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So verschwendet "Helikopter-Kate" Steuergelder

4000 Euro für 160 Kilometer: So viel kostete ein Helikopterflug von Herzogin Catherine nach London. Viele Briten werfen ihr Verschwendung vor, denn die Queen fuhr die gleiche Strecke nur einen Tag später mit der Bahn.

Herzogin Kate

Liebt es auf Reisen komfortabel: Herzogin Kate lässt schon mal den Hubschrauber kommen.

Vor Jahren war ihr Spitzname mal „Waitie-Kate“, weil sie so geduldig auf den Antrag ihres Prinzen wartete. Doch nun wird es wohl Zeit für einen neuen Spitznamen für Herzogin Catherine. "Helikopter-Kate" vielleicht. 

Die 34-jährige Ehefrau von Prinz William steht in Großbritannien in der Kritik. Grund dafür ist ein Flug mit einem Helikopter. Um einen Termin in London beim Air Training Corps wahrzunehmen, bestellte Kate sich für die 160 Kilometer lange Strecke einen Hubschrauber-Shuttle-Service aus der Königlichen Flotte. Statt für 70 Euro von ihrem Landsitz Anmer Hall mit dem Zug nach London zu fahren, bürdete die Herzogin dem Steuerzahler damit Kosten von zirka 4.000 Euro für ihren 45 Minuten langen Helikopterflug auf. Sehr zum Unmut ihrer Untertanen. 

Die Queen legt die gleiche Strecke mit der Bahn zurück

Ausgerechnet die Queen verschärft das Problem mit dem 4000-Euro-Flug. Denn Elizabeth II., die im April 90 Jahre alt wird, benutzte nur einen Tag später auf dem Rückweg von ihrer Residenz Sandringham (auch in Norfolk, Anmer Hall liegt auf demselben Gelände) die gleiche Strecke den Zug. Die Königin rattert mit der Bahn durchs Land, während die junge Herzogin sich bequem einfliegen lässt.  

Natürlich kann man irgendwo nachvollziehen,dass Mama Kate an einem Sonntag ungeduldig war, so schnell wie möglich zu ihrer Familie zurück aufs Land kommen wollte. Aber dieser Hang zu höchstmöglichem Komfort ist kein Einzelfall: das Herzogspaar Cambridge stand schon mehrfach in der öffentlichen Kritik. Sie würden zu viel Zeit abgeschottet hinter den hohen Mauern ihres herrschaftlichen Landsitzes verbringen und ihre Privilegien genießen, statt häufiger offizielle Termine wahrzunehmen, um die Queen zu entlasten, hieß es in den Medien des Inselkönigreiches. Grund dafür waren auch zwei andere Reisen, bei denen die beiden die luxuriöse Flug-Variante der sparsameren per Auto oder Zug vorgezogen hatten.

Königshaus wegen Verschwendung in der Kritik

Einmal nach der Geburt von Prinz George im Herbst 2013 und Ende 2015 nochmals, aufgrund einer Einladung nach Balmoral von Granny Elizabeth, flogen die beiden mit dem Privatjet von London nach Schottland - zwei Stunden Flug ohne Umsteigen statt neun Stunden mit Auto oder Bahn. In diesen beiden Fällen kostete die Bequemlichkeit der royalen Reisenden zwar keine Steuergelder, man lieh sich mal eben den Privatjet von „Onkel Gerald“, dem milliardenschweren Herzog von Westminster (dessen Sohn Hugh der Patenonkel von Prinz George ist). Aber Fingerspitzengefühl bewiesen die Cambridges damit nicht.

Der komfortbetonte Lebensstil ist in Zeiten der wirtschaftlichen Krisen, Millionen bedürftiger Menschen auf der Flucht durch Europa und nicht zuletzt auch der Umwelt zuliebe (Stichwort CO2-Fußabdruck) nicht mehr zeitgemäß.

Was dem Ruf der britischen Monarchie am meisten schaden würde, wären Risse in der Glaubwürdigkeit ihrer wichtigsten Mitglieder - und dazu gehören William und Kate. Die Königin verkörpert fast 90 Jahre lang Werte wie aufrechtes Pflichtbewusstsein und unermüdlichen Dienst an ihren Untertanen. Bei den jüngeren Royals - so oft sie auch gerne vermitteln wollen, dass sie auch nur eine ganz normale junge Familie sind, die sich gerne möglichst viel selbst um ihre Kinder und den Haushalt kümmert - kommt leider immer mal wieder der Hang zum Luxusleben durch.

Kate und William täten gut daran, sich künftig etwas bescheidener zu zeigen, denn so eine Art von Helikopter–Eltern brauchen die Briten nicht in ihrem Königshaus.

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