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24. April 2008, 11:29 Uhr

Winehouse und Doherty versinken im Drogensumpf

Die Branche wendet sich ab, Freunde lassen sie im Stich - alles deutet darauf hin, dass die Drogensucht Amy Winehouse und Pete Doherty endgültig zugrunde richtet. Nun droht den beiden Skandalmusikern sogar der Ausschluss vom legendären Glastonbury-Festival. Von Martina Ochs

Sie feiern und trinken als gäbe es kein Morgen: Amy Winehouse und Pete Doherty© Bulls; Chris Jackson/Getty Images

Sie galten als Wunderkinder des Musikbusiness. Jung, cool und gesegnet mit dem Talent, fantastische Stücke zu schreiben. Figuren, wie geschaffen für den Pop-Olymp. Wer könnte sie von dort vertreiben? Niemand - außer sie selbst. Doch genau das haben Amy Winehouse und Pete Doherty nun geschafft: Ausgelaugt vom exzessiven Drogenkonsum, gelingt es beiden nicht, ihr Leben in den Griff zu bekommen.

Pete Doherty wird Monate im Gefängnis verbringen, Kollegin Amy versucht verzweifelt, neue Songs zu produzieren. Ob ihr das gelingt, steht in den Sternen. Auch die Veranstalter des legendären Glastonbury-Festivals, auf dem beide Brit-Stars eigentlich Ende Juni auftreten sollten, haben angesichts der jüngsten Entwicklung fast jede Hoffnung aufgegeben, wenigstens einen der beiden ursprünglich anvisierten Publikumsmagneten präsentieren zu können. "Wir stellen derzeit eine neue Liste mit Stars zusammen. Aber fest steht noch nichts", so einer der Organisatoren. Den Weg an die Spitze haben Amy Winehouse und Pete Doherty im Eiltempo bewältigt. Der Absturz ging leider noch schneller.

Trotz ihres Zustands muss Winehouse Höchstleistungen bringen

Gierig greift sie nach dem Becher mit Melonen-Likör. Amy Winehouse sieht elend aus, ihre Hände wollen nicht aufhören zu zittern. Trotz ihres erbärmlichen Zustands muss sie jetzt Höchstleistungen bringen - gemeinsam mit Hit-Produzent Mark Ronson arbeitet die 24-Jährige an ihrem neuen Album, das Anfang 2009 erscheinen soll. Auch den Titelsong für das James-Bond-Abenteuer "Quantum Of Solace" soll Winehouse demnächst einsingen. Ob sie den Stress durchhält, ist allerdings fraglich. "In ihrem Zustand schafft sie das nicht", so ein Insider. Aber ein erneuter Aussetzer könnte ihre Karriere endgültig den Todesstoß versetzten. Hauptgrund für ihr Dauer-Tief: ihre Sucht.

Erst jüngst wurde sie wieder dabei erwischt, wie sie auf einer Londoner Toilette Kokain konsumierte und auf offener Straße einen Joint rauchte. Prompt flog die Sängerin aus dem Begleitprogramm der Costume-Institute-Gala, bei der sie Anfang Mai in New York auftreten sollte. Auch ihre Plattenfirma Universal stellte ihr jetzt ein Ultimatum: Die Sängerin müsse endlich clean werden, sonst gebe es kein weiteres Album. Zu allem Überfluss will ihre Hautkrankheit nicht heilen. "Mein Arzt sagt, das kommt von den Drogen", hat sie voller Verzweiflung zugegeben. Von ihnen lassen kann sie trotzdem nicht.

Der Blick geht ins Leere. "Was habe ich nur getan?", scheint sich Pete Doherty auf dem Titelfoto der britischen "Sun" zu fragen. Aufgenommen wurde das Bild mit einem Handy auf der Entzugsstation des Wormwood-Scrubs-Gefängnisses in London, wo Pete zurzeit eine 14-wöchige Strafe absitzen muss. Fatal: Der 29-Jährige soll sich trotz der verabreichten Ersatzdroge Methadon regelmäßig Heroin spritzen.

"Quatsch, er ist gesund", widersprach sein Manager. Danach sieht es nicht aus: "Pete ist total scharf auf den Stoff", behauptet ein Mithäftling. Zur eigenen Sicherheit wurde Pete jetzt in einer Einzelzelle untergebracht, weil andere Insassen angeblich einen Angriff auf den Skandalrocker planten. Einzig seine Band Babyshambles hält noch zu ihm, obwohl ihr unberechenbarer Frontmann sie ein Engagement nach dem anderen kostet. Zudem wird Pete angeblich auch noch Vater - Laura McLaughlin, 20, Patentochter von Manchester-United-Boss Alex Ferguson, soll ein Kind von ihm erwarten.

Gefunden in...

Gefunden in... ...der Zeitschrift Gala. Titelthema in der aktuellen Ausgabe (Heft 18): Was wird aus Suri?

Von Martina Ochs
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Schwaebin (24.04.2008, 16:06 Uhr)
Nach der Lektuere dieses Artikels....
bricht mir vor lauter Mitleid mit den Beiden doch fast das Herz :-)).
friedolin (24.04.2008, 15:20 Uhr)
Endstation
Hätte man dem Junkie Amy schon vor der Grammy-Verleihung Hilfe angeboten und sie durch Sozialamt und Suchthilfe beraten und unterstützt, vielleicht hätte sie es geschafft.
Nun seh ich echt schwarz für sie.
Endstation Fixertoilette.
Klaus_P (24.04.2008, 14:47 Uhr)
@endbenutzer
Voll und ganz Ihrer Meinung. Habe für solche Leute auch keinerlei Verständnis. Anderswo verhungern Menschen die überhaupt nichts dafür können, ausser im falschen Land geboren zu sein. Da muss man sich über solche Freaks wohl keine Gedanken machen...
endbenutzer (24.04.2008, 12:34 Uhr)
Ich denke...
...es gibt wichtiger Probleme als die der beiden "Künstler". Wenn diese beiden Vollidioten nicht merken, wie gut es ihnen eigentlich gehen könnte, würden sie sich mal am Riemen reissen, dann sollen sie von mir aus abkratzen mit ihrem Drogenmist. Verwöhnte Bälger - und anderswo könnte man für das Drogengeld, das diese beiden bisher versenkt haben, hungernde Menschen satt bekommen..
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