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7. Januar 2009, 10:43 Uhr

Familie bereitet Beerdigung von Jett vor

Mit der Asche ihres Sohnes sind John Travolta und seine Frau Kelly Preston nach Florida zurückgekehrt. Dort soll die Beisetzung von Jett stattfinden, der im Weihnachtsurlaub auf tragische Weise verstarb. Die Vorwürfe, Travolta trage eine Mitschuld am Tod seines Sohnes, reißen derweil nicht ab.

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Die Beerdigung von Jett Travolta soll am 8. Januar im engsten Familienkreis stattfinden© Reuters

Hollywoodstar John Travolta und seine Frau Kelly Preston sind mit der Asche ihres gestorbenen Sohnes Jett nach Ocala, Florida, zurückgekehrt. Die Familie habe die Bahamas am späten Montagabend (Ortzeit) verlassen, sagte Obie Wilchcombe, ein Mitarbeiter des bahamaischen Parlaments, gegenüber dem US-Nachrichtensender CNN. Wie CNN unter Hinweis auf einen Bekannten berichtete, soll der Junge am Donnerstag im Familienkreis beigesetzt werden.

Jett Travolta war am 2. Januar während eines Familienurlaubs auf den Bahamas bewusstlos im Badezimmer gefunden worden und starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Ergebnis der Obduktion wurde nicht mitgeteilt. Auf dem Totenschein steht Medienberichten zufolge als Todesursache "Anfall". Der Junge soll seit langem an Krampfanfällen gelitten haben. Der Leichnam wurde nach der Obduktion eingeäschert, wie der Direktor des Beerdigungsinstituts, Keith McSweeney, mitteilte.

Der 16-Jährige war das älteste Kind von Travolta und Preston. Das 54 und 46 Jahre alte Paar hat erklärt, Jett sei im Alter von zwei Jahren schwer erkrankt. Damals sei das Kawasaki-Syndrom diagnostiziert worden, das zu Gefäßentzündungen führt. Die Travoltas machten Reinigungsmittel und Dünger für die Erkrankung verantwortlich. Diagnosen verschiedener Ärzte, laut denen Jett an Autismus leide, stritt Travolta bis zuletzt vehement ab. Anhänger von Scientology, zu denen Travolta seit vielen Jahren gehört, negieren die Existenz von Autismus.

Deshalb werden jetzt vermehrt Vorwürfe gegen den Schauspieler laut, er trage eine Mitschuld am tragischen Tod seines Sohnes. "Der arme Junge würde noch leben, wenn seine Eltern keine Scientologen wären", sagte Ursula Caberta, Leiterin der Arbeitsgruppe Scientology bei der Hamburger Innenbehörde, im Interview mit der Zeitschrift "Gala".

Laut Ursula Caberta setzen Scientologen bei jeder Art von Krankheit "in erster Linie auf abstruse Reinigungsgänge". Auch Jetts Mutter habe schon früher zugegeben, "dass der Junge so einen Kurs mitgemacht hat. Da werden Vitaminpräparate in hoher Dosis verabreicht, und man macht viele Saunagänge, um das ganze Übel auszuschwitzen. Für einen ohnehin schon angegriffenen Organismus ist das in den allerwenigsten Fällen gut. Eigentlich müsste man John Travolta und seine Frau wegen unterlassener Hilfeleistung anzeigen."

Als "dumm und haltlos" bezeichnet Frank Busch, Pressesprecher der Scientology-Kirche in Hamburg, die Aussagen von Caberta. "Sie ist keine Expertin und hat keinerlei Fachkenntnisse. Ein Scientologe, der körperlich krank ist, wird immer angewiesen und darin unterstützt, sich ärztlich untersuchen und von einem Mediziner behandeln zu lassen", so Busch gegenüber stern.de.

Travolta und Preston gingen davon aus, dass ihr Sohn an dem seltenen Kawasaki-Syndrom leide, also physisch erkrankt sei. Somit hätte die Krankheit, die in der Regel bei Kleinkindern auftritt und mit Medikamenten innerhalb einiger Monate zu behandeln ist, auch nach den Kriterien von Scientolgy geheilt werden können. Laut seiner Anwälte Michael Ossi und Michael McDermott, die Travolta jetzt einschaltete, habe Jett habe jahrelang ein Medikament gegen Krampfanfälle eingenommen, dieses aber abgesetzt, als es mit der Zeit seine Wirkung verlor. Dass Travolta nicht wahrhaben wollte, dass Jett Autist sein könnte, steht auf einem ganz anderen Blatt.

DPA/jum
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Persilblume (07.01.2009, 12:26 Uhr)
genau, koesel
und dann dürfen auch alle Medien ungefragt ihren Müll über dir auschütten ohne zu hinterfragen, ob das stimmt oder nicht.
koesel (07.01.2009, 11:59 Uhr)
sonderstatus
tja, wenn du reich und/oder berühmt bist darfste halt alles tun (oder lassen)was du willst.
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