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9. Januar 2012, 08:27 Uhr

Ärger mit Paradis

Die Gerüchte verdichten sich. Johnny Depp und Vanessa Paradis sollen sich nach 14 Jahren getrennt haben. Und was hat Johnny bloß im Weißen Haus mit US-Präsident Barack Obama veranstaltet? Von Frank Siering, Los Angeles

Johnny Depp, Vanessa Paradis, Beziehungsprobleme, Barack Obama, Tim Burton, Alice im Wunderland

Piraten, Hutmacher, saufende Journalisten: Johnny Depp liebt durchgeknallte Filmcharaktere. Privat soll er sich aber gerade mit ganz normalen Beziehungsproblemen auseinandersetzen müssen© Paul Hackett/Reuters

Kein gute erste Woche im neuen Jahr für Johnny Depp und Vanessa Paradis. Hollywoods Traumpaar ohne Trauschein soll sich nach diversen Medienberichten in den USA getrennt haben.

Demnach versteht sich das Paar, das seine Zeit zwischen Frankreich und Los Angeles aufteilt, im Moment überhaupt nicht mehr. Sie würden sich ständig streiten und dem Druck des Lebens im Fokus der Öffentlichkeit nicht mehr standhalten können, berichtet der Entertainment-Dienst radaronline.com.

Freunde wollen wissen, dass Depp und Paradis derzeit kaum noch Zeit zusammen verbringen. Angeblich habe Paradis sogar schon einen Anwalt in Los Angeles aufgesucht. Diese Gerüchte wurden bisher allerdings von keiner Seite bestätigt.

Frustshoppen mit dem Töchterchen

Das Paar lebt seit 14 Jahren zusammen. Depp hat in der Vergangenheit in Interviews verraten, dass es "Liebe auf den ersten Blick" war, als er die Französin Paradis im "Hotel Costes" zum ersten Mal traf. Depp drehte dort gerade den Film "Die neun Pforten" unter der Regie von Roman Polanski.

"Sie trug ein Kleid, das ihren Rücken freilegte. Als ich das sah und dann ihren wunderschönen Nacken, da war ich einfach hin und weg", beschrieb Depp die erste Begegnung mit seiner späteren Lebenspartnerin.

Paradis und Depp haben zwei Kinder zusammen. Am Wochenende wurde Vanessa mit Tochter Lily-Rose beim Shopping in Los Angeles gesichtet - ohne Make up und äußerst missmutig. Auch die zwölfjährige Tochter wirkte recht traurig. Depp war beim Einkauf nicht dabei. Er wurde schon seit einigen Tagen nicht mehr an der Seite seiner Frau gesehen. Insider glauben, dass der 48-Jährige ­momentan in einer Midlife-Crisis steckt.

Verheiratet ohne Trauschein

Noch sei allerdings nicht alle Hoffnung für diese hochkarätige Hollywood-Beziehung verloren. Depp selbst bezeichnete sich schon oft als "hoffnungslosen Romantiker, der an die ewige Liebe glaubt" und alles dafür tun würde, seine Beziehung zu retten.

Vor seiner Partnerschaft mit der Sängerin Paradis ("Joe le Taxi") war Hollywoods Traumprinz schon mit Winona Ryder, Jennifer Grey und auch Kate Moss zusammen. In früheren Jahren galt Depp als recht jähzornig und soll einen Hang zum Alkohol gehabt haben. Dieser Tage, so sagt er selbst, "trinke ich ein oder zwei Gläser Rotwein zum Dinner, mehr nicht".

Auf die Frage, warum das Paar niemals geheiratet habe, antwortete Depp: "Ich hatte niemals das Gefühl, dass ich dieses Stück Papier wirklich brauche. Eine Ehe ist eine Verbindung der Herzen. Dafür brauchst du kein Dokument."

Nach kalifornischem Scheidungsrecht spielt dieses offizielle Dokument tatsächlich keine große Rolle. Depp und Paradis leben seit 14 Jahren in einer "eheähnlichen Vereinigung" zusammen. Bei einer tatsächlichen Trennung könnte Paradis die Hälfte von Johnny Depps Vermögen zustehen, das auf 500 und 800 Millionen Dollar geschätzt wird.

Blutkonserven im Weißen Haus

Die Trennungsgerüchte sind nicht die einzigen negativen Nachrichten, die Depp ins neue Jahr begleiten. In einem neuen Buch von "New York Times"-Korrespondent Jodi Kantor über die amerikanische Präsidentenfamilie ("The Obamas") taucht Depp ebenfalls auf. Demnach soll der Schauspieler im Jahre 2009 bei einer geheimen Party im Weißen Haus für US-Präsident Barack Obama in vollem Kostüm als verrückter Hutmacher aus dem Film "Alice im Wunderland" aufgetaucht sein.

Kantor schreibt, die Party wurde deshalb geheim gehalten, weil die Demokraten der konservativen Tea Party Bewegung keine unnötige Nahrung für Kritik liefern wollten. Außerdem fürchtete die Obama-Administration einen öffentlichen Aufschrei in der Bevölkerung.

Immerhin war der State Dining Room, in dem normalerweise illustre Staatsoberhäupte zum Hummer-Dinner empfangen werden, eigens von Regisseur Tim Burton in einen Partyraum mit Alice im Wunderland Thema verwandelt worden. Depp soll, ähnlich wie im Film, auf einem Tisch gestanden und den ankommenden Gästen Früchte-Punsch in Blutkonserven serviert haben. Vanessa Paradis soll ihm damals noch fröhlich zugeprostet haben.

Von Frank Siering, Los Angeles
 
 
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