3. Februar 2012, 08:23 Uhr

Zu Hause bei George Clooney

George Clooney ganz privat: Der 50-jährige Oscargewinner und Aktivist lud eine TV-Crew in sein Haus nach Beverly Hills ein - und entpuppte sich dabei als echter Tierfreund. Von Frank Siering, Los Angeles

George Clooney, Homestory, Haus, Fernsehen, Schauspieler, Hollywood

George Clooney zeigt einem Kamerateam sein Heim und plaudert aus seinem ganz normalen Leben©

Einmal Mäuschen spielen. Einmal sehen, wie die Hollywood-Stars privat leben. Für eine TV-Crew vom Sender CBS wurde dieser Wunsch jetzt Wirklichkeit. Für die neuaufgelegte Sendung "Person to Person" durfte ein Kamerateam bei George Clooney zu Hause filmen.

Die Junggesellenbude des Superstars wirkt aufgeräumt und verdächtig gut durchgestylt. Es gibt einen Swimming-Pool, einen privaten Basketballplatz, auf dem auch schon einige NBA-Stars mit dem sympathischen George ein paar Körbe geworfen haben und eine großzügige Grillecke, in der Mr. Charming ­selbst nach einem schweißtreibenden Spiel gerne ein paar leckere Steaks brät.

Die Küche ist der Traum eines Profikochs. Alles aus Edelstahl und so geräumig, dass die deutsche Tischtennis-Nationalmannschaft hier locker drei Platten nebeneinander aufstellen könnte. Clooney selbst kocht nicht. "Aber von hier aus bestelle ich mein Abendessen", schmunzelt er in die Kamera und hat, wie so oft, die Lacher auf seiner Seite.

"Einstein" an seiner Seite

Im Wohnzimmer steht ein knautschiger brauner Ledersessel. Das Möbelstück besitzt Clooney schon seit Jahren, sagt er selbst. Und es wird wohl auch für immer bei ihm bleiben. "Er ist einfach zu bequem, um ihn jetzt noch auszutauschen."

Und obwohl "Georgie-Baby" oder "GC", wie er von Freunden wie Matt Damon oder Brad Pitt ob seines ewigen Single-Daseins gerne ein bisschen spöttisch gerufen wird, nie ohne Damenbesuch auskommen muss, kämpft er sich derzeit mit der Ex-Wrestlerin Stacy Keibler durch die ägyptische Baumwolle. Zudem hat er einen Hausgenossen, der immer auf ihn aufpasst.

"Einstein" heitß sein schwarzer Cockerspaniel, den Clooney 2010 aus einem Tierheim gerettet hat. "Er kam auf mich zugelaufen und schmiss sich an mich heran", erinnert sich Cloney. "Ich habe gleich gemerkt, dass diese Methode auch ganz gut mit Schauspielern funktioniert." Trommelwirbel, Tusch. Clooney lächelt in die Kameras, Spiel, Satz, Sieg in zwei Sätzen. Dieser Mann kann einfach nichts verkehrt machen.

Lässig wie Dean Martin

Er zählt nicht nur zu den besten Mimen, die Hollywood im Moment bieten kann, hat die Handynummer von Präsident Obama im Smartphone gespeichert und darf mit der Nominierung für seine Darbietung in "The Descendants" auf einen zweiten Oscar hoffen (den ersten gab es 2005 für "Syriana"). Clooney rettet ganz nebenbei auch noch traurige Hunde vor dem sicheren Euthanasie-Tod.

Zeit zum Durchatmen. Die Akkus aufladen. Clooney reloaded, sozusagen. Wo geht das besser als an der eigenen Hausbar? Natürlich ist die Auswahl bestens sortiert. Clooney liebt seinen Drink kurz vor Sonnenuntergang. Wie einst das Rat Pack, Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy David Jr., Stars, deren Lässigkeit Clooney gerne immitiert und wieder aufleben lässt - so gut es eben geht. So verwundert es nicht, dass Mr. Clooney sich gerne vor einem Foto der originalen Künstlergruppe der Rat Packs, das in seinem Haus prominent im Kaminzimmer hängt, von der CBS-Crew filmen lässt.

Ein Bier mit George

Clooney fühlt sich wohl in seinem Haus, das er 1995 gekauft hat und es nur einmal fast abgestoßen hätte. Vor ein paar Jahren, da zog Britney Spears direkt nebenan ein. "Es war schlimm. Ständig Helikopter, ständig Terror. Ich habe die Ruhe der Nachbarschaft vermisst", so Clooney.

Heute ist es wieder ganz easy und still im noblen Beverly Hills. Das geht auch aus der netten Homestory deutlich hervor. Und Clooney? - Ein ganz normaler Superstar ist er halt, einer, der auch gerne mal im Jogging-Anzug mit einem Bier in der Hand auf dem Sofa "ein Spiel im TV" verfolgt.

Wie Millionen andere Männer auch. Millionen Männer, die sich wohl alle irgendwann schon einmal insgeheim gewünscht haben, das Leben von George Clooney teilen zu können. Oder zumindest ein Bier auf dem Sofa...

Frank Siering, Los Angeles
 
 
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