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Hollywoods meistgehasste Schauspielerin

Schauspiel-Darling Katherine Heigl hat sich in Hollywood den Ruf der unbeliebtesten Kollegin erarbeitet. Offenbar ist die Arbeit mit ihr unerträglich. Zickiger, so heißt es, sei nur ihre Mutter.

Von Frank Siering, Los Angeles

  Katherine Heigls Auftritte in der Öffentlichkeit, wie hier im Februar bei der Mercedes-Benz Fashion Week, wirken immer betont freundlich

Katherine Heigls Auftritte in der Öffentlichkeit, wie hier im Februar bei der Mercedes-Benz Fashion Week, wirken immer betont freundlich

  • Frank Siering

Es gab Zeiten, da konnte sich Katherine Heigl, Hollywoods Darling Nummer eins, so etwas erlauben: Zu Interviews erscheint sie oftmals unpünktlich, entschuldigt sich nicht, sondern beschwert sich lieber über die lauwarmen Getränke im Hotelzimmer. Sie nennt Fragen auch schon mal "dumm" und "albern", macht sich über ausländische Medienvertreter lustig und gilt als forsch und arrogant.

Nun scheint die einst so steile Karriere von Heigl ganz plötzlich eine Vollbremsung hingelegt zu haben. Der für gewöhnlich gut unterrichtete "Hollywood Reporter" will wissen, warum dem so ist. Das Magazin zitiert anonym diverse Entertainment-Insider, die mehr oder weniger allesamt bestätigen, dass Heigls unwirsches Verhalten auf den Filmsets die Karriere des einstigen "Grey's Anatomy"-Stars torpediert hat.

Heigls Mutter schimpft wie ein Rohrspatz

So habe die Blondine, die teilweise bis zu zwölf Millionen Dollar für eine Rolle in einem Film kassierte, Arbeitsumfelder "sehr, sehr schwierig gemacht". Sie soll regelmäßig über die Garderobe an Filmsets schimpfen, spiele beleidigte Leberwurst, wenn ihre vielen Sonderwünsche nicht erfüllt werden und verstecke sich teilweise stundenlang in ihrem Set-Wohnwagen.

"Sie schafft es, dass du unendlich viel Zeit bei einem Shooting verschwendest", so ein einstiger Mitarbeiter von Heigl. Einst lehnte sie die Nominierung für einen Emmy ab, weil sie der Meinung war, dass das Skript "einfach nicht gut genug war."

Ihre Mutter und Managerin, Nancy Heigl, soll sogar noch schwieriger im Umgang sein. "So jemanden wie Nancy habe ich noch niemals erlebt", wird ein Insider im "Hollywood Reporter" zitiert. Sie schimpfe demnach wie ein Rohrspatz, werfe Kollegen vor, sie seien Lügner und schmeiße mit Beleidigungen auf dem Set um sich wie einst John McEnroe auf dem Tennisplatz.

Versuch, ihr eigenes Projekt zu starten

Als Heigl ihren Film "27 Dresses" promotete, so berichtet der "Reporter", habe sie Forderungen gestellt, die einer Königin gleichkommen. "Sie wollte immer ein größeres Zimmer für die Tochter, die Präsidentensuite im Bristol, die Mega-Limo für die Fahrt nach Hause. Selbst die größten Filmstars stellen nicht solche Forderungen", so die zitierte Quelle.

Als Heigl, die im Moment auf der Suche nach Arbeit ist, unlängst ankündigte, sie sei jetzt bereit zu "Grey's Anatomy" zurückzukehren, winkte Shonda Rimes, der kreative Kopf hinter der Serie, dankend ab. "Wenn dir Leute einmal gezeigt haben, wer sie wirklich sind, dann musst du ihnen auch glauben", so Rimes.

Jetzt versucht Heigl, ihr eigenes Projekt anzuschieben. Der Sender NBC gab bekannt, dass zusammen mit Heigl ein Projekt entwickelt werden soll, in dem sie eine CIA-Agentin spielen soll. Doch auch hier gab es im Vorfeld bereits Probleme. Diverse involvierte NBC-Manager sollen sich geweigert haben, mit Heigl zusammenzuarbeiten. Im Moment sei man auf der Suche nach einem Kompromiss.

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