Jährige starb laut Obduktionsergebnis an einem tödlichen "Anfall"© Rogers and Cowan/AFP

Der 16 Jahre alte Sohn von Hollywoodstar John Travolta ist nach US-Medienberichten an einem tödlichen "Anfall" gestorben. Dies habe die Obduktion der Leiche am Montag ergeben, meldete der US-Onlinedienst "E!Online" am Abend (Ortszeit) unter Berufung auf das Beerdigungsunternehmen auf den Bahamas. Die Todesursache "Anfall" habe auf dem Totenschein gestanden, sagte Bestatter Glen Campbell. "Der Körper war in gutem Zustand", sagte er weiter. Es habe keine Hinweise auf eine Schädelverletzung gegeben.

In ersten Berichten war vermutet worden, dass der Junge nach einem Krampfanfall mit dem Kopf gegen die Badewannenkante geschlagen sein könnte. Wie "E!Online" unter Berufung auf informierte Kreise weiter berichtete, seien bei der Untersuchung der Leiche keine verdächtigen Hinweise entdeckt worden. Die sterblichen Überreste des Teenagers würden den Eltern am Dienstag übergeben, sagte der Direktor der Leichenhalle, Keith McSweeney. Der Leichnam solle verbrannt werden.

Der einzige Sohn von John Travolta (54) und Kelly Preston (46) war am vergangenen Freitag während eines gemeinsamen Neujahrsurlaubs auf den Bahamas bewusstlos im Badezimmer des Feriendomizils gefunden worden. Travolta versuchte nach Angaben seines Anwalts noch vergeblich, ihn wiederzubeleben. Der Junge, der schon seit Jahren an autistischen Krampfanfällen litt, starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

In den USA machen derweil Spekulationen die Runde, dass Travoltas Zugehörigkeit zur Scientology-Sekte möglicherweise den Tod seines Sohnes mitverschuldet haben könnte. Die Scientologen bestreiten die Existenz von Autismus.

Im britischen "Daily Mirror" wird ein Freund von Travolta mit den Worten zitiert: "Fünf Minuten mit Jett und man wusste, er ist Autist. Aber die Religion der Eltern verbot es ihnen, dies zu aktzeptieren."

Laut Berichten in US-Medien ließ der Schauspieler seinen Sohn nicht wegen Autismus behandeln, sondern setzte auf die von der Sekte für solche Fälle vorgesehene Therapie aus Sauna, Vitaminen und gesunder Ernährung.

Travolta und seine Frau erklärten auf ihrer Internetseite: "Unsere Herzen sind gebrochen, weil unsere Zeit mit ihm so kurz war." Und weiter: "Jett war der wunderbarste Sohn, den Eltern sich je wünschen können (...)." Das Schauspielerpaar hat noch die gemeinsame achtjährige Tochter Ella.

DPA/kng
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
bmpost (07.01.2009, 09:36 Uhr)
"Gott...
sei Dank bin ich Atheist!"
Diesem schönen Ausspruch des Esoterikers A. Crowley ist eigentlich nichts hinzuzufügen, um die tatsächliche Misere der "Religionen" auszudrücken!
bmpost (07.01.2009, 09:30 Uhr)
@zui
Na dann mal viel Spaß beim Abschaffen von Christentum, Islam, Zeugen Jehovas, Pfingstler, Hindus, Amish, Mormonen etc.
In jeder dieser Religionen gibt es Strömungen, die bestimmte medizinische Behandlungen schlicht ablehnen! Eigentlich wäre die Welt ohne Religion insgesamt lebenswerter und weniger gewalttätig, aber das wird sich in den nächsten paar tausend Jahren nicht ändern. Määäh!!
ziu1 (06.01.2009, 17:54 Uhr)
wenn "Religion" zur Todesursache wird....
gibt es nur EINE Alternative:
Diese "Religion" verbieten, denn sie ist damit nichts anderes als
EINE KRIMINELLE VEREINIGUNG.
Die Anstifter dieser Bande sollten mal ein Weilchen in den Todeszellen der US-Gefängnisse "zwischengeparkt" werden.Ich denke dabei an 20-30 Jahre, die es braucht, bis dieser kriminelle Schwachsinn in Vergessenheit gerät
Vincent_Vega (06.01.2009, 15:06 Uhr)
Es ist natürlich böse, nach so einem Unglücksfall, die "Religion" der Familie
-denn als solche wird sie wohl von den Travoltas gelebt - anzuprangern; denn als gläubige Anhänger dieser, meiner 'Meinung nach Pseudo-Religion kann es wohl Autismus nicht geben, egal was Andere sagen. "Was es nicht gibt, kann der Junge nicht haben" - so einfach ist das.
ABER: tragisch ist der Tod des Jungen und böse ist es, bei den Travoltas nun die Schuld zu suchen.
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